Basque Stories, pt. VII, semana grande

Samstag, Beginn der großen Festwoche in Donosti. Die Geschäftigkeit ist höher als üblich, man merkt den Menschen die Vorfreude an. Ich feu mich auch den ganzen Tag am Strand auf die Eröffnung des Events. Das beginnt immer mit einem Kanonenschlag:
 
 
Danach gibt es kein Halten mehr, eine Stadt im Ausnahmezustand. Ich geh mich kurz richten und stürz mich danach ins Nachtleben mit dem ersten Feuerwerk und dem Konzert an der Flamenka. Anschließend Feiern mit tollen Menschen in der Altstadt. Das hier was los wäre, wäre eine glatte Untertreibung. Das ist jedesmal ein Samstag an dem andere "Kneipentouren" einpacken können.
 
Ihr könnt euch denken, dass ich Sonntag den Strand eher zum Schlafen als zum Planschen nutze. Was für eine Nacht. Das geht wohl nicht nur mir so denn Sonntag ist es ziemlich ruhig. Im Txuleta lass ich mir von Beni Huevos Aginaga erklären und servieren.
 
 
Pommes, Ei und Angulas. So einfach und doch so gut! Überhaupt geht es im Txuleta einfacher zu, aber ich kann das wirklich nur empfehlen. Danach unterhalt ich mich noch im AFN mit Eli. Ist neu als Bedienung dort und hat ihren freien Abend. Wie auch Joseba, die ganze Zeit über ein unterhaltsamer und sehr toller Mensch. Ich weiß schon warum ich jeden Abend reinschaue.
 
Am Montag morgen mach ich mit Lander Fortgehen am Abend aus und entere anschließend den Igeldo. Eine tolle Aussicht und der Anblick ringsrum bedeutet für mich Freiheit und Schönheit.
 
 
Danach ab an den Zurriola garniert mit ausgiebigem Schwimmen. Zwischendurch schau ich den Piraten zu. Das ist immer wieder ein Spass.
 
 
Gegen Abend zieht ein Wind auf, sowas hab ich noch nicht erlebt. Jetzt weiß ich warum der Bademeister das Einpacken der Sonnenschirme empfohlen hat. Die wären sonst tief geflogen. Das unverhoffte Zeitfenster nutze ich mit noch mehr essen. Für den Abend brauch ich wohl Grundlage.
 
Ist auch so. Lander ist mit mehreren Kumpels da. Wir gehen auf eine Aussichtsplattform des Urgull und von dort das Feuerwerk und Donosti bei Nacht zu sehen ist wunderschön. Anschließend gehts zum Kiosk Bier holen und aufs Konzert. Die Band scheint sich angesichts der anwesenden Massen großer Beliebtheit zu erfreuen. Am Piratentag gehts wohl ab, unglaublich. Danach läuft Rockmusik und ich treffe Leute wieder die ich vom Kaotiko-Konzert kenne. Um vier geht es noch in die Kneipen und an den Würstlstand. Um fünf heim und ich überleg mir ob da eigentlich keiner am nächsten Tag arbeiten muss.
 
Nein, es ist nämlich Feiertag. Mein letzter Tag in San Sebastian und das Wetter ist so wie am ersten Tag. Das Frühstück heute besteht aus Talo con Txistorra und einem letzten Goxua im Oiartzun. Ja, etwas sentimental ist er heute... ein Tränchen verdrück ich bestimmt.
 
Als ich mal kurz ein Eis holen gehe... da kommt eine Zunft vorbei und ich denk mir woher der Sound kommt. Die spielen tatsächlich auf Bierflaschen, Plastikeimern und Colaflaschen und singen. Dafür mag ich die Leute hier - aus wenig viel machen und ne gute Zeit haben. Eine Straße weiter spielen Rockbands und schieben ihre Verstärker einfach auf Bollerwägen durch die Gegend.
 
Ein letztes Mal Pintxos, Feuerwerk und danach Agur meinen Lieben im AFN sagen. Drei Typen aus Mutriku sind auch da, extrem lustig, mit denen hätte ich mir gern die Nacht um die Ohren gehauen. Das ist nochmal so ein besonderer Moment nachm Feuerwerk bis zum Shutdown vom AFN an dem Tag. Beni ist auch da, alle quasi versammelt und ich darf bis nach Feierabend bei Patxaran und Bier bleiben. Der Chefkoch zeigt mir noch die Küche und wir verabreden dass ich da das nächste Mal tätig bin.
 
 
Es ist ein ganz toller Abschluss unter eine tolle Zeit. Ihr lieben Menschen im AFN fühlt euch alle gedrückt!!! Es ist mir eine Ehre, daß ihr mich als Freund willkommen heisst, ihr seid stets ein ganz besonderer Teil einer für mich sehr speziellen Zeit! Mil esker!!!
 
An einem regnerischen Morgen gehts heim. Auf dem Heimflug denk ich mir dass es einfach um die großen und kleinen Augenblicke geht die mir so viele schöne Erlebnisse bescheren. Agur Donosti, hast luego!

Basque Stories, pt. VI

Donnnerstag morgen, nach Regenvariationen ist es pünktlich zum Mittagessen trocken genug für einen Ausflug nach Pasaia. Ich fahr da einfach immer wieder gerne hin.
 
 
Die Bootsfahrt kostet 10 Cent mehr, aber beim Transport immer schwerer werdenen Touristen gerechtfertigt. Speziell bei der Rückfahrt. Also auf ins Casa Camara, da wird gut gekocht.
 
 
Auf die Fischsuppe wartend und viel mehr hätte nicht mehr reingepasst. Ich hätte jedoch mehr davon essen können.
 
 
 
Kokotxas pil-pil
 
 
Leche frita
 
Das sind keine Optik-Kracher, aber es ist super traditionelle Küche auf höchstem Niveau. Danach gehen Jürgens Coast-Tours weiter nach Getaria, war ich immerhin auch noch nie.
 
 
Trotz Wetter ein sehr schöner Ausflugsnachmittag rund um San Sebastian in dem ich gern wieder zum Abendessen ankomme. Donnerstag abend, Pintxos und den ursprünglichen Plan Bataplan verwerf ich, weil es Freitag wieder schön sein soll. Ist es zum Glück auch, erstmal spazieren an der Kontxa:
 
 
Nahtloser Übergang zum Zurriola und ab ins Meer. Das Planschen liebe ich einfach sowie das Strandleben. Es ist der Freitag vor der Semana Grande. Man merkt dass großes bevorsteht. Groß übrigens auch die Ravioli im La Cuchara:
 
 
Endlich wieder ein Sonnenuntergang und der Vergnügungspark am Paseo Nuevo hat auch wieder auf.
 
 
Im AFN ist wenig los, Iratxe meint dass sich die Leut es wohl für Samstag sparen. Ich mein nicht, dass die Altstadt jetzt menschenleer wäre. Aber am Freitag im AFN direkt an der Bar einen Platz zu kriegen ist selten. Dagegen wehre ich mich nicht. Auch nicht gegen ein paar Estrella Galicia.
 
 

Basque Stories, pt. V, Kokotxa

Vor dem Besuch im Kokotxa ein Bier und ein neues Pintxo im AFN:
 
 
Das Ventresca ist sehr gelungen, ein toller Einstieg in den Abend.
 
Hab ich ein Glück, daß es mit einer Reservierung kurzfristig geklappt hat. Im Restaurante Kokotxa hatte ich schonmal ein hervorragendes Menü. Dani Lopez kann einfach richtig gut kochen. Also nehm ich gern dort Platz und entscheide mich wieder für das mercado menu:
 
 
Wassermelonen-Gazpacho, ein sehr schöner Einstieg
 
 
Squid, Pork & Miso, ein toller Gang
 
 
Kimchi-Crunchy-Crab
 
 
Hake, Crab-Rigatoni, Saffron und Sea Broth, was für ein toller Fisch-Teller, mitunter einer der besten Gänge die ich jemals hatte
 
 
Ox-Filet, crunchy ashes and red pepper juice
 
 
Und noch ein Dessert mit Aprikose, baskischen Früchten, Schokolade und Whiskey, toller Abschluss vor dem Kaffee und Petit Fours.
 
Was für ein Menü aus einem Guss, ein unfassbar guter Abend! Danach ist mir jegliche Feierei herzlich egal, denn das ist Fiesta pur was da stattfindet! Vielen Dank für eine Küche auf höchstem Niveau.
 

Basque Stories, pt. IV

Nach dem Mugaritz ist vor der nächsten Pintxo-Tour. Nach einer kleinen Siesta wieder auf in die Altstadt. Im Sirimi gibt es dieses genial Lamm-Gericht:
 
 
Den Laden frequentier ich neben meinen üblichen Verdächtigen immer wieder gerne. Ein toller Sonntag mit sehr gutem Essen. Gut, eigentlich ist hier jeder Tag mit gutem Essen gesegnet.
 
Am Montag morgen braucht das Wetter noch etwas Anlauf, also geht Super-Jürgen in den Supermarkt. Ich bin einfach gern dort. Allein schon der Geruch der Markthalle ist einzigartig. Die Sonne lässt sich blicken, also auf ins Meer. Ein sehr schöner Montag ists, der etwas länger geht. Was wäre ein Urlaub ohne einen Besuch im "friends"? Vermutlich um einiges gesünder. Allein mit dem Gedanken zu spielen sollte heißen "geh heim, ist eh alles zu spät". Erst recht wenn man 12 Euro Eintritt und 9 Euro für einen semigeilen Gin-Tonic hinblättert. Andererseits ist es dennoch lustig und am nächsten Tag regnets eh...
 
Dienstag also wie gesagt eher feucht vom Wetter her, daher Zeit für Topa Sukalderia, immer wieder Dienstags. An dem Tag scheint auch ein ausgiebiger Besuch der Sariketa Bar angesagt zu sein. Der Tanzaufforderung entgegne ich ein "do I look like a dance-bear?". Die Dame gibt mir trotzdem einen Crash-Kurs im Salsa tanzen. Mach ich gar nicht mal so schlecht. Reisen bildet eben.
 
Weil das so ist mach ich am Mittwoch weiter mit der Bildung und besuch die Altstadt von Hernani. Das allerdings erst nachdem die Demonstration gegen Tourismus direkt vor der Tür aufgelöst wurde. Und ich wunder mich warum hier so viele Polizisten sind...
 
 
Also auf nach Hernani, das kann man durchaus mal anschauen. Die große Kulinarik findet zwar nicht steht, dennoch eine hübsche Altstadt und einer der kleinen Orte in denen die Zeit wohl etwas stehen geblieben ist.

Basque Stories, pt. III, Mugaritz

Erster Sonntag im August, traditionell für mich das Lunch im Mugaritz. Jetzt zum sechsten Mal und ich bin wieder viel zu früh dort. Gibt mir Gelegenheit für einen Spaziergang durch das Grün, ein wunderschöner Ort.
 
Ins Mugaritz geht man jetzt nicht einfach mal gut essen. Das ist soviel mehr, deshalb ist es für mich auch unvergleichlich. Dieses Mal hab ich mich nicht damit beschäftigt was kommen könnte, ich lass mich einfach überraschen. Guillermo begrüßt mich sehr freundlich und verabschiedet mich mit einem Glas Champagner. Nicht nur deswegen ein Spitzentyp.
 
Dem Cava auf der Terrasse folgt der Gang in die Küche. An einer Wand stehen alle Gerichte des Tages die die Gäste erhalten, ca. 50. 60 Köche aus 15 Nationen sind damit beschäftigt. Immer wieder beeindruckend wie auch das Menü. Die 25 Gäng jetzt im Einzelnen aufzuzählen und zu beschreiben ist nicht so meins. Ich kann hier einfach unbedarft herkommen, weil ich das eh nie erreichen werde.
 
Dieses Mal an einem anderen Tisch wird mir unter anderem das serviert:
 
 
Tripas Coloras
 
 
Temperature Vs. Flavour
 
 
A bitter veiled oyster/An oyster's frozen kiss
 
 
Aged mole leaves and bone marrow
 
 
Bonito dressed with tomato miso water/Tomato, garlich and fermented tomato
 
 
Grilled squid
 
 
In dubiis, abstine
 
Bei dem Gang wird empfohlen die Hähnchen-Emulsion vom Teller zu lecken - endlich! Das spricht für den Humor des Mugaritz. Wieder ein ganz großes Menü, befreit von allen Konventionen. Es ist wirklich schwer hier nur die Favoriten abzubilden, da jeder Gang etwas für sich hat, ganz großes Kino!
 
 

Basque Stories, pt. II

Mittwoch, sagen wir mal früher Vormittag, Sonnenstrahlen! Endlich! Kurz frühstücken und ab an den Zurriola... Urlaub nicht nur am sondern auch im Meer. Ich bin sehr happy, so gefällt mir Donosti am besten. Deswegen bleib ich gleich mal bis zum Abend hier. Unterbrochen von einem Gang zur Bodega Donostierra. Ist einfach cool, wenn man mal kurz vom Strand zu einem Pintxo weg kann.
 
Abends erste Bestaunung eines Sonnenuntergangs, ich liebe das. Was ich früher für ein Depp war, dass ich mir das nicht öfters angesehen hab.
 
 
 
Das ist immer mein Lieblingsgang abends am Paseo Nuevo entlang in die Altstadt zur üblichen Pintxo-Tour. Bevor es auch mal wieder früh ins Bett geht. Kann man morgens mal auf sein und Jesus ein Stück näher kommen. Ich kletter mal wieder auf den Urgull.
 
 
 
Wie schön das einfach immer wieder ist und jedes Mal findest in dem Labyrinth einen anderen Weg. Hauptsache der führt auch wieder runter zum Essen und anschließend zum Strand. Der heutig Mittagssnack findet in "the good burger" statt. Kann sich wirklich so nennen mit einer schicken Preis-Leistung.
 
Der Abend nimmt einen bemerkenswerten Lauf. Beim Barbesuch entwickelt sich auf einmal eine Feierei die in einen Besuch des Bataplan mündet. Die haben mich schonmal nicht reingelassen. Ähnliches befürchte ich als ich das Taxi unsouverän verlasse. Es klappt aber und ich zahl jubelnd den Eintritt. Echt ein schicker Laden mit Terrasse zur Kontxa und humanen Getränkepreisen. Lässt sich locker bis um halb sechs aushalten.
 
Damit beginnt der Freitag auch erst zum Mittagessen. Das "c'tal" meiner Gastgeberin beantworte ich mit "muchas bebidas" (viele Getränke). Rinderbäckle und Patatas Bravas im Atari stellen die Fitness wieder her. Heute richtig Wellen, das schaut immer so spektakulär aus. Könnte ich mir von morgens bis abends anschauen und mach das auch.
 
 
Abends im AFN begrüsst Oskar laut einen "XABIIIIIIII", es ist Xabier Guiterrez mit dem ich schonmal einen Abend verbracht habe. Er entwickelt bei Arzak Gerichte. Ein super Typ, der mich ins Labor am nächsten Tag einlädt. Irre gut, damit fällt die Juerga aus, aber es hat gestern eigentlich für zwei Abende gereicht.
 
Samstag morgen, ich bin ziemlich aufgekratzt. Überpünktlich steh ich vor der Küche des Restaurante Arzak, drei Sterne. Das ist eine Dynastie und Juan Mari Arzak einer der Paten der new basque cuisine. Ich versuche souverän zu wirken als ich das Herzstück betrete. Xabi nimmt mich sehr freundlich in Empfang und zeigt mir erst den Weinkeller. Hier lagern Schätzle im Wert von insgesamt Millionen. Dann zeigt er mir die Entwicklungsküche. Dort allerhand Geräte, eine "thinking corner", ein Riesen-Bildschirm über den die neuesten Gerichte flimmern sowie das hier:
 
 
Das sind ca. 1200 Gewürze aus aller Herren Länder. Mir fällt die Kinnlade runter, unfassbar. Auch die Tatsache wieviele Spitzenköche wohl schon in dem Raum hier waren ist für mich unglaublich. Jetzt steh ich da und kann es nicht fassen. Hochinteressant, vielen Dank für das Erlebnis, lieber Xabi!
 
Danach beschäftige ich mich weiter mit Kulinarik da Strand eher ausfällt. Auf ins Zazpi zum Mittagstisch:
 
 
Weiter gehts im La Cuchara de San Telmo:
 
 
So kann man den Regen auch überbrücken. Als es trocken ist marschier ich zum Peine del Viento. Immer wieder schön dort.
 
 
Und wiel ich gerade in Antiguo bin, geh ich in die Vinoteca Bernardina. Sicher nicht zum Sprudel trinken. Erstklassige Weine für kleines Geld gepaart mit starker Küche. Zurück in der Altstadt weitere Pintxos bevor ich mich an die Basilika stelle. Feierstimmung macht sich breit, davon lass ich mich gern anstecken. Erst recht wenn der Sidra um einen Euro kostet. Gute Getränke zu Schleuderpreisen sind stets ein Garant dafür, daß ich mir mindestens eins zuviel davon reinschraube. Mich verschlägt es in eine bakische Bar in der immens hübsche Frauen feiern. Wann komm ich mal dahin? Eher weniger, daher geht es später heim als gedacht. Feiern können die Basken, das steht fest.
 
 

Basque Stories, pt. I

Sonntag morgen, 6 Uhr, der Wecker klingelt... ich konnte eh nicht pennen. Ist immer so bevor eine große Reise bevorsteht. Erst recht wenn es nach Donosti geht. Sontags geht der Flieger etwas früher. Das hat den immensen Vorteil, daß man früher dort ist. Früh bin ich auch am Flughafen, da um die Zeit nicht so viele Menschen unterwegs sind. Neuer Rekord!
 
 
Was manche Menschen aus Fliegen für eine Wissenschaft machen können. Beim einchecken, bei der Platzauswahl, fantastisch. Dieses Mal pünktlich abheben und pünktlich landen. Gäbe es Priority Koffer, ich würds buchen, damit mein Koffer als erstes kommt. Ich will ja den nächsten Bus erwischen. Der steht auch da, allerdings ist das Ticket neuerdings am Automaten zu lösen was manche Menschen mir deutlich zu langsam machen. Aber es geht gerade noch und die Busfahrt ins Paradies beginnt.
 
Für mich ist das einer der schönsten Momente im Jahr wenn Donosti seine Silhouette zeigt. Ich weiß es beginnt eine unglaublich gute Zeit bei meiner großen Liebe. Ungewohnt für mich es geht erstmal ins Hotel. Der Nobelschuppen, das Zimmer geizt jedoch mit Tageslicht, das Personal ist jedoch sehr freundlich.
 
 
Ungewohnt die zweite, der erste Walk nicht am Paseo Nuevo, sondern an der Kontxa entlang. Wetter ist mau, also ab ins AFN. Auf dem Weg dorthin begegne ich Igor, der dort früher gearbeitet hat. Eine sehr herzliche Begrüßung, ich fühl mich augenblicklich zu Gast bei Freuden. Im AFN auch großes Hola. Weiter gehts im Txuleta und im La Cuchara de San Telmo. Ein paar Pintxos und ein paar Bier vor einem Spaziergang am Meer. Abends hat auch das Muuk wieder auf, allerdings war das letztes Jahr einen Tacken besser.
 
 
Also dorthin wo es gut ist und wieder ein paar Pintxos und ein paar Bier. Am nächsten Tag ist Feiertag, San Ignacio. Das muss der Schutzpatron der Feierwütigen sein. Was an dem Abend abgeht ist unfassbar. Ich bleib in einer Bar auf einen Cuba Libre hängen und hab auf einmal weibliche Gesellschaft. Die verspricht mir ganz tolle Dinge bis klar ist, daß sie sich gern aushalten lässt. So schnell gehen zarte Bande in die Brüche und ich heim. Fette Ankunft!
 
 
Am Feiertag also flugs auf in meine Pension. Denen kann man nicht böse sein, so herzlich ist der Empfang. Das Zimmer ist neu renoviert und schön geworden. Kurz einrichten und weiter gehts. In der Stadt zieht eine folkloristische Kapelle durch die Straßen. Die Mitglieder sind später in den Bars mehr oder weniger betrunken zu besichtigen. Übrigens ist das Wetter auch heute nichts für Beach-Boys, widme ich wieder verstärkt Spaziergängen und Kulinarik. Unter anderem führt der Weg in die Topa Sukalderia, dem neuen Restaurant von Andoni Luis Aduriz. Dort gibt es ganz casual einen Mix aus baskisch und lateinamerikanisch.
 
 
Unter anderem das Txoripan mit Txistorra ist unglaublich gut!
 
Am Dienstag morgen hab ich wetterbedingt wieder ausgiebig Gelegenheit den ersten normalen Tag in der Stadt zu genießen. Das heißt ich geh in den Supermarkt, ins Zazpi und auf Klamottenjagd. Letzteres fällt etwas knapp aus, sehr fündig werd ich nicht. Ein Haarschnitt ist fällig im üblichen Laden. Dort gibt es einen kleinen Käsekuchen und jetzt kenn ich die Friseurin namentlich. Wird immer besser in dem Laden dort.
 
Weil es mir in der Topa Sukalderia so gut gefallen hat, hab ich gleich für den Abend reserviert um mir das mal in Ruhe zu geben. Auf dem Weg dorthin grüsse ich freundlich in einen Beitrag für das baskische Fernsehen - TV-Bombing ist der neue shit! Das macht so dermassen Spaß dort im Restaurant, da kannst dich wirklich in Rage futtern! Der Euskujito mit Sprite, Txakoli und Minze ist eine echte Empfehlung. Insgesamt ein toller Laden, ähnlich dem Mochi mit offner Küche und einfach eins nach dem anderen bestellen. Danach ein Bier im AFN und danach bleib ich in der Sariketa Bar hängen. Mit Leuten aus Barcelona und Frankreich, eine tolle Feierei!
 
 

vacaciones

 
Aupa!!!
 
Einer der letzten Shots des vergangenen Sommers als Einleitung des letzten Artikels bevor wieder die große Reise losgeht. Wenig überraschend I - es geht nach Donostia/San Sebastian. Wenig überraschend II - die Vorfreude und die Aufregung ist riesig!
 
Sowieso wenn das Abenteuer schon vorm Abflug losgeht. Damit mein ich nicht alles irgendwie in Koffer und Rucksack reinzukriegen. Schauen wir mal ob das mitm Gewicht noch hinhaut. Auf meine ungefähre Zeit der Ankunft in der Pension krieg ich gestern die Antwort, daß ich doch erst Montag kommen wollte. Erst schon, hab es aber im Januar um einen Tag früher korrigiert, was wohl unter die Pintxo-Bar fiel. Jedenfalls werd ich morgen erstmal ein Hotel in the heart of the city kennenlernen. Schwein gehabt noch etwas einigermassen bezahlbares in der Stadt zu kriegen. Mal schauen ob ich da nach dem abendliche Besuch der Altstadt auch wieder hinfinde.
 
Voll der pompöse Schuppen, Schnäppchen von 200 auf 100 Euro reduziert. Allerdings mag ich jetzt so etwas mit Location-Wechseln im Urlaub gar nicht so sehr. Auch wenn es sich nur um einen Tag handelt. Solche Gewohnheitstiere wie ich wollen ankommen, Gepäck versorgen und das ist dann auch für die nächste Zeit erledigt. Ich mag ja auch die Lage meiner Pension mittendrin und direkt am Meer. Naja, Jammern auf hohem Niveau und nie wieder machen wir etwas ohne schriftliche Bestätigung.
 
Gespannt darf man natürlich sein auf Mugaritz und was mir ansonsten so widerfahren wird. Es ist zwar immer der gleiche Ort, aber jedes Mal passiert trotzdem irgendwas anderes und inspirierendes. Eine für mich sehr spezielle und besondere Zeit. Die Sehnsucht ist jedenfalls groß und die Erinnerungen aus den letzten Sommern wieder sehr stark.
 
Daher gibt es noch ein abschließendes songdish mit we don't believe in ifs von den Emil Bulls. Inspiriert hat mich die Textzeile "... and the river becomes an ocean". Genau das kam als ich das erste Mal hingefahren bin und das erste Mal das Meer gesehen hab. Den Augenblick vergess ich nie im Leben. Pate für den Teller steht das Gericht welches Christian Lohse in "Kitchen Impossible" nachkochen musste, aber ohne Stockfisch. Auch wenn das baskisch wäre, frischer Fisch ist mir lieber.
 
 
Lachs-Tagliatelle/Speck/Krustentier/Tomate/Chili/dekonstruiertes Pesto
 
Die Idee war das Gericht an den Punkt zu bringen wo der Fluss in den Ozean mündet. Das ist für mich natürlich San Sebastian und die Anfahrt durch die Berge ans Meer. Also kommt etwas Speck in die Sauce, frischer Lachs, Krustentierfond, Tomatensauce und etwas Chili-Gewürz.
 
Das Pesto besteht aus gerösteten Pinienkernen, Petersilie und Leinöl. Für mich waren die Produkte einfach zu schade um sie ordinär zu mixen. Ich find das nicht nur optisch gelungener und Parmesan hätt ich zum Fisch eh nicht gebraucht. Ein schönes Gericht ist das geworden. Mal schauen was nach der Reise in meiner Küche auf dem Teller landet.
 
Jetzt kochen erstmal andere. Beispielsweise im AFN und wohin es mich auch immer hinverschlagen wird;-) Leute, lasst es euch gutgehen - ich werd's auf jeden Fall tun! Topa!!!
 
 

KEEP IT REAL

Das neue Itchy-Album ist da! Und ich hätte heut nicht gedacht, daß ich heut gleich ein passendes Gericht raushaue. Aber das ist Kochen, manchmal entsteht das spontan. Echte Produkte, ehrlich gekocht:
 
 
Eismeerforelle/Carbonara/Kaviar/Leinöl
 
Inspiriert ist der Teller eigentlich vom Film übers el Bulli und die Sequenz mit dem family meal dort. Zu sehen ist kurz Fisch mit Pasta. Bei aller Legende, für mich ist so ein Gericht einfach eines der grössten. Sauce mit Zwiebel, Speck, Pilzen und Weißwein angesetzt, etwas Sahne, Butter, Erbse und Tomate. Scharf abgeschmeckt und Gewürz darf auch an den Fisch auf die Fleischseite mit Salz und Baharat. Etwas Forellenkaviar und Leinöl als einfach grundehrliches und tolles Produkt schließen meinen Teller ab.

Kässpätzle

Also irgendwie lässt der Sommer schon etwas zu wünschen übrig. Zu gern würd ich hier mehr vom Grill präsentieren. Aber naja... Zeit für echtes Soulfood! Kässpätzle sind für mich immer ein Stimmungsaufheller. Oder "Späskätzle" wie das Susi nennen würde.
 
 
Meine Kässpätzle bestehen natürlich aus Spätzle (Knöpfle), im Sommer gerne mit frischen Erbsen. Fast immer Petersilie und dreiviertel Bergkäse und einviertel Manchego. Letzteres wird ab und an durch Cheddar ersetzt. Was bei mir bei Spätzle so ziemlich gar nicht fehlen darf ist Schmelze. Wenn dann ersetzt durch ein anderes knuspriges Element wie Speck. Heut gern mal vegetarisch. Ein wenig Tropea-Gsälz drauf. Gekocht mit Äpppelwoi, genauer gesagt Bembel With Care. Also ganz ehrlich - im Essen wars besser als zum Trinken. Bin wohl zu verwöhnt vom baskischen Sidra.
 
Die zweitbesten Kässpätzle nach Dani's Bierkässpätzel:-)

40!!!

Hab das Schwabenalter erreicht... und das mit einem unglaublich wunderschönen Tag gestern. So etwas macht nur "Soulfood Reisen" möglich. Erstmal aber noch vielen Dank an den lieben Kevin. Bei ihm war ich zum Grillen und reinfeiern.
 
Erstmal gehts am Morgen los mit der Abholung durch Dani und Flo. Mein Wunsch war ja ein lässiges Grillen unter uns Brothers. Damit ich selbst jetzt auch zündeln kannn, schenken die Jungs mir das hier:
 
 
Da steht mir dann schonmal das erste Mal das Wasser in den Augen. Was für ein schönes Geschenk! Damit hab ich nicht rechnet... und mit so einigem nicht was noch folgt. Wir starten Richtung Southside, da unser Frank und Frank Eisele dort das ganze Wochenende verweilen. Die Anreise verläuft etwas abenteuerlich, so einfach kann man im Camp jetzt auch keinen besuchen. Aber wir wären nicht wir, wenn wir das nicht schaffen. So lassen wir uns irgendwann mit einem Bierle im Camp nieder.
 
 
 
Der Grill wird angeheizt und feinste Waren sehr gut zubereitet. Ist eigentlich eine glatte Untertreibung. Allein schon das T-Bone-Steak gehört zu den besten Stücken Fleisch dieses Jahr. Wieder mal Augenwasser-Alarm. Was da für mich aufgezogen wird ist wunderschön. Echt ein toller Nachmittag incl. guter Unterhaltung. Irgendwann kommt das Reh zur Begegnung mit dem Grill und nochmal ein tolles Stück Fleisch. So gut gegessen hab ich glaub an meinem Geburtstag noch nie. Und so hat glaub auch noch keiner auf einem Festival gegrillt.
 
 
 
Ein Bendele ist noch übrig und es klappt damit aufs Gelände zu kommen. Das heißt nichts anderes dass ich A Day To Remember sehe! Mit viel Elan spielen die eine wunderschöne Show, einfach nur Wow...
 
Danach wieder ins Camp zur Weltklasse-Currywurst. Während der Garzeit teste ich mal den Scooter. Macht sehr Laune das Teil. Aus meinem Lafer-"komm-mal-ran-du" wird zwar eher ein "geh-mal-weg-da", aber es nimmt keiner Schaden. Auch der schönste Tag geht irgendwann mal zu Ende und wir fahren heim...
 
Von wegen schönster Tag - VIELEN DANK oder auf gut baskisch MILA ESKER an meine Bros!!! So einen Geburtstag darf nicht jeder feiern, alles andere als selbstverständlich, ihr habt mir eine Riesenfreude und eine tolle Zeit beschert! Das vergesse ich euch nie!

besides cooking

Ein langes WE, glücklicherweise mit freiem Freitag für mich. Neben viel Zeit für Kreativität gibt es ja auch noch andere Dinge. Biergartenbesuche, Sonne, Kino und Wandern... was man halt auf der Alb so macht. Von wegen Biergartenbesuch, nicht in der prallen Sonne. Sollte man zwar wissen, passiert aber immer mal wieder...
 
Von wegen Kino... Besuch mit Nici, Susi und Frank in Fluch der Karibik 5. Bin ja großer Fan der Reihe. Ich kann euch sagen - der Besuch lohnt sich! Ohne zuviel verraten zu wollen, die Story ist besser als im vierten Teil und sehr gut umgesetzt. Wirklich kurzweilige und schöne Unterhaltung. Übrigens wird in der Cinebar nicht mit Wacholderbeeren im Drink gegeizt, nächstes Mal nehm ich ein Behältnis dafür mit...
 
Sonntag dann Sonnenschein, bestes Wanderwetter. Da kommt der gute Älbler wieder raus und kramt die Wanderschuhe vor und packt eine Tupperschüssel in den Rucksack.
 
 
Auf und abseits der Traufgänge rund unterwegs in meiner Heimat. Schön ist es bei uns, trotz fehlendem See. Schön war es auch mal auf dem Schönhaldenfelsen, das lasse ich jetzt besser unkommentiert von wegen Calamari im Wald...muss ich ja nicht essen, daheim warten Würstle.
 
Weiter gehts auf die Finnenbahn, die zäume ich eher von hinten auf. Aber dem gutgemeinten Ratschlag folge ich:
 
 
Hat fast von Zen dort. Warum ich immer das Tenside-Shirt zum Wandern anhabe frag ich mich gerade, hat aber keine tiefere Bedeutung. Auf jeden Fall immer wieder gut um den Kopf freizukriegen.
 
 
 
 

I JUST WANNA LIVE

Eine Song-Pizza, mal was anderes! Zu Ehren von Good Charlotte und hier war eher das Video und das Pizza-Kostüm inspirierend.
 
 
Pizza Donosti
 
Für mich heisst die Zeit in Donosti immer Leben, daher kommt der Belag sehr baskisch daher mit Tomatensauce, Chorizo, Petersilie, Spinat, Bergkäse und Manchego.

Good Charlotte @ LKA Stuttgart

Ein kleiner Ausflug ins Städtle mit Dani. Ziel das Good Charlotte Konzert im LKA Stuttgart. Wir danken sehr für die Einladung durch MusicCircus! Ganz geschmeidig rollen wir nach Stuttgart um am LKA Zeuge davon zu werden wieviele Menschen da eigentlich reingehen. Irgendwann ist auch ein Parkplatz gefunden. In der Nähe des Mc Donald's. Bietet sich an da reinzugehen. Ich war da schon Jahre nicht mehr, aber für eine kurze Nahrungsaufnahme tut's es. Und lässt uns die Ansteherei am LKA sparen.
 

Drin ist es recht kuschlig, logisch - ist ja auch ausverkauft. Ein immens hoher Frauenanteil herrscht im Publikum. Mir gefällt es hier jetzt schon. Four Years Strong machen den Auftakt in den Abend und legen ein sehr schönes Konzert hin, sehr strong sozusagen. Nach einer kurzen Pausen entern Good Charlotte die Bühne. Ab da nimmt eine wunderschöne Show ihren Lauf. Die Madden-Zwillinge sind bestens aufgelegt wie der Rest der Band auch. Das Publikum übrigens auch, für Stuttgarter Verhältnisse herrscht Euphorie. Die Songs aus dem neuen Album hören sich toll an, das sollte ich mir noch zulegen. Ganz stark das Finale mit "I Just Wanna Live" und "Lifestyles Of The Rich And Famous". Das lässt keine Wünsche offen, Good Charlotte hat dem LKA einen tollen Montag beschert!

another column about the weekend

Pfingstwochenende! Verschiedene Events stehen an, genug Zeit dafür und für Kochen ist auch vorhanden. Da bietet sich eine Kolumne über das ganze Geschehen an.
 
Erstmal Freitag abend, Treffpunkt Laufen - es scheint sich zu etablieren. Letzte Woche Grizzly und diese Woche unsere Herzle von Electric Love. Da geht die Alterspräsidentschaft der Bros sehr gerne hin. Dieses Mal sehen wir als Vorband "die Zahnfee", die heissen wirklich so. Ich frag mich immer was Menschen bei so einer Namensfindung so denken.
 
Nach der Zahnfee dann Electric Love. Irgendwie klingt der Satz wie "nachm Sandmännle schlafen gehen". Ist aber mitnichten so. Uns macht das jedes Mal Laune die Jungs und Mädels live zu sehen.
 
 
Und Denise hat recht wenn sie meint dass 30 Leute die gscheit mitfeiern besser als 100 gelangweilte. Ich glaub alle Anwesenden hatten Spaß und ich sag einfach nur Danke, Freunde!
 
Am Samstag ist auch mal gar nix. Das und durchwachsenes Wetter schenken Experimentierzeit. Ein neues dish inspiriert von SOMEWHERE IN BETWEEN ist dabei rausgekommen. Und zwar wollt ich mal wieder was zwischen Wien und Modena machen, vorzugsweise natürlich mit heimischen Produkten.
 
 
Lamm/Risi Bisi schwarz/Manchego a la Carbonara/Petersilien-Crumble/Zwiebel-Pulver
 
Risi Bisi, ein Klassiker aus Wien, den ich mit schwarzem Piemont-Reis interpretiere. Eine Creme aus Milch, Sahne, Manchego und Eigelb bilden den saucigen Part. Der Lammrücken wird von Petersilien-Crumble begleitet, abgeschlossen wird mit Zwiebel-Pulver. Ein absolut tolles und stimmiges Gericht zwischen meiner Heimat, Wien und Modena!
 
 
Bei einer imaginären Küchenreise darf das Baskenland auch nicht fehlen. In letzter Zeit ist immer wieder TEMPEST von den Deftones bei mir aufgetaucht. Der Titel erinnert mich an das Wetter auf meiner Reise im Januar und natürlich auch an Meer und Land, also mar y muntanya. An stürmischen Tagen braucht es echtes Essen für die Seele und am besten alles auf einmal:
 
 
Beef-Ravioli/Wolfsbarsch/Kohlrabi/BBQ-Krustentier
 
Inspiriert von Surf N Turf mach ich ein kleines Maultäschle mit etwas Ragu darin. Ein süffiger Fond aus Krustentier mit BBQ-Sauce, Kohlrabi-Gemüse mit Tomate und Kräutern sowie ein Stück Wolfsbarsch sind ein tolles Gericht geworden.
 
Am Abend gewinnt Real Madrid die Champions League. Verdient, aber Buffon kann einem schon leid tun. Darauf noch einen lässigen Wein:
 
 
Ein sehr schöner Zufallstreffer im Rewe... dort einkaufen für Kerstins Geburtstag. Am Pfingstsonntag, an dem gesetzlich kein Bäcker offen hat. Starten wir am Samstag schonmal mit Saucen, Linsen abkochen und Vorteig. Dank dem Wein läufts auch recht flüssig.
 
Sonntag dann Matchday oder besser gesagt kochende Leidenschaft. Der Vorteig ist gut gediehen und weiter gehts mit Weckle backen, so wie mir das Roman gezeigt hat. Dass die Dinger nicht ganz so ausschauen, aber dennoch gelungen sind, werte ich als Erbsenzählerei. Leberkäs kommt auch in zwei Varianten dazu. Der ist eher ein Soufflee, geht nach oben wie ein Biskuit. Also ich glaub verhungern wird heut keiner.
 
 
Einmal Käsekrainer und einmal veredelt eine BBQ-Chili-Paste das Brät. Einen Salat aus Spargel, Rettich, Kohlrabi, jungem Spinat und Bier-Kürbiskernöl-Dressing mach ich ebenso wie eine Steirer Creme und Paprikatopfen. Frank kocht mit mir unser Würstle-Linsen-Gulasch. Der Leberkäs-Express rollt nach Margrethausen.
 
 
 
Im Stüble der Runkelriableweible bauen wir unser Zeug auf. Nach dem Ständle der Gassamöggis Rock N Roll in der Küche. Der Leberkäs läuft irre gut, wir können uns gerade noch die Anschnitte sichern;-) Die Donauwelle mundet auch sehr. Haben wir Grundlage um an die Bar zu gehen. Wirklich ein sehr schönes Festle, bis in die Morgenstunden gefällts mir bei tollen Getränken sehr gut. Danke nochmal an der Stelle!
 
Ihr könnt euch denken dass der Pfingstmontag danach etwas ruhiger verläuft. War ein pfeilstarkes Pfingstwochenende, Grüße an alle Beteiligten!
 
 
 
 
 

FEITICEIRA

Deftones aufm Teller... I'm her new cool meat! Feiticeira ist portugiesisch und bedeutet soviel wie Zauber. So ging es mir beim Verkosten vom PX-Essig von Gegenbauer. Um diesem eine besondere Bühne zu bieten entstand dieser Hauptgang:
 
 
2 x Rinderfilet/Brezel-Burrito/Duxelles/PX-Essig
 
Für das "cool meat" gibt es ein Tatar vom Rinderfilet, angemacht mit Petersilie und dem Essig. Der kommt auch in die Pfefferrahm-Sauce mit Rinderfond und Pilzabschnitten. Ein Burrito mit einer Fülle aus Brezel, Majoran und Topfen wird gerollt und im Backofen gegart. Das zweite meat kommt medium gebraten auf den Teller.
 
Soon this all will be over... ein schöner Gang bevor es zum Dessert geht.
 
 

Vienna Calling, pt. V

Was soll man einem Abreisetag denn so schreiben? Beispielsweise das was man morgens noch so anstellen kann und welche Hindernisse auf einen warten können. Das Aufstehen ist es heute nicht. Fit zum Frühstück und zum Käsekrainer am Hohen Markt. Auch sehr empfehlenswert...
 
Beim Kameel hab ich noch die Patisserie entdeckt. Gibt es zum Mitnehmen und vor Ort Genießen. Letzteres bedarf etwas Kommunikation. "Gehen sie in unsere Bar...", "klar, bringt der Kellner" bevor der Kellner in der Bar meint "dass es das so nicht gibt. Ein klärendes Gespräch beschert mir jedoch eine Melange und dieses herrliche Glas:
 
 
Sachertorte mal anders. Ein sehr schöner süsser Abschluss.
 
Weiter geht es ums Eck zu Babette's. Am Samstag hab ich mir ein Buch reservieren lassen um es dann abzuholen. Ich blicke in ein freundliches, aber sehr erstauntes Gesicht. Keine Spur von der Bestellung und so seh ich mich schon ohne Buch heimreisen. Bevor ich an der Buchhandlung Leporello vorbeikomme und die das vorrätig haben.
 
 
Im Meinl am Graben erblicke ich noch das größte Sortiment an Almdudler, was ich je gesehen habe. Überhaupt ist der Laden eine Kulinarik-Bastion. Zwei Stockwerke mit allem was man so möchte.
 
Schweren Herzens kommt die Rückreise... ich sag mit einem kleinen Spaziergang baba Wien. Fahre auf den Flughafen und was mir neu ist, daß man jetzt dort beim Einchecken auch gleich noch die Gepäckbanderole selbst druckt, befestigt und aufgibt. Das wird nur noch überwacht von einer Dame die gleich mal feststellt, daß meine Banderole sehr unprofessionell sitzt. Irgendwie vermisse ich die Zeiten an denen man einfach an den Schalter ist und nix gemacht hat wie den Ausweis zeigen, den Koffer aufs Band zu stellen und sich einen guten Flug wünschen zu lassen.
 
Eine abermals tolle Reise in "mein" Wien, ich nehm neben Produkten und Buch viele tolle Erlebnisse mit. Danke an alle Beteiligten für diesen Trip!
 

Vienna Calling, pt. IV

Mit meiner Vermutung des Hungergefühls am frühen Sonntag lag ich richtig. Hab geschlafen wie ein Engele und wache bei schönem Wetter gemütlich am Rennweg auf. Ums Eck ist ja das Belvedere was einen schönen Spaziergang in die Stadt bietet, incl. Ausblick auf Wien.
 
 
Das Festival geht noch bis mittag, also hurtig nochmal hin. Heute Kürbiskern-Krainer mit anschließenden Pinzgauer Kässpätzle. Da darf man ruhig nochmal seufzen. Auch weil es ja leider vorbei ist, aber es gibt ja in Wien noch so einiges.
 
 
Als alter Romantiker fahr ich mal wieder ans Schloss Schönbrunn mit dem Ziel dieses Mal die Gloriette zu erklimmen. Das Wetter hält obwohl es nicht so ausschaut. Schenkt aber einen coolen Hintergrund für Fotos. Ein sehr lohnender Ausflug. Und was ist das bitte für ein geiles Bild geworden:
 
 
Deswegen heisst das wohl Schönbrunn. Wieder zurück in der Stadt macht sich wieder der nächste Gusto breit. Auf solchen Reisen bin ich schon ein toller Konsument. Das Ziel der Begierde ist ein Schnitzel. Vorbei an der Hofburg schau ich mal zum schwarzen Kameel. Dort pass ich allerdings garantiert nicht zum sonstigen Klientel.
 
 
Also klassisch Plachutta, dieses Mal an der Wollzeile. Schön platziert wird man dort und mir ist das herrlich egal, ob das jetzt "touristisch" ist. Die können dort ein tolles Schnitzel und schöne Desserts.
 
 
Der Sonntag wird am Donaukanal beschlossen. Strandbar Herrmann, es gefällt mir bei einem Ottakringer einfach sehr gut dort. Sehr chillig, genau richtig für einen ruhigen Abend.
 
 

Vienna Calling, pt. III

Samstag morgen - richtig gelesen - MORGEN! Erfolgreiche Teilnahme am Frühstück und kurz mal dabei überlegen was ich heute so unternehme. Sicher hat es irgendwas mit Essen zu tun. Und Shopping... das ganze nennt man dann food-shopping. An Klamotten find ich nämlich nix...
 
Dafür find ich am Stand mit Salzburger Genuss einen Bierkäsekrainer. Es wird hier immer noch schöner. Wie ihr lest ich befinde mich wieder auf dem Festival. Denn ich muss einfach so ein Glas Wachauer Marillenmarmelade haben. Die geht seit dem Verkosten mir nicht so ganz aus dem Kopf. Diverse andere Produkte landen auch im Rucksack. Unter anderem Öl von Georg, welcher ein total lässiger Typ ist.
 
Zwischendurch geht es mal auf den Karmelitermarkt im 2. Bezirk und noch auf den Naschmarkt. Hier beherrsche ich mich ausnahmsweise, weil ich nach Abladen der Einkäufe wieder mein Lieblingsfestival beehre. Kärnter Kasnudel will auch noch probiert sein. Und Wiener Schnecken... herrlich ist das hier. Überhaupt sind die ganzen Leute hier chillig und verzeihen mir mein Wortspiel bei der Diskussion übers Warten am Weinstand mit "man kann sich auch anstellen".
 
 
Es ist eine wahre Freude hier mittendrin zu sein. Hab ich schon erwähnt dass es auch tolle Weine gibt? Macht irre Spass mit einem guten Gläsle hier rumzuschlendern. Das ist sehr kurzweilig und schnell ist es wieder Abend. Samstag Abend - Petz im Gusshaus! Ist ebenfalls viel zu lange her. Die Wiedersehensfreude ist groß, wie mein Hunger auch.
 
 
Los geht es mit dieser Legende - Vitello Dorschato. Weiter mit Rotbarberl, Fregola Sarda und Pimientos. Der Fisch geht so gut von der Gräte. Dann eine Pasta mit Artischocken-Fond und Schwertmuschel. Bevor es Cevapcici mit Letscho und türkischen Pfefferoni gibt. Dann erreicht dieser Teller den Tisch:
 
 
Wiener Bruckfleisch - bisher der Teller des Jahres! Unglaublich gut! Über den ist man selbst bei Rinderfilet, Morcheln und gefülltem Palatschinken noch fasziniert. Eine Dessertvariation mit Topfenknödel, Marillenpalatschinken und Tarte Tatin sowie ein Kirschsorbet mit Wodka beschließen einen abermals großen Abend hier in einem meiner absoluten Lieblingsrestaurants. Der Christian beherrscht einfach dieses Handwerk und diese Küche virtuos.
 
Anschließend geht es noch auf Tour, immerhin ist ja Samstag und wie gesagt, das Frühstück kenn ich ja schon. Bin mir sicher, daß ich nach dem Tag morgens noch keinen Hunger hab.
 
 
 

Vienna Calling, pt. II

3. Bezirk, Frühstück im Enziana... das kenne ich ja bereits und verschlafe es einfach mal. Es wird eher das "Tag-danach-Gedeck", hier wird das Bier zum Käsekrainer durch Almdudler getauscht. Für einen Kater hab ich eigentlich keine Zeit. Denn heute fängt das Genuss-Festival im Stadtpark an, welches ich erstmal kurz besuchen will. Verschiedene Gastronomie und Produktion aus den ganzen österreichischen Bundesländern präsentieren sich mitten in Wien.
 
 
Daher ist das mit dem "kurz vorbeischauen" so ne Sache... ich bin baff und überfordert. Eine tolle und stimmungsvolle Veranstaltung. Den Zeitpunkt der Reise hab ich gut erwischt. Ich flaniere mehrere Runden mit Sensationsgier durch den Park. Variationen vom Wildschwein-Leberkäs aus dem Burgenland ist das erste Highlight. Hierher sollte man eigentlich zu mehreren, daß man mehr probieren kann. Aber ich geb mein bestes...
 
Kärnten als Weinbaugebiet war mir auch neu. Ein sehr schönes Tröpfle... ich muss mich echt beherrschen. Denn am Freitagabend geh ich mit der lieben Sara ins Kitch - Grill & Bar by Juan Amador. Ein lässiges Dining-Konzept...
 
 
...denn wir finden dass die Bar urcool eingerichtet ist. Schlicht, dennoch ein sehr gemütliches Ambiente. Bei Wiener Pizza, Alpenlachs, Wildkräutersalat und Burger lassen wir es uns gutgehen. Und was unter der Regie von Amador für ein Burger entsteht ist sehr formidable. Wie auch die Fries dazu und die BBQ-Sauce. Uns gefällt das gebotene sehr gut, sehr schicker Freitag-Abend! An diesem gehts auch mal früher ins Bett...
 
 
 

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