Adler Neuenburg

Jetzt mal eine Empfehlung:

Wir waren im Adler in Neuenburg und es war echt ein sehr schönes Abendessen. Netter und zuvorkommender Service, guter Wein und das Essen war auch super. Verkostet wurden Zander mit Spinat und Reis sowie Cordon Bleu mit hausgemachten Kroketten, beides mit Salat. Als Dessert gab es eine Variation, zu allem ein schöner Weißburgunder von Heinemann. Angerichtet war es schön und konnte auch geschmacklich überzeugen. Gut beim Dessert war es 80-er-Jahre-Style angerichtet mit Früchten und Schokosauce. Dafür waren das Cassis-Sorbet, die Creme-Brulee und der Nougatstollen super, das Bratapfelparfait fiel etwas ab, aber ich bin auch kein großer Fan von Parfaits. In den Laden kann man aber durchaus gehen und genießen.

Tisch 241

Nichtsahnend schlägt man Donnerstag morgen die Zeitung auf und dann
grinsen einen Martin Baudrexel, Mario Kotaska und Ralf Zacherl an. Im RoSa
seien sie mit den "Küchenchefs" zu Gange und bringen den Laden auf
Vordermann. Am Abend sei Wiedereröffnung mit den drei Jungs. Da geht bei
mir der nächste Weg ans Telefon zum Reservieren. Super, es waren noch
Plätze frei und mir hat ja einer gereicht.

Die Aufnahmeleiterein begrüßt die Gäste, die um 19.30 Uhr reserviert
hatten, also u.a. mich. Ich wurde zu meinem kleinen, runden Tischchen
begleitet. Hoffentlich kommt das nicht im Fernsehen, sonst denkt alle
Welt, ich hab keine Freunde. Die Karte war recht übersichtlich, es war
kein Menu, sondern a la carte. Links eher die abgehobenen Sachen, rechts
die Klassiker. Damit ich ausgeglichen bleibe, wähle ich von jeder Seite
zwei Dinge aus, also vier Gänge. Dies waren:

Petersilienwurzelschaumsüppchen mit Croutons
Spinatmaultäschchen mit Walnuss-Krokant
Zwiebelrostbraten mit Kräuterspätzle
Apfelküchle mit Vanille-Eis

Die Suppe ragte für mich geschmacklich heraus. Zwischen- und Hauptgang
waren sehr schön angerichtet und hoffentlich findet sich das zukünftig auf
der Karte wieder, das war echt mal was anderes. Die Küchle waren ein
schöner Abschluss des ganzen, wobei ich auch das Ingwer-Creme-Brulee
probiert hätte. Aber man soll ja nix übertreiben.

Die Küchenchefs fahren dann davon, aber die kommen dann wieder zu
Autogrammen und Fotos, hieß es. Das war dann auch so. Ich hab die kurze
Pause kurz mal in den gekachelten Räumen überbrücken müssen und da ist
auch der Mario rein gestürmt. Lustiger und sehr kommunikativer Typ. Der
hat auch gleich meinen Tisch 241 wieder erkannt - "vier Gänge alleine,
boah". Die Jungs haben bei Cuba Libre Platz genommen und Autogramme
geschrieben und dabei ist auch dieses Foto entstanden:



Der Martin hat gemeint, daß noch nie jemand sein Buch zum Signieren
mitgebracht hat und hat sich darüber gefreut. Der Ralf ist übrigens echt
cool und hat mir Tipps zum Messerkauf gegeben und der Mario hat dann
nochmal das Gespräch aufgegriffen und der ist auch richtig witzig. Insgesamt ein sehr schöner und
interessanter Abend war's.


Mango-Dessert mit Limetten-Kokos-Crackern



Da ja große Backaktion war, hab ich statt Kipferl ein Blech Cracker fabriziert. Einfach ganz platt drücken. Teig ist übrigens ein Mürbteig mit Vanille, etwas Limettenabrieb und Kokosflocken. Der Guss besteht aus Puderzucker und Limettensaft, darüber kommen noch ein paar Kokosflocken. Falls ihr dann am nächsten Tag so wie ich dekadent Mittag macht, dann macht ihr am Vorabend folgendes:

Nehmt eine Mango, schält diese, rund um den Stein schneiden und stellt ein paar schöne Würfel beiseite. Den Rest dünstet ihr mit dem Saft einer Clementine sowie etwas Zimt und braunem Zucker weich. Pürieren und abkühlen lassen. Dann schichtet ihr abwechselnd etwas Mus, Mangowürfel und Cracker in ein großes Glas. Falls ihr keinen Bock auf die Arbeit habt, bleibt wenigstens was zum freuen für den Mittag...

beer, wine and food

Was für ein Wochenende! Das fängt schon an gut an, wenn man Freitag nicht zur Arbeit muß. Deshalb gibt es Donnerstag gleich ein Winterchili mit Kürbis, Salsiccia, etwas Zimt und einem gscheiten Bier dazu. Am Freitag gibt es dank dem OK von Pater Lukas die Lieferung aus dem Kloster Scheyern. Aaah... ein recht würziges Weißbier, passt super zum restlichen Chili. Am Abend kam Verena mit der tollen Idee Weihnachtsplätzchen zu backen.

Das haben wir gestern mittag fortgesetzt. War super und unser Gebäck kann sich echt sehen lassen, vor allen Dingen unsere vierelei Kipferl. Gestern abend waren wir noch aufm Ebinger Weihnachtsmarkt und es gab tatsächlich einen richtig guten Glühweinstand. Heut gab es noch ein Gröstl von Rostbratwürsten, Auberginen und Kürbis mit einer Rose-Jus. Super war's, bitte mehr davon!


Winter-Pasta

Ein Optik-Knaller wars jetzt nicht grad, deswegen auch kein von meinen eh bescheidenen Fotos, aber...
Vollkornspaghetti mit Roter Bete, Apfel und Walnüssen kann was!

Für eine Person braucht ihr

100 g Vollkornspaghetti
150 ml übrige Wodka-Bete-Nage
1 Apfel
4 Walnüsse

Nudeln nach Packungsanweisung garen. In einem Saucentopf schwitzt ihr den Apfel an und füllt das ganze mit der Nage auf. In einer kleinen Pfanne röstet ihr ohne Fett die Kerne der Walnüsse an. 1 Minute vor Packungsweisung Nudeln abseihen und zur Apfel-Bete Mischung geben. Durchmischen, anrichten und Walnuß drauf.


Schussenrieder



Es ist mal wieder Zeit ein Bier abzufeiern! Dieses Mal kein bayerisches, der Ort Bad Schussenried ist gleich der Namensgeber für die Brauerei, die echt ein geiles Bier braut. Die Sorten auf dem Bild sind eine echte Empfehlung und bei einer Feier kürzlich war der Kasten Weißbier leer am Schluß. Spricht für sich...

Winter-Teller



Kürbis-Ravioli in Thymian-Butter auf gebackener Roter Bete

Für 4 Personen

300 g Mehl, 3 Eier, Salz

ein kleiner Hokkaido, Salz, Pfeffer, Olivenöl, Koriandersaat, Rosmarin, Knoblauchzehe

6 Knollen Rote Bete (vorgekocht), Saft einer Zitrone, Olivenöl, Sojasauce, Ahornsirup, Jamie-Oliver-Szechuangewürz

2 EL Butter, Thymian

Für den Nudelteig knetet ihr am besten mit einem Rührgerät Mehl, Eier und Salz rasch zusammen bis Krümel entstehen. Mit der Hand macht ihr weiter bis ihr einen schönen Teig habt, kalt stellen. Den Kürbis schält und entkernt ihr und schneidet ihn in kleine Stücke. Würzen und zusammen mit dem Knoblauch bei 200 Grad Umluft für 25 Minuten in den Ofen, danach mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken. Rosmarin hacken und zu dem Püree dazu. Erkalten lassen.

Rollt drei längliche Nudelbahnen (Breite 10 cm) aus. Mit einem Ei bestreichen. In regelmäßigen Abständen einen Teelöffel Füllung drauf und umschlagen. Die Zwischenräume fest andrücken und abschneiden. Die Füllung sollte luftdicht verschlossen sein. In siedendem Salzwasser 10 Minuten ziehen lassen und mit einer Schaumkelle rausnehmen.

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen und die Rote Bete achteln. Aus dem Rest eine Marinade anrühren und über die Rote Bete in einer Form geben. Für 20 Minuten in den Ofen. Nach 10 Minuten Butter in einer Pfanne schmelzen und Thymian und Ravioli hinein und schwenken.

Ravioli auf der Bete anrichten und - wenn vorhanden - Kürbiskernöl drüber träufeln.


Involtini Substage Edition



Involtini „Substage-Edition“ mit Serrano und Mandel-Kren, Oliven-Tomaten-Schmarrn, gebackenem Kürbis, Wodka-Bete-Nage und Rosmarin-Salz


Burgunder Tiramisu

Mal wieder ein bissl mehr Aufwand, aber das Strahlen der Gäste war es wert:

Brownies

200 g Schokolade (70%, zartbitter)
50 g Mehl
300 g Zucker
1 TL Backpulver
3 Eier
eine Handvoll Mandelblättchen
1/8 l Spätburgunder
200 g Butter

150 g der Schokolade über einem Wasserbad schmelzen, währenddessen Butter, Zucker und Eier schaumig rühren. Restliche Schokolade reiben und mit Mehl, Backpulver und den Mandeln vermischen. Zu der Buttermasse und zusammen mit der flüssigen Schokolade und dem Rotwein zu einem homogenen Teig verkneten. Bei 160 Grad Ober-/Unterhitze für 50 Minuten in einer mit Backpapier ausgekleideten Form backen. Abkühlen lassen und hernach in Würfel schneiden oder mit den Fingern grob zerbröckeln.

Zwetschgenmus

2 EL Puderzucker
300 g Zwetschgen, halbiert und entsteint
1 Quitte, geschält und gewürfelt
1 EL Honig
1 Schuß Amaretto
2 Schuß Spätburgunder Likör

Puderzucker im heißen Topf karamellisieren, mit Amaretto ablöschen, Zwetschgen und Quitte mit dem entstandenen Liquid vermischen, Zwetschgen dabei leicht andrücken. Wenn das Obst weich ist, Honig unterrühren. Pürieren und mit dem Likör abschmecken, durch ein feines Sieb streichen und beiseite stellen.

Zimtsahne 

2 EL Puderzucker
1 Schuß Spätburgunder Rotwein
2 Schuß Spätburgunder Likör
Ahornsirup
400 ml Sahne
1 TL Stärke
Zimt nach belieben

Puderzucker karmellisieren und mit Wein ablöschen. Sahne in den Topf, gut umrühren und dabei den Zimt einrieseln lassen. Langsam aufkochen und die Stärke nebenher in einer Schüssel mit dem Likör glattrühren. Wenn die Sahne anfängt zu blubbern, die Likörstärke hinein und kräftig mit dem Schneebesen rühren, damit keine Klumpen entstehen. 5 Minuten weiterköcheln und nach Gusto mit dem Ahornsirup süssen.

Finish

Alle inzwischen abgekühlten Sachen schichtweise in zehn hohe Gläser verteilen. Also erst etwas von den Brownies hinein, Zwetschgenmus und Zimtsahne und den Vorgang einmal wiederholen. Für drei Stunden in den Kühlschrank stellen. Hält auch bis zum nächsten Tag.


Kürbis und Pilze


Wenn nicht grad güldener Herbst ist, dann ist das beste an der Jahreszeit der Kürbis und die Pilze. Die Dinger lassen sich aber auch vielseitig einsetzen. Am Wochenende gab es daher einmal Brätstrudel mit Kräuterseitlingen in Kürbisnage und Pizza Pumpkin mit Pfifferlingen, Rostbratwurst und jungem Greyerzer...

Jamies 30 Minuten Menüs


Alle Jahre wieder bringt uns Jamie ein Buch auf den Markt. Letztes Jahr war es das geniale Jamies Amerika, dieses Jahr ein Wälzer mit schneller Küche. Der Junge macht sich echt Gedanken und trifft den Nagel auf den Kopf. Dabei treibt er alle denjenigen die Ausreden aus, die sagen sie hätten zum Kochen keine Zeit. Es ist auch erstaunlich was er in 30 Minuten alles auf den Tisch bringt. Voraussetzung ist allerdings das richtige Equipment dafür. Da ist eine Küchenmaschine fast nur durch eine gute Schneidetechnik zu ersetzen. Auf jeden Fall ist das Buch eine Bereicherung für jede Küche! Der Unterhaltungswert bleibt allerdings etwas auf der Strecke. Der Vorgänger lebt doch etwas von den Geschichten und Vorworten, deren Übersetzung einem an manchen Stellen das Grinsen ins Gesicht treibt.

scharf

Jetzt kam fast jeden Tag die Woche Tim Mälzer im Fernsehen und mit jedem Tag steigert sich mein Neid auf seine Messer. Blöd, daß ein Kauf von so einem Ding Löcher in meinen Geldbeutel frisst. Sehr große Löcher. Falls mir also jemand mal so richtig eine Freude zu Weihnachten machen will, dann wird er nächstes Jahr monatlich von mir zum Essen eingeladen!


Herbst am Herd



New ones... Suppe vom gebackenen Kürbis mit Wurst und Kürbis-Frischkäse als Einlage und Apfel-Quitten-Sorbet mit karamellisiertem Amaretto-Apfel

Markthalle Freiburg

Klein, aber fein, könnte man sagen. Die Markthalle in Freiburg ist einen
Besuch wert. Mittendrin ein Weinbrunnen, drumherum internationale
Futtertröge. Sehr zu empfehlen sind die nebeneinander liegenden Pizza- und
Dessertstände. Zwar nicht so billig, aber Pizza, Viertele Muskateller,
Tiramisu und doppelter Espresso für 20 Euro geht ja noch...

 


Brätstrudel auf Kürbis-Kartoffel-Gratin



Da ich heut frei habe ist auch mal Zeit für etwas aufwändigeres da. Und das Ding rockt...

Pfannkuchen
200 g Mehl
200 ml Milch
2 große Eier
50 Ml Mineralwasser oder Weißbier
1 Prise Salz

Mehl und Milch verrühren und 20 Minuten stehen lassen zum Quellen. Den Rest hinein und zu einem homogenen Teig rühren. In etwas Sonnenblumenöl 4 Pfannkuchen in einer großen Pfanne ausbacken.

Gratin
300 g Hokkaido-Kürbis, geschält und in 1 cm breite Stifte geschnitten
300 g festkochende Kartoffeln, geschält und in dünne Scheiben geschnitten
1 Knoblauchzehe, geschält und grob geschnitten
1 Schalotte, geschält und grob geschnitten
1 Rosmarinzweig
200 ml Sahne
100 ml Milch
Salz, Pfeffer, Muskat, gutes Chili-Pulver
150 g Bergkäse

Während dem Quellen des Teiges die Vorarbeiten erledigen. Sahne und Milch in einem Topf erwärmen und Knoblauch, Schalotte, Romarin und Gewürze 10 Minuten ziehen lassen. Kartoffeln und Kürbis in einer Auflaufform vermischt verteilen, die Sauce durch ein Sieb darüber verteilen. In den mit 200 Grad Umluft vorgeheizten Ofen mit Alufolie abgedeckt 35 Minuten stellen.

Brätmasse
400 g Schweinebrät
1 große Schalotte,  beschält und geviertelt
Salz, Pfeffer, Piment, Majoran

Schalotte mit etwas Brät, Schalotte und Gewürzen zu einer Paste verrühren, diese unter das restliche Brät heben.

Finish
4 Bögen Frischhaltefolie in Größe der Pfannkuchen
4 größere Bögen Alufolie

Einen großen Topf zu 3/4 mit Wasser füllen und bis knapp unter den Siedepunkt erhitzen. Pfannkuchen auf die Frischhaltefolie legen und mit je Viertel der Masse bestreichen. Mit Hilfe der Frischhaltefolie aufrollen. Um die Rolle fest die Alufolie wickeln und wie ein Bonbon verschliessen. 20 Minuten im Siedewasser ziehen lassen. Gratin aus dem Ofen nehmen, Alufolie weg und Käse drüber.

Wenn euer Zeitmanagement stimmt, seid ihr in einer guten Stunde fertig und es schaut aus wie oben. Reicht locker für 4 Personen und passt in den Herbst wie Faust auf Auge.


Gasthof Engel in Müllheim

Mal wieder ein Beitrag zur beliebten Restaurantkritik! Wir waren am Samstag Abend in Müllheim im "Engel", mal wieder Challenge-Schulden einlösen. Wildspezialtitäten werden in der Location groß geschrieben. Bestellt wurden je drei Gänge. Es sollten Wildmaultaschen auf Steinpilzragout, Rehmedaillons/Haselnußspätzle/Apfelrotkraut bzw. Rehklöschen mit Spätzle und ein Dessert sein.

Die Vorspeise war richtig gut. Kannst net meckern, hätte der Schuhbeck gesagt. Dann kamen die Hauptspeisen. Verena war recht zufrieden. Bei mir war es eine durchwachsene Leistung. Das Kraut war allerdings geil, echt spitze. Dann waren noch Haselnußspätzle angekündigt. Da denkt man eigentlich an gemahlene Nüsse, die in den Spätzleteig eingearbeitet sind. Es waren aber Spätzle die mit ein paar Nüssen geschwenkt worden sind. Wie ein Stück Reh längsseits zu Hälfte rosa sein kann, bleibt mir auch ein Rätsel. Übrigens war noch ein Sauerkirschrahm dabei. Da könnte man draufkommen, daß eine Wildsauce mit Rahm und Kirschgsälz versetzt worden ist. In dem Fall war es eine Rahmsauce mit Schattenmorellen ausm Glas.

Dessert war dann ein gemischtes Eis und der Winzerbecher, bestehend aus Nußeis und Weintrauben. Die waren auch mit Kernen und das Eiß recht fest und recht aus der Dose. Beim gemischten Eis will ich jetzt ja nix sagen, aber ein selbst gemachtes Nußeis hätt ich schon erwartet. Verena hat es recht gut mit der Aussage getroffen, daß es wohl kein Lieblingsrestaurant wird, aber essen kann man da schon. Vielleicht bin ich halt nur so verwöhnt...

Würstle mit Bohnenpüree

Mal was anderes, oder? Das Ding braucht zehn Minuten und ein geringes Budget. Entweder als Vorspeise für zwei oder Hauptgericht für einen.

8 Nürnberger Rostbratwürstle
1 Dose weiße Riesenbohnen
100 ml Wasser
1 TL Bio-Hühnerbrühe
1 kleines Stück Ingwer
1 TL Butter
3 EL Milch
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer, Rosmarin

Wasser aufkochen, währenddessen Ingwer, Knoblauch und Rosmarin grob hacken und Bohnen abtropfen lassen. Pfanne erhitzen. Brühpulver einrühren und Bohnen mit Gewürzen und Knoblauch hinein. Fünf Minuten köcheln lassen. Würstle in etwas Sonnenblumenöl braten. Bohnen abgiessen, den Sud dabei auffangen. Bohnen zurück in den Topf, mit etwas Sud, Milch und Butter pürieren. Alles mit etwas süssem Senf anrichten.

Alfons Schuhbeck in Balingen

Als wenn es Samstag noch nicht gereicht hätte. Ne, war genau das Richtige
zum Abrunden. Unser aller und allgegenwärtiger Alfons Schuhbeck war
gestern zum Vortragen, Kochen und Signieren in Balingen, in einer voll
besetzten Stadthalle. Zum Foto machen war er auch da.



Lustiger Typ ist der übrigens, waren zwei sehr kurzweilige Stunden. Am
Anfang etwas viel Blabla, dann hat der Meister am Herd losgelegt mit:
 
Kalbsfilet
Entenbrust mit Blaukrautsalat
Scampi
Penne aglio olio
Gemüse
Rinderfilet
Zander 

Von den Nudeln hab ich ein Tellerchen abgekriegt, war recht
gut und schnell. Viel über die medizinische Wirkung von Gewürzen hat er
auch, war interessant. Jetzt weiß ich, daß Ingwer eigentlich für alles gut
ist. Spätestens am Freitag kommt wieder eine Knolle her. Meine
Buchsammlung ist auch wieder um einen 400-Seiten-Wälzer reicher, aber für
14,95 kann man halt auch nicht dran vorbei. So langsam brauch ich echt ein
Regal, weil diesen Monat kommt ja auch noch das neue Werk von Jamie...


ein bissl mitrocken - ein Praktikumsbericht

Eine Nacht drüber schlafen bringt manchmal was, weil ich heut meine Gedanken etwas klarer ordnen kann. Gestern war ich meinen Tag in der Speisemeisterei in der Küche einlösen. Erwartungen hatte ich eigentlich keine. Der Fo meinte ich soll ein bissl mitrocken. Anwesend sollten an dem Tag auch Mike und Andi von den Kochprofis sein. Um elf Uhr also mit Anwesenheit glänzen...

Um 11.10 Uhr steckte ich auch schon im Speisemeisterei-Kochdress und weiß jetzt, daß der Fo und ich die gleiche Größe haben. Mit dem Küchenteam wurde ich auch bekannt gemacht und dem David an die Seite gestellt. Der meinte, ich würde mehr zu tun bekommen, als mir lieb ist. Das kann ja was werden. Hat aber mal pfeilstark ausgeschaut, wie exakt ich die Kräuterseitlinge geschnitten hab:



Das war aber nur mal zum Warmwerden. Nächste Disziplin hieß feine Ingwerstreifen schneiden. David machte es vor und bei mir blieb es eher beim Versuch es nachzumachen. "Ich sehe Differenzen" sagte er und die jemals von mir geschnittenen feinsten Streifen haben die Bezeichnung "Betonpfosten" geerntet. Schön, daß ich beim Krautschneiden einfach so reinhauen konnte, zwei Fünf-Liter-Eimer waren es am Schluß. Solche noch ein paar von mir als "meditativ" bezeichnete Arbeiten waren zu verrichten, bevor mit dem Riesen-Gong zum Mitarbeiter-Essen gerufen wurde. Gut, daß ich mit Schneiden fertig war, weil sonst hätte das auch blöd ausgehen können. An den Herd haben die Jungs mich auch mal gelassen für ein Risotto. Ruhig Fragen stellen meinte der Stefan zwischendrin. Die Jungs und Mädels waren immer hilfsbereit, ruhig und punktgenau in ihren Antworten. Ein enorm hoher Lernfaktor!

Los ging es mit dem Abendservice und da brannte die Luft, Action und Adrenalin war das. Sowas hab ich echt noch nie gesehen. Die schafften es aber noch nebenher, ein paar Teller für mich zu schicken. Sterneküche aus erster Hand quasi. War das geil! Es gab in Bockbier gebeizten Lachs, schwarzes Kalbfilet, Lammragout, Lammrücken in Parmaschinken und Artischocke, zwei Desserts und zwischendrin exklusiv das gleiche wie für den Kochprofi-Tisch (Kartoffelpüree, Rahmspinat, Eigelb, weißer Trüffel). Als der Stefan das aufgezählt hat folgt der Satz: "Mann hast du viel gegessen!" Seine Frage, was mir am besten geschmeckt hat, konnte ich nicht so richtig beantworten sorry nochmal an dieser Stelle. Da sprang mir zuviel im Kopf rum und fertig war ich ebenfalls.

Zum Abschluss kamen noch Mike und Andi rein in die Küche. Das sind ebenfalls gute Jungs. Ich glaub aber, der Andi ist vom Glauben abgefallen, als er gehört hat, daß ich mir den Tag so gegeben hab. Hier noch das Erinnerungsfoto:



Ein bissl gezeichnet schau ich aus, oder? Die Erfahrung war es allerdings wert! Sowas hat man nicht alle Tage und das vergißt man nie!

Mein Dank gilt dem Fo und seinem Team:

David, Stefan, Markus, Bully, Christina, Sally und Jenny


shish kebap

mit Himmel-und-Erd-Gemüse und Saint Agur-Sauce



Kürzlich hab ich ja den Shish Kebap auf dieser Seite vorgestellt, nur brauchts halt ne Ergänzung dazu.

Gemüse

1 große Kartoffel, geschält und klein gewürfelt
1 Elstar, dto.
Olivenöl, ein kleines Stück Butter
Salz, Jamie Oliver-Chili mit Ingwer und Szechuan
1 Zweig Rosmarin

Kartoffelwürfel 10 Minuten in kaltes Wasser einlegen, abgiessen, gut abtropfen lassen und trocken tupfen. Eine Pfanne erwärmen, Olivenöl hinein und Kartoffeln braten, gelegentlich schwenken. Nach 10 Minuten würzen, Butter, Rosmarin und Apfel dazu.

Sauce

40 g Saint Agur
1 EL Tomatenmark
je 50 ml Sahne und Milch
Salz, Pfeffer, Muskat, Oregano
1 Prise Zucker
50 ml Weißwein

Zucker in einem heißen Topf karamellisieren und darin Tomatenmark anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen und einreduzieren. Mit Sahne und Milch auffüllen, zum Kochen bringen, Hitze runter, würzen und den Saint Agur in der Sauce schmelzen.

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