Wien, Genuss-Festival pt. IV

Es ist Samstag und der zweite Festival Tag. Heute esse ich ausschliesslich hier. Keine Restaurant Reservierung und die braucht es bei dem Angebot nicht. Das schaff ich allein gar nicht alles. Gehen wir halt so vernünftig wie möglich vor. Als ob das vernünftig wird heute. Überall tolles Essen mit gutem Wein und schöne Produkte. Man könnte meinen ich hätte das erfunden hier;-)
 
 
 
Das Wetter ist top und wertet das ganze natürlich auf. Das hat einfach Flair und mir taugt es gut gelaunte Leute in dem Ambiente zu sehen. Essen und Genuss bildet Kommunikation, bspw. über den Genuss von Schnecken (top!!!). Es ist fast wie beim Pintxo Hopping, nur nicht in San Sebastian, sondern im schönen Stadtpark. Schweinsbackerl gibt es auch, fast schon baskische Anmutung hier. Der Samstag läuft hier so schön vor sich hin, es ist mir ein inneres Festival.
 

Abends geh ich ins Adria auf ein Bier und schau zufrieden auf die Donau. Bevor mich Umstände in den Club Camera führen. Dort macht mir eine obenrum mit Bodypainting bekleidete Dame ein Kompliment wegen meiner Schuhe. Ich kann nichts erwidern (was denn auch... schönes Oberteil???) und drinnen bin ich auch sprachlos so skurril ist das. Mir ist das alles zu abgedreht und als es noch Glitzer auf mich regnet geh ich heim.
 

Daran muss ich Sonntag auch noch kurz staunend denken bevor es nach Melange zu einer letzten Runde in den Park geht. Dort gibt es noch u.a. Kaspressknödel, mit Salat und steirischem Zaziki, das macht nochmal Laune.
 

Wien, es war super bei dir... ob MAST, Petz, Festival und mit all den tollen Menschen - DANKE! Warum das immer "Mission trächtiger Biber" heißt, liegt auf der Hand. Aber das war es wert!

Wien, Genuss-Festival pt. III

Freitag früh, genau früh und ich geh strahlend zum Naschmarkt und dort zu NENI auf ein Shakshuka. Der Hans Neuner Gedächtnisteller ist ein guter Start in den Tag. Das Festival beginnt heute, ich hab einen Rucksack dabei und dreh meine erste Runde. Mit Ausflügen nach Pannonien und Kärnten. Ich finds einfach toll daß hier alle Bundesländer vertreten sind.
 
 
 

Die Veranstaltung ist wirklich toll und Georg ist auch wieder da. Er hat super, ehrliche Öle und ist so ein guter Typ. Macht echt Spass seinen Ausführungen zuzuhören. Natürlich nehm ich Öl und viel anderes mit. Unter anderem zig Kalorien, heute muss ich mich zurückhalten denn abends ist Petz Besuch.
 

Mein Highlight ist das Lamm-Laksa mit Nudeln. Zu Christian geh ich einfach gern. Das weiss der geneigte Leser. Von seiner Küche genug zu kriegen ist schwer. Dennoch gut gesättigt geh ich im Anschluss zu AtR. Dort ist jetzt nicht soviel los, aber im kleinen Raum läuft gute Musik wenn auch Rammstein lastig. Allerdings geht's heut nicht lang was in Anbetracht des heute konsumierten Wein und Bier nicht weiter tragisch ist.

Wien, Genuss-Festival pt. II

Tag 2, Feiertag und da ist es in Wien beschaulicher. Kaiserwetter und das nutze ich für einen Ausflug nach Schönbrunn. Nach einem Käsekrainer beim Bitzinger am Prater, Frühstücks-Kulisse Riesenrad.
 
 
Das ist immer wieder schön am Schloss und an der Gloriette und ich teste den Apfelstrudel im Cafe Residenz. Der Kellner fragt mich ob ich der Kaiser bin weil ich seinen Platz gewählt habe. Endlich erkennt jemand mein Potenzial!
 
 
 
 

Danach geh ich an den Donaukanal und hoppe den Bars entlang. Eigentlich wollte ich eine Schifffahrt machen aber bei den Preisen entscheide ich mich für Bier und das Tel Aviv und probier Hamshuka, echt der Hammer. Das bildet die Vorspeise, denn Schnitzel Tasting ist heute im Gasthaus Pöschl mit anschliessendem Othello im Hemd. Ein schönes Wiener Wirtshaus in dem sehr gut essen gehen kann.
 

Danach zieht es zu, wie wenn einer das Licht ausgeknipst hat. Ich wollte eh früh schlafen, so halt noch früher.

Wien, Genuss-Festival pt. I

Wien, Mai, Genuss Festival! Ich fand's letztes Jahr super und schon lang plane ich ein langes Wochenende in Wien. Das fängt Mittwoch an, ganz ungewohnt mit Abflug mittags. Kommt man auch mal ausgeschlafen an und startet quasi sein eigenes Genuss-Festival in extended version.

Am Check In "Wien, kein Weiterflug?"; meine Antwort BLOSS NICHT. Was ich mir dabei denke, wohl eher nichts. Auf dem Kopfhörer Man Or Mouse, manche können mit hands up, hands up, everybody sing weniger was anfangen. Aber ich bin gut gelaunt. Am Gate treffe ich einen Schauspieler und mir fällt der Name erst später ein. Ich bin so ein schlechter Cineast. Mark Keller - guter Typ und fotogen:
 

In Wien angekommen ist Kaiserzeit gefolgt von Wiener Eiskaffee im Landtmann (super). Gefolgt vom Marchfelder Tag am Hof und Bier gibt es hier auch. Zwei Stunden unterwegs und schon das Glas in der Hand. Es ist wieder ein schönes Flanieren durch die City mit ein bissle Shopping bevor der Abend schnell naht.
 
 

Der steht im Zeichen von Essen im MAST Weinbistro. Ein toller, detailverliebter Laden, das Essen ist super, mein Highlight ist das Ceviche und das geschmorte Lamm. Das Chefs Choice hat sich gelohnt, kann ich echt empfehlen. Das ist so gut da mit einem coolen Service.
 
 

Danach geh ich das erste Mal ins Loos auf einen Gin Tonic mit Gurke und Pfeffer. Der ist so gut, ich nehm einen zweiten und Pfeffer ist auch auf der Rechnung. Woanders schwanke ich für den Preis lallend aus der Bar. Am U4 ist die Schlange so enorm, also Rückwärtsgang in die City und ich lande im Platzhirsch. Sehr gute Wahl, denn bei 80ern und guter Gesellschaft werd ich zum Tanzbär bis in die frühen Morgenstunden.
 

Sonntag

Sonntag schönes Wetter, da kann man mal was ausserhalb der Küche unternehmen. Bux und Samu von Grizzly beehren den Tailfinger Bikepark. Also führt mein Spaziergang ins Schalkental. Cool mit den Jungs da Sonntag mittag ein Bier zu trinken, Zoller Zwickl ist gar nicht so übel. Grasweckle gibt's auch, hab mir erklären lassen weil da Ruccola drauf ist. Lustig war's!

Wer hätte es gedacht?

Was für eine Woche, es ist schon Mai in den wir kulinarisch reingetanzt sind. Und wär hätte es gedacht? Dann erreicht LFC tatsächlich das Champions League Finale und es erscheint die neue Parkway Drive. Aber mal eines nach dem anderen.

Nach der Küchenparty bin ich immens happy und stolz über das was wir da gemacht haben. Wir sind ansonsten eher in den Rockclubs unterwegs und da "konkurrenzlos". Es war eine tolle Erfahrung auf einer Veranstaltung mit lauter Könnern dabei zu sein - mit eigenem Gericht. Das ist in Kooperation mit der Speisemeisterei entstanden und bei der Einladung hätte ich nicht gedacht wie der Teller am Schluß jetzt ausgesehen hat.

Was ich auch nicht gedacht hätte daß mein Lieblingsverein es tatsächlich nach Kiev geschafft hat. Lads, das war eine tolle Leistung, auch wenn ihr es immer wieder spannend macht. Aber das geht wohl nicht anders wenn man großes erreichen will. Ich freu mich auf den 26. Mai gegen Real. Das könnte was werden!

Den Wochenendauftakt bildet auch etwas, was man so nicht erwartet hat mit Reverence von Parkway Drive. Dem Metalcore entwachsen, das hat Winston recht treffend beschrieben. An den melodiösen Gesang muss man sich mal erst gewöhnen. Mehr nach genauem Hinhören, vielleicht auch kulinarisch...

Heavy Metal Vienna, Addicted To Rock

Früh ins Bett heißt nicht immer früh aufstehen. Ob die im Hotel irgendwo Schlafmohn in der Matratze deponiert haben? Am späteren Morgen bin ich wach und das nächste Ziel ist der scharfe Rene. Das ist doch immer wieder "Würstl Impossible", denn egal wann ich da hingehe, der hat immer zu. Hungrig bleibe ich nicht weil der Naschmarkt ansteht. Dort neu eröffnet hat eine Filiale vom Rinderwahn.
 
 
 
Den Burger find ich gut, Getränke kann man sich nachschenken, sehr schick. Auf solchen Märkten könnte ich mich ja stundenlang aufhalten. Das mach ich auch! Beispielsweise an meinem Lieblings-Gewürzstand. Das wird ein Balanceakt:
 
 
Ich glaub ich kauf Gewürze wie Frauen Schuhe, beim Gegenbauer beherrsche ich ich ausnahmsweise mal. Am Karlsplatz vorbei geh ich ins Cafe Mozart. Heut bin ich mal abenteuerlustig und mach mal was anders. Ich bestell einen großen Braunen, einfach so. Irgendwann muss man sich mit den Kaffezubereitungen ja mal auskennen. Über den Graben geht es wieder an die Donau. Gegenüber vom Flex liegt der Würstlstand hier:
 
 
 
Das nächste Experiment, heut kein Käsekrainer, sondern eine Kaiserwurst - getrüffelt und formidabel. Die Bude macht richtig Spaß, tolle Auswahl und avanciert zum Lieblings-Würstlstand. Das nächste Mal bestimmt mehr davon. Ein super Tipp vom Achim, danke dafür! Am Kanal wieder ein Aufenthalt vorm Adria, es ist Freitag und man merkt das am launigen Ambiente.
 
Was auch immer ein Fixstern in Wien ist, zumindest bei mir, Petz im Gußhaus. Das ist immer wieder eine Freude dort einzulaufen.
 
 
Was ich an Christians Küche immer wieder schätze ist die Einfachheit und er schmeckt einfach so mutig ab, immer hart an der Grenze, aber geil. Das ist immer wieder so berückend. Heute bildet eine Sommerolle den Auftakt. Praktisch, spart man sich den Gang ins Mochi.
 
 
 
 
Saibling mit Spinatspätzle und Fisolen und Marchfelder Spargel mit Kartoffeln, Lachsschinken und Bärlauch-Holli, so einfach und sooo gut. Richtig witzig ist der Gang hier:
 
 
Fiaker-Kutteln, noch mehr Wien geht eigentlich nicht. Kutteln wie ein Gulasch abgeschmeckt und einen schönen, kleinen Gang draus gemacht. Dann noch ein Entrecote mit grünem Spargel, Morcheln und Kartoffelgratin. Das ist so klassisch und ein echtes Lieblingsgericht. Die Unterhaltung kommt nicht zu kurz. Ob mit dem Service, einem Gast die mir den finsteren Stern empfiehlt oder mit Christian welcher mich zum "riesengeilen" Brunnenmarkt schickt. Fürs nächste Mal merken...
 
So und jetzt folgt der zweite rockige Abend. Ich freu mich schon lang auf ein weiteres Mal Addicted To Rock. Warum ich da nicht schon bei meinen früheren Besuchen hin bin... egal, Hauptsache ich bin jetzt da, schnapp mir ein Ottakringer und los gehts.
 
 
Michael aus Zell am See, derzeit in Wien wohnhaft, ist auch allein da. Ein guter Typ mit dem man den Abend hier gestalten kann und gemeinsam lernen wir einen Haufen toller Leute kennen. Mir taugt es wieder hier, gute Musik und die Frauenwelt ist sehr hübsch anzusehen. Zu coolen Tracks wird getanzt, getrunken, sich unterhalten, bis in die frühen Morgenstunden. Ein sauguter Abend!
 
Die Nacht wird zwar kurz, aber das wars wert. Vor dem Heimflug eine kleine Runde durch die Stadt, natürlich incl. Käsekrainer. Die Reise war wirklich sehr bereichernd, gaulstark! Danke an alle Beteiligten!
 
 

Heavy Metal Vienna, Machine Head

Wien steht wieder auf dem Reiseplan, dieses Mal wird es sehr Heavy Metal! Zwei Abende voller Rock, Punk und Metal warten darauf von mir besucht zu werden. Dazwischen warten diverse Fresstempel ebenfalls auf meinen Besuch. Gut, ob die jetzt alle auf mich warten ist vielleicht nicht so, ich geh trotzdem hin.
 
Los gehts sinnigerweise mit der Anreise. Dafür steh ich sehr früh auf, da unter der Woche auf der Strecke zum Flughafen mehr los ist. Läuft dennoch geschmeidig und überpünktlich steh ich beim Check-In. Dieses Mal ohne blöden Spruch, ich bin mir sicher auf der Reise erledige ich den auch noch.
 
 
Also, hinfliegen, Flughafen-Selfie und ab in die City. Das Ticket fürs Konzert gilt auch für öffentliche Verkehrsmittel, für wie lang und wie genau - naja, darüber informiere ich mich mal nicht und im Notfall spiel ich den Bonus des doofen Touristen aus. Dieses Mal geht es an den Praterstern für mein Domizil. Der nächste Weg führt erstmal mit der Bahn Richtung Salzburg in die Stadt. Sehr bequeme Sitze hat der Zug, ich muss aufpassen nicht einzupennen, sonst wach ich in Salzburg erst wieder auf. Irgendwann verfasse ich noch den Guide "die 100 schönsten Wege vom Flughafen in die Stadt", weil es gefühlt jedesmal anders verläuft.
 
 
Regelmässige Leser wissen dass es erstmal um die Wurst geht, also den Käsekrainer. Die Stiegl-Dose passt hervorragend dazu und lässt sich mit auf den Weg nehmen. Donnerstag mittag in Wien mit der Hüsn durch die Stadt flanieren. Herrliches Wetter hab ich übrigens, die ganze Zeit über sommerliche Temperaturen. So gefällt mir Wien noch besser. Wien-Marathon ist auch wieder, das erschwert etwas den City-Walk, dieses Mal bin ich wenigstens nicht so mittendrin wie letztes Mal.
 
 
Irgendwann ist die Dose leer, genau in dem Moment, in dem ich am Cafe Landtmann vorbeikomme. Vorbei ist relativ, natürlich gibt es eine Melange und eine Sachertorte. Und die ist um Längen besser als im gleichnamigen Hotel.
 
 
 
Die Runde führt an den Donaukanal, an dem ich irre gern bin bei solchem Wetter. Am liebsten im Adria oder der Strandbar Herrmann. Heute Adria mit einem weiteren Bier. Nach dem muss ich aufpassen dass ich nicht in den Kanal latsche. Kurzes Frischmachen im Hotel und mein Progamm des heutigen Tages geht weiter. Und zwar hiermit:
 
 
 
Meissl & Schadn find ich einen tollen Laden. Richtig klasse mit den Assieten, die man vorab wählen kann. Das Sasak ist toll, ebenso der gesulzte Tafelspitz als kleiner Gugelhupf, witzige Idee. Dort wird auch Schnitzel Love proklamiert und es ist wirklich super:
 
 
Es gibt so drei Dinge, was pro Reise sein muss... Käsekrainer, Melange und Schnitzel. Alles erledigt mit dem heutigen Nachmittag der jetzt in den Abend mit Machine Head mündet. Ich mach mich auf ins Gasometer. Das ist ein riesiges Gelände, ich find erstmal die Halle nicht. Dafür das Einkaufszentrum und einen Spar mit günstigem Ottakringer. So lässt es sich hervorragend auf den Einlass warten.
 
Drin find ich das Venue sehr schön. Es gibt eine Lounge mit Sofas und die Konzerthalle selbst ist sehr breit. Nach und nach findet sich das Publikum ein und um halb neun dann Machine Head, welche mit Imperium anfangen, mit Volatile weitermachen und dann Now We Die nachlegen. Die ersten drei Songs also ein prächtiger Einstieg. Beautiful Mouring ist so unfassbar gut vorgetragen. Hier werden echt keine Gefangenen gemacht.
 
 
Robb Flynn hat jetzt keinen riesigen Aktionsradius, dafür jedoch Charisma, der Typ hat alles im Griff. Sorry wenn ich damit die gut spielenden Bandmitglieder jetzt etwas aussen vor lasse. Robb ist allerdings so cheffig, den find ich legendär. Er macht eine Ansage wie sie am Vortag in Wien rumgelaufen sind und Bier getrunken haben. Die pflegen den gleichen lifestyle wie ich! Die Ansage geht weiter mit einer Ausführungen über die Liebe zur Musik und er hat sowas von recht. Das anschließende Darkness Within ist einer Gänsehaut würdig. Wie auch das folgende Catharsis. Was die hier in den knapp drei Stunden abreissen, das ist unglaublich. Locust, Davidian, Exhale The Vile (!), Game Over (!!) und das abschließende Halo sind Highlights eines tollen Abends mit den Kaliforniern, die hinterlassen ein erfreutes Publikum. Das geht die ganze Zeit übrigens hervorragend mit. Ich bin froh dass ich mir die Show hier anschaue, ich bin absolut happy!
 
 
Danach führt der Weg noch ins Loco, was man sich eigentlich immer mehr sparen kann. Das liegt u.a. daran, daß der Cuba Libre schonmal besser war. Kommt man schon früher und nüchterner ins Bett als zu den guten Zeiten, guts Nächtle.

Machine Head, Wien, excellent!

Was ist das bitte für ein April?! Gleich am ersten des Monats die großartigen Blackyz, die Woche drauf zweimal Metallica in Stuttgart. Bevor steht mir diese Woche Machine Head. Endlich darf ich mal ins Gasometer. Ich besuch ja gerne Konzerte im Ausland. Das ist irgendwie anders als bei uns, fragt mich nicht warum. Vermutlich auch deswegen weil man eben nicht im gewohnten Umfeld ist.
 
Die Band hab ich das letzte Mal tatsächlich zusammen mit Metallica gesehen. Damals waren die Herren als Vorband da. Damals mit stolzen sechs Songs, davon war einer noch ein Cover. Genug des Lästerns... mit dabei war ein großartiges HALO, was hoff ich doch wieder mit dabei sein wird. Seit dem letzten Mal hat der Bassist gewechselt und drei großartige Alben gingen ins Land. Das wird richtig Heavy Metal!
 
Mit auf dem Deppenzettel stehen natürlich Petz und Addicted To Rock, ein vielversprechender Freitag. Dieses Mal muss ich mir auch nicht überlegen welches Gesicht ich beim Verlassen des Hotels aufsetze, weil es mir aufgrund der Temperaturen stehenbleiben könnte.
 
P.S.: "Preiselbeeren zum Schnitzel?" - "BLOSS NICHT!"

halo on fire

HALO ON FIRE
the midnight knows it well
fast, is desire
creates another hell
 
 
Vor über einem Jahr hab ich dazu ein dish gemacht und es jetzt wieder neu aufgelegt. Logisch, der Song war einer der Gänsehaut Momente und das gleich zweimal. Ich habs mir sehr gewünscht den wenigstens einmal live zu hören. Den Charakter eines Würstlgericht hab ich beibehalten und es mit der "Heiligkeit" der Currywurst über- und ins baskische getrieben. Ganz nach meinem Stil - Crossover aus Wiener und baskischer Küche:
 
 
Salsiccia/Bohnen-Curry/Kartoffel, Knoblauch, Petersilie crujiente/Senf-Cocktail
 
Für das Bohnencurry nehm ich Zwiebel, Karotte, Wachtelbohnen, Tomatenfond und -sauce sowie Purple Curry, Schwarzkümmel und einige Zweige Estragon und Petersilie. Lila Kartoffel wird gehobelt, gewässert, abgeseiht und frittiert. Ebenso wie Knoblauch und Petersilie, welche ich kleinhacke. Schwarze Senfkörner werden mit Rotweinessig und Rhabarbersaft weichgekocht, danach mit Joghurt, englischem Senf, Sahne-Kren und Rhabarber-BBQ verrührt. Eine gute Salsiccia als Remminiszenz an die baskischen Streedfood-Griller und los gehts aufm Teller. Flankiert mit Chimmichurriöl kulinarische Grüße an Metallica.

METALLICA

Endlich wieder Metallica, das letzte Mal war 2009, also schon einige Zeit her. Schön dass die ganze Soulfood Brothers Bande am Start ist. Mit mir am Steuer. Das heißt ich sammel die Jungs ein. Übrigens lieb ich ja den Frühling wenn es schön warm ist. Erstmal eine CD von Kaotiko rein, Fenster runter und dann am Standesamt mit "Psycho" in erhöhter Lautstärke an einer Hochzeitsgesellschaft vorbei. Aufwertung des Events => Check, ich hoff es gab gutes Essen.
 
 
Wir fahren also nach Stuttgart und rätseln ob wir ÖPNV nehmen sollen oder zum Schlachthof fahren. Nein, nicht zum Einkaufen, sondern zum Parken. Wir entscheiden uns für das und es läuft erstaunlich gut. Liegt auch daran dass wir irre früh dran sind. Wir nehmen vor der Halle platz, schwelgen in Anekdoten über Metallica und freuen uns aufs Konzert.
 
 
Drin suchen wir uns ein schönes Plätzle, die Bühne ist gegenüber vergangenen Touren recht klein. Wir sind dank unserer frühen Ankunft weit vorne, was die Freude noch steigert. Irgendwann entern dann Kvelertak als Support die Bühne. Der Sänger erscheint mit einem Uhu auf dem Kopf. Das Set von denen war recht gut, ich würd mir allerdings trotzdem keine CD kaufen. Warum Metallica Support brauchen werde ich auch nie so ganz verstehen.
 
Püntklich um neun das bekannte Intro, Gänsehaut und vier für mich lebende Legende beginnen mit Hardwired und haben die Halle augenblicklich im Griff. Für das Konzert könnte ich mit Superlativen nur so um mich werfen, die beweisen einfach warum sie ihre ganz eigene Liga sind!
 
 
Nach Atlas, Rise kommt Seek & Destroy, was für ein Einstieg. Die erste Überraschung folgt mit Motorbreath, die nächste gleich danach mit Fade To Black. Die Setlist bewegt sich zwischen aktuellen Songs und alten Klassikern, ich fühle mich 20 Jahre jünger, eines der Mikrophone steht vor uns, Garant die Jungs aus nächster Nähe zu sehen. Mein Highlight ist Halo On Fire, schön dass es mit dabei war. Zwischendurch bauen Kirk und Rob Notenständer auf und stimmen "Marmor, Stein & Eisen bricht" an. Ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll. Mit weiteren Krachern geht die Show weiter und die Reisegruppe laut & lecker hat immens Spaß was die Schwärmerei auf der Heimfahrt bestätigt.
 
Plektren haben wir auch, die Band wirft die Dinger wie Kamellen zum Schluß in die Menge. Ich bin für eines so schnell auf dem Boden der Schleyerhalle, wenn das Jogi Löw gesehen hätte... so schnell sind Neuer oder ter Stegen nicht auf der Linie.
 
Ihr könnt euch denken, daß die Show Inspiration für ein neues songdish von mir war. Mit ATLAS, RISE! wollte ich mexikanische Küche nach Wien holen:
 
 
Taco/Chorizo/Gurkerl/Dirndl-Radiesle/Guacamole
 
Weil ich eh von KAOS noch Tacos hatte bietet es sich ein eine Metallica Version zu machen. Da die Jungs gern mexikanisch essen lag das auch nahe. Also gibt es Radiesle in Dirndl-Essig mariniert, Essiggurke, Chorizo, etwas Frühlauch-Grün und eine Guacamole mit Estragon und Estragon-Senf.
 
Wo wir gerade bei Wien sind, für FIGHT FIRE WITH FIRE mach ich ein Gericht das sich Wien & noch mehr Wien nennt, etwas im Stil vom Steirereck:
 
 
Kaspressknödel mit Schwarzkümmel/Wiener Salsa/Rhabarber-BBQ
 
Kaspressknödel sind stets ein Garant für ein Lieblingsgericht, einen Klassiker wie der Song eben auch. In den Knödel hier kommt noch Schwarzkümmel vom Naschmarkt. Die Wiener Salsa besteht aus Essiggurke, Radiesle, Dirndl-Essig, Kren, Estragonsenf und Olivenöl. Für die BBQ-Sauce nehm ich Rhabarber, Rhabarsaft und reduzier das ein, abgeschmeckt mit Worcestershiresauce. Das Topping kommt mit Haselnuss-Schmelze und Radiesle-Kresse.
 
In der Trilogie über kleine Gerichte über lebende Legenden darf ein Dessert nicht fehlen. Ich wollt schon lang mal was zu ENTER SANDMAN machen. Was mit "Sand" und ein Betthupferl bietet sich an. Da wir nach der Show alle unisono mit Cola angestossen haben war das inspirierend für dieses Postre im Stil vom A Fuego Negro:
 
 
Cola/Mandel/Mohn/Passionsfrucht
 
Den Sockel bildet ein Mousse aus Cola und Mandel. Darauf kommt der Sand, in dem Fall ein feiner Mohn-Crumble. Das Topping ist ein Granite aus Passionsfrucht und Buttermilch.
 
Da ich ja zur Übertreibung neige und Metallica gleich zweimal in Stuttgart spielen... dann geh ich auch zum zweiten Konzert. Wenn ich mir die Karte nicht geholt hätte, ich kenn mich - da hätte ich mich selber nicht für leiden können. Ein Montag auf den man sich freuen kann!
 
Am Montag kurz arbeiten, mittags frei und nach einem "Atlas, Rise" ab nach Stuttgart. Der Verkehr lässt ein baldiges Ankommen eher weniger zu. Unzeit, zu früh zur Halle, zu spät für Unternehmungen, also essen! Die Fritty Bar eignet sich hervorragend dafür, belgische Pommes mit einer Currywurst. Dann kann man auch der Halle das Prozedere sehr entspannt ertragen. Ich find das gut mit personalisierten Tickets im übrigen.
 
Drin flanieren und dann Kvelertak, ihr wisst Mr. Sekundenkleber mit dem Uhu auf dem Kopf. Die gefallen mir besser wie am Samstag und machen die Rolle als Einheizer sehr gut.
 
 
Wieder um neun Ecstasy Of Gold, Gänsehaut und die ersten drei Songs sind die gleichen. Kann man machen mit so einem Einstieg. Danach Hit The Lights und The Unforgiven! 22 Jahre wart ich drauf den mal zu hören und das ist geil! Nach dem wieder unglaublich guten Halo On Fire dann heute zum Thema Schlager Major Tom von Peter Schilling von Rob & Kirk.
 
 
Zum zweiten Mal überhaupt und das ist mein Highlight beider Konzerte folgt The Memory Remains. Alle singen den Gitarrenpart mit und nach dem Song minutenlang. James sieht man an, daß er auch beeindruckt ist. Mein persönlicher Augenwasser-Moment beider Konzerte.
 
 
Das Finale geht eigentlich viel zu schnell vorbei, obwohl One und Master Of Puppets ja keine kurzen Songs sind. Metallica, das waren zwei Konzerte die objektiv gesehen Maßstäbe setzen und subjektiv einfach unfassbar toll waren. Vielen Dank dafür!
 
 

KAOS

KAOS - Blackout Problems
I've tried to be as good as I could ever be...
 
 
Morgen kommt die Single des gleichnamigen Albums der Blackout Problems. Die ersten Zeilen des Songs spiegeln u.a. das wieder was ich unter Kochen verstehe, meinen Antrieb und meinen Ruhepunkt dahinter. Inspirierend für das Gericht ist der Spannungsbogen des Songs. Erstmal sieht es in der Präsentation ganz nett und etwas unscheinbar aus, gegen Ende catcht es dich. Warum es vegetarischer Taco ist... ein Taco von Rosio Sanchez ist ein Taco mit Blättern, Kräutern, Mole und einer Creme. Ich den mit Gemüse anstatt Kräutern sowie anders und vielleicht akzentuierter. Auf jeden Fall ist es ein Gericht was einen lang begleitet und mit der Saison lebt.
 
 
Taco von Buchweizen/Sellerie/Purple Haze/Wiener Mole/Macadamia
 
Wiener Mole, klar dass Meximole darin enthalten ist. Erstmal setz ich einen Tomatenfond mit Balsamico und Schwarzkümmel vom Naschmarkt an. Also Zwiebel anrösten, den härteren Teil von Frühlingszwiebeln, Sellerie, Karotte mit Essig und Wasser sowie passierter Tomate auffüllen, etwas Grün vom Frühlauch, frische Tomate und Rosmarin mitziehen lassen. In dem Fond gare ich auch ausgestochene Sellerie-Scheiben und Purple Haze. Den Fond reduziere ich noch etwas mit Meximole und binde es ab.
 
Für den Taco nehm ich Buchweizen-Vollkornmehl und mach einen Crepes-Teig mit Milch, Bier, Salz und Ei. Auf den Taco platzier ich die Selleriescheiben, die Purple Haze und etwas von der Mole. Einige Tropfen Chimmichurri-Öl, Radieschen-Kresse, Frühlauch-Julienne und geriebene Macadamia runden meinen vegetarischen KAOS-Taco ab.

cocina vasca

Cocina vasca - "baskische Küche"! In den zwei Gerichten geht es nur darum, im Stil vom A Fuego Negro. Es geht auch darum was ich für Freunde und Freundinnen kochen würde. Keine Neuauflage sondern eine lupenreine Wiederholung ist mein Risotto für Grizzly's PARENTS NIGHTMARE was hervorragend in den Artikel hier passt:
 

Paprika-Risotto

Ich kann es nicht genau beziffern wieviel Risotto ich im AFN schon hatte. Klar kommt es aus Italien, aber steht bei Edorta mir ebenso hoch im Kurs.  Für die Herangehensweise einfach den Eintrag weiter unten dazu lesen.

Ein brandneues Pintxo ist von Kaotiko inspiriert. In FUERA DE CONTROL geht es um "noches de descontrol", darauf reimt sich "alcohol". Das interpretiere ich mal als zügellose Abende. Ich hab mich gefragt was ich wohl zu einem Bier servieren würde bevor man um die Häuser oder zum Konzert zieht - in baskischem Sinne:
 

gambas en gabardina avellana/risoni alavesa/serrano cristal/cerveza

Gambas en gabardina heißt Garnele im Regenmantel, was ich mit einem Tempurateig aus Mehl, Bier und Eiern mache. Die Gambas werden noch in Haselnuss getaucht vorm Ausbacken. Die Schalen der Garnele nehm ich für eine Reduktion her mit etwas Suppengrün, Sherry-Essig, Bier und Sahne. Die wird mit Petersilie unter die Risoni gehoben, die den Sockel und die Beilage bilden. Ausgelassener Serrano kommt als weiterer Knusper zum Pintxo.

fave pics

So ein Event wie der Musikmarathon eignet sich hervorragend zum Fotos machen. Ausnahmsweise haben wir auch dran gedacht. Nur die vom Essen waren knapp. Hier drei meiner Favoriten:
 
 
Völlig souverän Pause machen... es steht eh schon alles und ist in einem geilen Team mit dabei.
 
 
Die hervorragend fotografierende Diana Mühlberger hat diesen Moment eingefangen mit Flo, Gäschi und Zig, wunderbar!
 
 
Etwas später am Abend mit Suchtpotenzial...

Parkway Drive Hot Culinary

Der 4. Mai ist ja fast als so ne Art Feiertag zu werden wenn die neue Scheibe von Parkway Drive erscheint. War das ein beeindruckendes Konzert letztes Jahr, "IRE" läuft bei mir eh rauf und runter. Weil es wieder kälter wird kommt ordentlich Schärfe auf den Teller.

Dafür leg ich ein älteres Gericht neu auf. CRUSHED oder "bang, bang, bang" für ein einfaches und sehr gutes Pintxo.
 

cremige Risoni-Linsen/Serrano/Pimiento-Powder

Lensa mit Spätzle oder pasta e lenticchie, so ein Klassiker ist nicht kleinzukriegen. Für mein Pintxo gibt es Alb-Linsen. In dem Kochsud gare ich auch Risoni, abgeschmeckt wird es mit Chili und Kräutern sowie Balsamico und etwas Sahne. Knuspriger Serrano und Pulver aus Pimientos de Padron toppen das Gericht.

THE VOID ist inspiriert von der Interpretation des Textes. Beim Kochen geht es mir um die kulinarische Freiheit was ich mit dem Gericht gerne ausdrücken möchte. Die Idee ist wie ein Australier wohl ein surf n turf modern kochen würde. Für mich klingt der Song auch mal nach etwas anderem. Hier ist mein Huhn mit Reis mal anders:
 
 
Txiken/Garnelen-Maki/Topinambur/Purple Curry/Antxoa-Joghurt

Das Txiken wird mit Purple Curry gegart. Für die Maki-Rolle kommt logisch erst der Sushi-Reis. Unter den mische ich nach dem Kochen etwas von meinem "Hot Gsälz", Sherry-Essig und Chili. Die Garnele wird langsam in Butter mit Paprika gegart. Abgekühlt wird es klassisch gerollt und aufgeschnitten. Als cremige Komponente gibt es Topinambur-Püree mit Habanero. Der Antxoa-Johghurt hebt den surf n turf Charakter etwas an, bestehend aus Joghurt, Sardellen-Paste und Sahne-Kren. Etwas Sojasauce unterstreicht den asiatischen Touch.

Vienna Winter pt. III

Am Samstag morgen scheint die Sonne. Dennoch ist es weiterhin frisch und warme Klamotten empfehlen sich. Der heutige Morgenspaziergang führt vom Volkstheater (auch ein super Würstlstand) zum Schwarzenbergplatz. Dort treff ich mich mit der lieben Judith und gemeinsam erkunden wir das "Meissl & Schadn". Ein schicker, zwangloser Laden mit offener Küche und "Schnitzel Love". Die Karte liest sich super mit Fokus auf Wiener Küche. Man kann kleine Assieten wählen was ich super finde. Wenn hier schon Liebe fürs Schnitzel proklamiert wird nehm ich das auch. Kein Wien-Besuch ohne:-) Für Judith gibt es ungarischen Fisch. Unsere beiden Teller kommen gut bei uns an, wir haben ein schönes Mittagessen.
 
 
 
Für mich geht es danach durch den Stadtpark und am Donaukanal entlang. Leider zieht es zu und ich such dann das Warme. Bevor ich mich etwas auf der Mariahilfer Straße umschaue und dort "Le Burger" entdecke. Ein Snack zwischendruch schadet ja nicht. Man kann sich einen eigenen Burger zusammenstellen. Eine Saucenbar haben die auch da... sehr schön. Abnehmen werd ich trotz der Lauferei hier eher weniger.
 
 
Ihr könnt euch denken was als letztes Dinner auf dem Programm steht. Genau, Petz im Gußhaus! Das ist für mich mehr als ein Restaurant, fast schon ein Wohnzimmer. Ganz abgesehen davon daß es eines für mich massgeblich beeinflussendes Restaurant ist. Was Christian Petz serviert ist so eine Küche die man nicht lernen kann, das muss man erleben. Ich freu mich wieder hierzusein und möchte gar nicht weit ausholen, es ist einfach ein toller Abend mit abschließendem Plausch mit Christian.
 
 
 
Heut ist mir die Feierei egal, zwei Abende reichen. Ausserdem geht es am Sonntag zurück und verkatert fliegen war noch nie schön. Am letzten Morgen geht es nochmal zum Bitzinger und auf Judiths Empfehlung hin ins Cafe Jelinek. Das Lokal hat Charme und eine sehr gut Topfentorte. Muss man mal probiert haben.
 
 
Wien - es waren tolle Tage bei dir! Danke an alle die die Tage so schön gemacht haben!!!

Vienna Winter pt. II

Wien, 15. Bezirk, von dem Vorabend und der kleinen Exkursion des Vorabens muss ich mich erstmal schütteln. Irgendwann lern ich vielleicht bei Bier und Wein zu bleiben. Dennoch nehm ich am Frühstück teil. Das geht bis halb 11, um 10.17 Uhr lad ich kurz auf. Die Auswahl ist etwas eingeschränkt für meinen Geschmack, aber man wird fündig.
 
 
Fündig werd ich auch wieder aufm Naschmarkt. Ich mach einen Spaziergang über dorthin über die Mariahilfer Straße. Ich find den Markt einfach toll. Es darf probiert werden, logisch vor dem Hintergrund dass die auch dort was verkaufen wollen. Einen Würstelstand find ich leider nicht, lauf aber weiter bis zum Hohen Markt. Den Stand find ich auch stark. Etwas mit der Bim fahr ich auch durch die Gegend und es wird schnell wieder Abend.
 
 
Heute eine Reservierung in "Das Schick" aufgrund der derzeit stattfindenden Restaurantwoche. Dort wird Fusion aus Wien und Spanien weltoffen zelebriert. Find ih natürlich einen Grund dort hinzugehen. Im 12. Stock des Hotels am Parkring ist es ein kleines und gemütliches Restaurant mit Blickung über Wien Richtung Karlskirche. Schöner Empfang und heut ein Bier sondern Winzersekt zum Auftakt. Auch hier schöne Grüße aus der Küche.
 
 
 
Das Menü liest sicht toll und isst sich noch besser. Mein Highlight ist das zweierlei vom Weiderind mit Topinambur, Trompetenpilzen und Trüffeljus. Das zweierlei ist Filet und sous-vide gegarter Tafelspitz. Ein toll abgeschmeckter und hübsch angerichteter Teller. Die vier Gänge machen Laune.
 
Es ist Freitag abend und der geneigte Leser vermutet wohl wo es hingeht. Wir Bros haben letztes Mal bei Addicted To Rock im U4 so dermassen das Tanzbein geschwungen und so ist es auch heute. Die Vorfreude ist auf die Veranstaltung so riesig wie auf das Essen in Wien.
 
Es spielt im großen Saal noch eine Falco-Coverband und das Publikum unterscheidet sich von denen die sich nach und nach einfinden. Optisch sieht man den meisten auch an was sie für eine Musikrichtung bevorzugen. Das nebeneinander find ich skurril aber es funktioniert. Es läuft noch etwas aus der Falco-Discografie und bei Titanic träller ich auch mit von wegen "decadence", passt zu dieser Reise;-) Wien hat jetzt zum Weggehen in puncto Rockclubs leider nicht so viel zu bieten. Schade eigentlich, ich finds in der Stadt sehr cool dorthin oder zu Konzerten zu gehen. Es hat was und ist anders als in bei uns in Deutschland. Was genau kann ich euch gar nicht sagen, aber ist so.
 
Im Raucherbereich geht es dann los mit Rock und "wash it all away" von Five Finger Death Punch. Hatte ich noch nicht auf dem Radar die Band aber den Song find ich stark. Sowohl im großen wie im kleinen Saal ist die Songauswahl formidabel. In den Stunden in denen ich dort bin wird es nicht langweilig, Ottakringer gibt es auch. Ich hör massig Songs die ich eigentlich schon lang nicht mehr gehört hab. Vielleicht sprech ich beim nächsten Mal auch das Mädel an welches mir gefällt (Jessas war die der Hammer), ich bin manchmal doch etwas schüchtern. Könnte man nicht meinen... trotzdem ein grandioser Abend.

Vienna Winter pt. I

Wien, Donnerstag mittag, ich lande auf dem Flughafen und auf gehts in die Stadt. Dieses Mal nicht im Trachtenhotel, das Hotel an der Stadthalle war einfach günstiger und liegt auch gut. Sprich bis zum Würstelstand ist es nicht zu weit. Ankommen, in die Stadt, einchecken und genau dahin ist eine Bewegung. Was freu ich mich wieder dazusein. Obwohl ich kein Winterfan bin ist eine Reise um die Zeit auch was spannendes.
 
Auf dem Hinflug meinte der Pilot noch "Wetter in Wien mild mit -1 Grad"; ich wusste gar nicht dass es österreichische Eskimos mit Fluglizenz gibt. Mein ich noch aber im Vergleich zu den folgenden Tagen war es echt noch mild.
 
 
 
Nachdem der Käsekrainer-Haushalt ausgeglichen ist flanier ich etwas durch die Stadt. Ob der Schönheit bin ich immer wieder aufs neue beeindruckt. Ich mach kurz halt bei Radatz und hol mir eine Käse-Leberkäs-Semmel. Eigentlich erwarte ich gar nicht viel, aber das Ding war geil. Eine Melange und Sachertorte im Glas im schwarzen Kameel und nach zwei Stunden bin ich um einige Kalorien reicher.
 
 
Bewegung hilft da schon sehr, also mach ich mich als SOKO Wien Fan an die Reichsbrücke wo das Präsidium nachgestellt wird. An dieser spazier ich entlang. Hab ich schon erwähnt dass es etwas frisch ist in Wien?  Abends auf dem Weg zum Steirereck könnte der Eistraum auch im Stadtpark etwas beschwerlich weil es recht glatt ist. Ich komm allerdings heil an.
 
 
Nach einigen Wien-Besuchen und zweimal in der Meierei geh ich also tatsächlich in das Restaurant mit zwei Sternen, derzeit No. 10 auf der 50best Liste und zum Koch des Jahrzehnts. Der allgemein gültigen Meinung nach ist Heinz Reitbauer der beste Koch in Österreich. Von seiner Frau werd ich herzlich willkommen geheissen und fühle mich augenblicklich wohl. Schön platziert gibt es den Aperitif in Form von Bier. Ich mein wie absurd ist das denn? In so einem Laden fang ich mit Bier an... passend dazu Grüße aus der Küche zum Thema Österreich und darüber hinaus.
 
 
Ich möcht jetzt den Abend nicht in seinen Einzelheiten deklinieren, dafür bin ich einfach kein objektiver Restauranttester. Es ist einfach begeisternd was hier serviert wird. Ich hätte nicht gedacht was man im Februar an Vielfalt auftischen kann. Der Service ist locker und unaufdringlich. Unter anderem gibt es einen Bohneneintopf der so facettenreich aufgebaut und ein echtes Highlight obwohl der Benennung darstellt. Ein weiteres Highlight ist der Saibling in Bienenwachs gegart. Keine Ahnung wie man darauf kommt. Ein Holzkästchen kommt an den Tisch, ein toller Saibling und 90 Grad heißes Bienenwachs wird eingegossen. Nach 10 Minuten wird er in der Küche mit Pollen und gelber Rübe serviert.
 
 
 Ob Superschmelz-Kohlrabi, Kerbelwurzel, Taube mit Forono-Rübe, es ist alles sehr schön zubereitet und macht wirklich Spaß. Die Erfrischung entpuppt sich als sehr komplexes Dessert wie der süße Abschluss an sich auch. Als Einladung kommen noch Mohnnudeln mit Zwetschgenröster-Eis. Ich weiß gar nicht was ich dazu schreiben soll. Ich bin immer noch begeistert, einfach ganz großes Kino und warum das keine drei Sterne sind, keine Ahnung.
 
 
 
Zum Abschluß wird aus dem "Brot-Andi" der "Schnaps-Andi"... die Getränke in Form von Wein und eben dem Schnaps stehen dem Essen in nichts nach, einfach perfekt.
 
Danach mach ich mich auf ins Loco. Ich weiß was Sie denken und Sie haben recht... das muss nicht unbedingt sein. 3,50 für Cuba Libre ist ein Garant dafür dass man einen zuviel davon trinkt und so ist es auch. Lustig ist es dennoch und zu später Stunde geht es heim.
 
Wien Tag 1, Bombe...

getting ready

Eigentlich lass ich mich ja nicht in facebook nominieren, aber das Thema von Lola fand ich eigentlich ganz witzig. Alltag in schwarz-weiß ohne Personen und Erklärungen. Hier ein paar der Stileben:
 
 
Speck (für die neue Version meines "out of control")
 
 
die Inspirations-Ecke
 
 
Und das Bild mit dem Koffer tauf ich "getting ready", denn es geht morgen wieder auf Reisen. Es wird nicht gerade ein Trip in den Süden, dafür liegt Wien zu deutlich auf dem gleichen Breitengrad. Von wegen Breite, das wird wohl eine neuerliche "Mission trächtiger Biber". Auf dem Deppenzettel steht einiges und es hat was mit Essen zu tun. Wer hätte das gedacht?
 
Die Idee dahinter ist mir mal anzuschauen was in einer gastronomischen Hochburg zu einer Unsaison serviert wird. Dafür hab ich mir das Steirereck ausgesucht. Nach zwei Besuchen in der Meierei einen Stock höher zu zwei Sternen und Top Ten unter den 50best. Das letzte Restaurant wurde übrigens kurz darauf zur Nr. 1 gekürt. Der Rest eher weniger. Warum nicht mit einem Kracher anfangen? Petz darf auch nicht fehlen und zwischendrin bind ich mir wohl das ein oder andere Mal mit Sicherheit den Latz um.
 
Der MP3-Player ist jedenfalls mal für den Aufenthalt auf dem Flughafen morgen und Sonntag gut gerüstet und Koffer packen ist eh Routine. Bis ich wieder merk was ich vergessen habe. Im Normalfall geht kein Urlaub ohne Besuch eines Drogeriemarktes oder der Apotheke vorbei. Vielleicht schaff ich es diesmal, ich werds euch wissen lassen und das mit farbigen Bildern.

OUT OF CONTROL

OUT OF CONTROL... das Gericht über die unkontrollierte Amatriciana. In bester baskischer Manier ist das Gericht ein stiller Protest Fremdenfeindlichkeit und Menschen die sich für etwas besseres halten. Dafür steht für mich ein Pastagericht, es hat einfach was verbindendes. Für den Titel brech ich etwas mit Konventionen und nehm das Gericht etwas auseinander:
 

Pasta All'Amatriciana cremig/PX-Speck-Silk/knuspriges Grün/Bergkäse

Einmal wird eine Tomatensauce mit Zwiebel und Knoblauch scharf abgeschmeckt und mit Tomatenfrischkäse leicht gebunden. Zum zweiten lass ich Speck aus und koch den mit PX-Essig ein, mit einem Schluck Sahne wird es eine seidige Creme. Brösel mit verschiedenen Kräutern und Portulak-Öl finalisiert bilden ein knuspriges Element. Abgeschlossen wird mit geriebenem Bergkäse. Eine Pasta von mir bei dem jeder Bissen etwas anders, aber stets voll in die Schnauze ist.

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