my basque summer, semana grande

Die besondere Stimmung ist wirklich greifbar. Samstag mit Beginn der Semana Grande ist die Stadt im Ausnahmezustand, positiv gemeint. Überall Bandanas, Piraten oder sonstige Vereine. Ich kenn mich da nicht so genau aus, weiß aber daß um sieben der Kanonenschlag ist. Und ich weiß daß vorher schönes Wetter ist. Mittlerweile ist die Routine was essen im Txuleta und dann den neu gewonnenen Schwerpunkt im Meer versenken.
 
 
Dann also auf zum Rathaus wo nach der Donosti-Hymne (glaub ich zumindest) die Kanone gezündet wird. Es ist so eine Art Startschuß in eine Feierei ohne Gleichen. Was da abends in der Altstadt abgeht, ist unfassbar. Ich treff zufällig erst die Küche, dann den Service vom AFN. So wird es schnell mal sieben in der Früh und jetzt weiß ich wie ein Sonnenaufgang ausschaut. Dass von der Kanone bis zum Heimgehen einiges an Bier fließt dürfte klar sein.
 
Es dürfte auch klar sein daß der Sonntag etwas später beginnt. Aber in ähnlichem Stil. Lander meint ob wir nicht miteinander fortgehen wollen. Feuerwerk und danach Des-Kontrol Konzert wären mein Plan den wir miteinander umsetzen. Zwischendurch geh ich ins AFN und merk wie ich doch langsam etwas verblöde... "it's good, gell?" ist schon ein Anzeichen dafür.
 
 
Auf dem Konzert fallen mir bei der Vorband schon fast die Löffel ab. Wir reden hier von nach zwölf am Hafen und anscheinend ohne Dezibel-Limit. Des-Kontrol machen richtig Spaß, eines der besten Konzerte die ich an der Flamenka bis jetzt gesehen hab. Danach noch in die Altstadt und schauen ob es noch Bier gibt. Gibt es noch und schnell wird es wieder etwas später, aber noch dunkel.
 
Am Piraten-Montag ist das Wetter nicht so strandfreundlich, es regnet und ich hoff es ist wenigstens zum Boarding trocken.
 
 
Ist es und mir macht das Laune da zuzuschauen. Alle rein und zur Kontxa mit improvisierten Flossen oder sonstigen Gefährten schippern.
 
 
Abends ist für mich Tasting-Menü im AFN, das mach ich einmal pro Urlaub. Erst recht wenn ich sehe daß es noch andere Dinge gibt als an der Bar.
 
 
Das Txitxarro-Gericht mit Schafsmilch, Minze und Kirschtoast ist so alt, daß ich es noch nicht kannte. Und wie gut das ist. Mit dabei auch eines der ersten Gerichte "meiner" Zeit, der Mini-Kebap. Ich könnte heulen vor Glück, es ist ein tolles Menü aus aktuellem, diesen Überraschungen und einer charmanten Eli. Danach stellt sich für mich die Frage ob ich mir noch einen letzten Party-Abend gebe. Gut, die Frage ist eher so rhetorisch. Morgen ist der letzte Tag und ich geh nochmal richtig auf die Piste. Claro:-)
 
Der letzte volle Tag in Donosti und natürlich bin ich da etwas sentimental. Den Tag gestalte ich mit TOPA, Spaziergängen, Txuleta und AFN. Im TOPA begegne ich noch Joserra der lang im Mugaritz bedient hat, deutsch spricht und ein Spitzentyp ist. Im AFN bleib ich bis weit nach Feierabend und ein Foto muss noch sein:
 
 
Ihr lieben Freunde - mil esker, vielen Dank daß ihr so ein großer Teil einer für mich sehr besonderen Zeit seid. Dieses Mal noch ein bissle mehr.
 
Es war wieder toll in Donosti! Nicht nur dass die Stadt einfach schön ist, es sind diese Begegnungen und das Miteinander was es für mich ausmacht.
 
 
 

my basque summer, semana dos

Sonntag gegen Abend nach Mugaritz, ich bin immer noch tief beeindruckt, so ein Menü lässt einen nicht los. Darüber sinniere ich gern am Strand und im AFN. Ist mir am Montag morgen noch so. Der heisseste Tag des Urlaubs, den beginne ich mit einem Spaziergang entlang der Kontxa...
 
 
... zum Peine del Viento...
 
 
... und auf den Igeldo.
 
 
Das mach ich immer wieder gerne, auch wenn ich mir heute den Turm in schwäbischer Manier spare. Das Geld geht dafür für die Aufstockung meines Shirt-Bestandes drauf. Nach zwei Stunden Ausflug kann ich das aktuelle auswenden und ich pack ja für wechselhaftes Wetter. Also schnell ins Meer. Gut, das mit dem wechselhaften Wetter kann schnell passieren, es lässt sich erahnen dass es nicht immer so bleibt. Also am besten bis zum Abend ausnutzen. Den Abend verbring ich mit Irati im AFN bevor wir mit Gaizka Geburtstag feiern. Das wieder mit Darts, Bier und anschließendem Besuch im Be Bop... jessas, Montag um sechs heimkommen ist auch irgendwie speziell. Ich sag das deswegen weil am Dienstag das nächste Highlight für mich ansteht:
 
Ich koche das Family Meal im A Fuego Negro!
 
Auf den Verdacht hab ich mir mein AFN-Shirt mit eingepackt. Mit Santi hab ich es in der Vorwoche geplant, eine Einkaufsliste geschrieben und freu mich auf den Tag. Einkaufen geh ich noch Salz mit Tomatenflocken sowie Guindillas. Es soll heute sehr baskisch werden. Um 16 Uhr zwischen den Servicezeiten mise en place.
 
 
Traditionell und die Maßgabe waren drei Gänge. Das läuft so harmonisch und freundschafltich mit Santi ab. Wir kochen miteinander, tauschen uns aus und so entsteht ein schönes Menü. Es gibt Talo con Txistorra y Queso, Arroz A Fuego Negro sowie Pfirsich in Txakoli, Schoko-Espuma und Mandel-Streusel. Nebeneinander schneiden wir, quatschen, machen ein Kompott, eine Tomatensauce, Pfannkuchen mit Bier als Talo. Ich kann es nicht fassen, daß ich hier koche und das einem der besten und nettesten Köche.
 
 
 
 
Zwischendurch begeb ich mich an die Bar und nach zwölf geht es dann los, gedeckter Tisch, gut gelaunte Menschen und wir machen unsere drei Gänge fertig. Es macht irre Spaß das zu servieren was mir taugt in dem Laden der mich so lange beeinflusst für Leute die ich einfach liebgewonnen habe. Auch wenn es mitten in der Nacht ist:-) Den Applaus genieße ich und noch mehr die Zeit miteinander. Eine unglaublich schöne Erfahrung und eine Umarmung für dich, Santi - DANKE!
 
 
Am Mittwoch ist das Wetter eher nicht so strahlend wie ich, aber ein Ausflug nach Pasaia gibt es her. Das Casa Camara gibt jedoch keinen Platz her, ist halt gut gebucht. Fisch oder Meeresfrüchte sich jedoch immer zu finden, manchmal ist es auch nur schön dazusein.
 
 
Ansonsten passiert auch mal nicht viel besonders, wie auch am Donnerstag tagsüber. Auch hier eher so Spaziergang-und-Siesta-Wetter. Oder auch einfach nur aufs Meer schauen, kann ich stundenlag.
 
 
 
Sehr entspannt schlender ich dem Dinner im Restaurant Narru entgegen. Dort koch Antonio Beloti (früher AFN) und ist ein super Typ. Er stellt mir ein Tasting-Menü in Aussicht was ich sehr gerne annehme. Er serviert mir tolle Gänge, es macht richtig Spaß.
 
 
Bspw. dieses Bonito-Tiratido, es ist großartig. Oder die Kokotxas:
 
 
Vielen Dank, mein Lieber - das war großartig!
 
So, Donnerstag, wer den Bericht über die letzte Woche gelesen hat und hofft daß Vernunft einkehrt den muß ich leider enttäuschen. Nach Narru Bier im AFN, ein/zwei Cocktails und dann folge ich dem Ruf der Mädels in der Altstadt nach dem Bataplan. Immer wieder erstaunlich was man für Routinen entwickeln kann. Noch besser daß man am nächsten Tag den Abend im Meer auskurieren kann. Es ist der Freitag vor der Semana Grande, man merkt den Leuten die Vorfreude an und morgen bricht hier der Wahnsinn aus.  Daher lassen wir es heut mal ruhig und beschaulich, besuchen Beni im Kai auf ein Bier und kommen trotzdem wieder später heim.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

my basque summer, Mugaritz

Sonntag morgen, erstmal ein Spaziergang damit das folgende auch gut reingeht. Mit dem folgenden ist der Besuch im Mugaritz gemeint. Die Taxifahrt irgendwo ins nirgendwo ist geprägt von großer Vorfreude. Jedes Jahr ist es ein neues Spektakel. Auf der Terrasse bei schönem Wetter Platz zu nehmen ist unglaublich entspannend. So läuft auch der Lunch ab. Ohne Stress und sehr witzig. Dieses Jahr mit Auswahl zwischen zwei Menüs, traditionell oder interaktiv. Ich entscheide mich für interaktiv und freu mich auf dieses gekonnt verspielte.
 
 
Es fängt mit dem kleinen Wald an, die Rolle mit den eingelegten Kirschen rechts ist super. Aber mit Superlativen könnte ich eh wieder um mich werfen. Daher lass ich jetzt erstmal ein paar Bilder sprechen.
 
 
 
 
 
25 Gänge und es folgen schöne Momente. Um das 20-jährige Bestehen zu feiern erhalten alle Gäste gleichzeitig diesen Gang auf einer Spieluhr serviert. Mit verschiedenen Geräuschen repräsentiert es dieses schöne Verrückte am Mugaritz.
 
 
Danach folgt ein Moment für mich. Guillermo schenkt mir eine Verkostung von einem Jahrhundert St. Chequeme. Das ist so spektakulär gut, vielen Dank dafür!!!
 
 
Für mich eine besondere Ehre, der Nachmittag dort ist für mich einer der schönsten Tage im Jahr. Ich lass mich immer wieder gerne drauf ein!
 
 
 
 

my basque summer, semana uno

Park sleep fly... zwei von drei ist ja auch was. Ich check Samstag ins Hotel ein und verhandel noch das Shuttle. Etwas nachdrücklich da ich pünktlich aufm Flughafen sein will. Für Sitzplatz Reservierung war ich zu geizig. Mit sleep klappt weniger da ich vor so Reisen schlecht einschlafe und um vier Uhr morgens ist es auch schon Zeit zum Aufstehen.
 

Das Shuttle ist eher nicht pünktlich und auch nicht auf dem direkten Weg. Als ich dem Fahrer mitteile den Laden zu verklagen sollte ich den Flug verpassen da startet der Filder Grand Prix. Endlich läuft's und das Gepäck dank Charme am Priority Schalter aufzugeben lässt den Morgen richtig gut angehen. Ein Platz in den vorderen Sitzreihen gibt es auch. In Bilbao angekommen läuft es super, Gepäck ist gleich da, der Bus auch und keine Schlange am Schalter-Automaten. Ich bin also recht früh in Donosti.
 
 
In der Stadt anzukommen ist für mich eines der besten Gefühle des Jahres. Wenn sich die Kontxa zeigt sind es nur noch ein paar Minuten und ich zieh meinen Koffer entlang dem Urumea in die Pension. Wie gesagt, es ist früh, da kann man sich Gedanken über das Frühstück machen. Also dem Paseo Nuevo entlang erstmal einen Kaffee und Goxua, ein süßer Start bevor es ins A FUEGO NEGRO geht. Nachstehend nur noch AFN oder das Wohnzimmer gennant. Ein paar Pintxos, ein paar Bier... bevor mir bewusst wird daß es erst mittag ist. Auch egal, ich werd so schön von Oscar begrüsst und nach und nach trudelt der Rest ein. Schee ist es, einfach nur schee alle wiederzusehen. Das Wetter kommt auch in Schwung und ich geh an den Strand. Abends geht es wieder ins AFN bis nach Feierabend, anschließend in meine Lieblings-Cuba-Libre-Bar und in meine Lieblings-Gin-Tonic-Bar. 22 Stunden auf und so ein Tag, kanonenstark!
 
 
Also erstmal ausschlafen und trotz der längeren Tour gestern bin ich früh unterwegs am Montag. Der erste Morgen in Donosti ist für mich was besonderes. Aufwachen mit Meer und Möwen. Und Hunger, das heißt erstmal Jamon Y Queso im Chez Croissant, in den Supermarkt, Rebajas checken und zum Friseur gehen. Heute Sonne, Sommer, also Strand - von mittags bis abends und ein wolkenloser Sonnenuntergang.
 
 
Die Abendgestaltung verschiebt sich dadurch um etwas und ist eigentlich die gleiche wie gestern. Am Tag vor San Ignacio scheint die Feierei wirklich enorm zu sehen, es ist wie im letzten Jahr und ebenso wie im letzten Jahr schau ich am nächsten Tag der Folklore-Veranstaltung zu, bevor ich auf dem Urgull rumspaziere. Da gibt es sogar eine Bushaltestelle, also die haben bei der Festungserstellung schon was gedacht.
 
 
Heute ist wieder eher weniger Strandwetter und bewölkt, Zeit für eine Restaurant-Reservierung und zwar im TOPA. Ich weiß zwar nicht wer der Georgen ist, aber ich setz mich an seinen Platz. Das ist wieder super, hier kann man sich in Rage futtern.
 
 
 
Man kann sich auch so auftischen lassen, daß man danach heut früh ins Bett geht. Ist man sogar Mittwoch morgen auf und weiter geht es in Donosti. Erstmal abwarten was das Wetter so macht und es entschließt sich doch den Jürgen an den Strand zu schicken. Da gefällt es mir im Urlaub u.a. am besten. Der Mittwoch abend wird saulustig. Beni und Irati schauen ins AFN und gemeinsam mit der Crew gehen wir noch auf ein Bier und Dart spielen. Mir macht das unheimlich Laune mit den Leuten, Sprache hin oder her. Übrigens lern ich diesen Tagen Andreas und Erling aus Oslo kennen, unsere Wege kreuzen sich auch immer wieder, seid gegrüsst!
 
Am Donnerstag geh ich wieder den Freuden von Sand und Meer nach, am besten von morgens bis abends, unterbrochen von einem Gang in die Bodega Donostiarra. Obwohl ich heut wirklich sonst nix mach wird es schnell Abend. Die Abendstimmung mit Sonnenuntergang geb ich mir immer wieder gern.
 
 
Was ich mir Donnerstag abends in Donosti auch ganz gern geb ist der Hart-Weggeh-Abend. Es entwickelt sich meistens an dem Wochentag so. Erstmal Txuleta, AFN, bevor ich über Umwegen im Bataplan lande. Manchmal frage ich mich ob ich nicht doch zu alt für so was bin. Nicht daß der Laden schlecht wäre, aber bis morgens halb sechs mit anschließendem Heimweg zu Fuß hinterlässt irgendwie doch Spuren. Das schwitzt man gerne am nächsten Tag am Strand raus. Eine Hitzewelle, so viele Tage über 30 Grad hab ich insgesamt bei meiner Anwesenheit in Donosti nicht gehabt wie an dem Wochenende. Somit sind Freitag und Samstag schnell abgehandelt, Strand, Essen, Trinken.
 
 
 

vacaciones

Aupa!!!
 
 
Einer der Einträge die ich sehr gern in der Regelmäßigkeit schreibe - Urlaub! Natürlich hatte ich schonmal dieses Jahr frei und war unterwegs. Jetzt kommt allerdings mal Freizeit in längerer Form und es geht zur großen Liebe nach San Sebastian. Also für die neuen Leser - San Sebastian IST die große Liebe. Auf meine Schönheit freu ich mich schon sehr lange. Da hast dein Buffet vor dir wenn du die Altstadt betrittst.
 
Dass die Anreise nicht langweilig wird sorgt jetzt zum dritten Mal schon jemand dafür. In dem Fall Eurowings die den Flug ein klein wenig vorverlegen. Hat den ultimativen park sleep fly Test zur Folge von dem ich dann berichten werde. Immer wieder mal was neues. Wie jedes Jahr darf man darauf gespannt sein was der Wetterfrosch jeden Tag so quakt und die Tage mit sich bringen. Mit Sicherheit viel Anwesenheit meinerseits im A Fuego Negro und einmal im Mugaritz.
 
Mi gente, Urlauber & Sonnenkinder - lasst es euch gutgehen, viel Spass im Sommer, habt ne gute Zeit!!!

Alles Gute, Meister Petz

Ich zitiere "das Gußhaus ist Geschichte". Ein glanzvolleres Ende wäre natürlich schön gewesen, aber welches Ende ist schon toll? Christian ist leider nicht mehr in der Lage das Wirtshaus weiterzuführen. Mein Lieber, alles Gute dir und gute Besserung! Man sieht sich immer zweimal im Leben und auf die Gastronomie trifft das besonders zu.

Schade und ich find es traurig daß das Restaurant zusperrt. Immerhin ist es eine der beiden für mich prägendsten Adressen der letzten Jahre. Ich würde es mal die beschwingte Einfachheit nennen, gepaart mit Humor. Das hat es für mich ausgemacht und floß unweigerlich in meine Küche ein. Den Zugang zu den Innereien und wie toll die sein können. Wenn mich jemand fragt wohin in Wien zum Essen, ich hätte alle zum Christian geschickt und hab das so gepflegt. Trotz der Restaurant-Vielfalt dort wird so etwas wie das Gußhaus fehlen.
 
So ein Restaurant gibt es kein zweites Mal, da bin ich mir sicher. Wenn ich kulinarisch nicht mehr weiter wusste, dann hab ich mich eigentlich stets gefragt was Edorta Lamo vom A Fuego Negro oder Christian Petz getan hätten. Ich mein wegen Christian gab es unseren Fiaker-Leberkäs vom letzten Samstag, der Credit steht im zu. Das bewahre ich mir auch.
 
Ich bin dankbar für die tollen Abende, schöne Erinnerungen und die Erfahrungen. Nicht zuletzt auch für abertausende Kalorien, unzählige Biere und Weine, gute Unterhaltung und so viel Genuß!
 
Im Bild das Gericht aus Kitchen Impossible und nebem Beuschel mein Fave - das Bruckfleisch:
 
 
 
 
 
 

SHEEP IN THE DARK

SHEEP IN THE DARK oder ich erlaub mir ein Wortspiel. Manchego ist ein Schafskäse, hier in Schwarkümmel-Ravioli verpackt und stumpf ist Trumpf. So einfach ist es manchmal. Ich denk auch daß die Blackout Problems bei all den ernsten Texten trotzdem ihren Fans und vor allem dem Live-Publikum Spaß und eine gute Zeit vermitteln. So soll für mich auch gutes Essen sein, bei allen Gedanken die hinter den Gerichten stecken - das auf dem Teller soll den Leuten Spaß machen. An dem Teller merk ich auch dass die nächste Reise ins Baskenland nicht mehr weit ist, ein echtes Reisefieber-Gericht.
 
 
Ravioli mit Manchego und Schwarzkümmel/Spinat-Gemüse/Paprika-Migas
 
In den Nudelteig kommen Eigelb, Olivenöl, Schwarzkümmel und Salz, in die Füllung Manchego, Paprikafrischkäse und Petersilie. Der Spinat wird sautiert und mit getrockneten Tomaten und BBQ-Paprika finalisiert. Brösel mit Paprikapulver bilden die Migas und den knusprigen Part. So sexy kann vegetarisch und Pasta sein!
 
 

culinary at weekend

Die Überschriften fallen schon etwas schwer, ich hätte auch den Eintrag vom letzten Wochenende fortschreiben können. Auch egal, wichtig ist was drinsteckt. Das dachte ich mir auch beim ersten Gericht des Wochenendes. Eigentlich kommt Kinderschokolade in KIDS. Wer will es jedoch so genau nehmen? Ich könnte es auch Kindereien von der Sachertorte nennen:
 
 
Sachertorte im Glas
 
Wie gesagt, keine Kinderschokolade im Espuma, sondern Zartbitter. Marillengsälz ganz unten im Glas, Wiener Boden drauf, Espuma und Crumble aus Zartbitter und Pistazie. Schön wenn man Samstag morgen so ein Dessert hat nachdem man sich Freitag abend daran einen abbricht. Da schmeckt das Bier Open Air noch besser.
 
Am Samstag dann die Entscheidung nach dem Dessert was man so anstellen könnte. In Stuttgart ist Fischmarkt und da geh ich gern hin. Eine schöne, kleine Veranstaltung rund um Fisch. Die ganz große Kulinarik darf man nicht erwarten, aber es gibt da schon feine Sachen. Seit der Kitchen Impossible Folge mit Filippou ist mir Backfisch ständig präsent. Einmal mit Garnele als casual fine dining gemacht und jetzt also auf ins Städtle. Herrlich ist es. Ich mag so etwas. Nach einer Runde ist auch der Backfisch-Stand des Vertrauens ausgemacht und das ist sooo gut:
 
 
Da freut sich der Jürgen drüber. Der Backteig ist sehr gelungen, ein sehr schönes Gericht. Hab ich gut gewählt. Am Leuchtturm gab es auch den Fisch allerdings mit Kartoffelsalat. Und den macht der Hamburger mit Mayo, ne da bin ich zu sehr Schwabe und steh halt auf fish n chips.
 
 
Hier lässt es sich aushalten. Ein Besuch in der Markthalle schadet auch nicht, einer meiner Lieblingsorte in Stuttgart und schon lang nicht mehr dort das Angebot sondiert. Ein sehr gelungener Ausflug am Samstag mittag, mal ganz ohne Konzert. Auch mal schön wenn die Musik woanders spielt.
 
Was man übrigens vorm losfahren noch erledigen kann ist eine Grieß-Flammerie. Keine Ahnung warum das so heißt, so flammend ist es gar nicht. Aber in Wien gegessen im MAST und die Einfachheit sowie die Kombination mit Säure für gut befunden. Hungry at heart - eine Neuauflage von NOTHING IN THIS WORLD:
 
 
Flammerie, Zitrone & Johannisbeere
 
Die Flammerie setz ich mit einem Zitronenkaramell an den ich noch kurz mit Milch aufkoche. Den Grieß an sich koch ich mit Polenta und Milch, ausnahmsweise mal abgewogen.
 
 
Die Masse versetz ich mit Gelatine und zieh angeschlagene Sahne drunter. Mit Zitronenschale verrührt kommt es für einige Stunden in den Kühlschrank. Johannisbeere mit Zitronensaft und Zucker als ein Gsälz sowie Johannisbeere mit Kokosblütenzucker und Zitrone angemacht kommt mit Pulver abends wenn man heimkommt als Dessert auf den Teller.
 
Am Sonntag schwingt ein Hauch von Donosti durch mein Heim. So früh hab ich den Grill noch nie angezündet, willkommen zu Jürgen's BBQ Breakfast Club! So ein Feuerle morgens hat was. Was mich auch an San Sebastian erinnert ist der Wetterumschwung, nur dort regents mir auf die Sonnenbrille. Und hier jetzt auch. Aber erst nach einem Sie verführt mich:
 
 
Zugegeben, das Stangerl ist etwas unförmig aber vom Grill bestialisch gut. Der Würstlstand im eigenen Garten, Träumchen! Auf den Applaus der Nachbarn warte ich vergebens, außer das Seufzen ist so gemeint.
 
Aus Stuttgart hab ich mir noch Chorizo mitgenommen, es wird immer baskischer. Obligatorisch wenn der Grill an ist kommt Paprika und mittlerweile auch Folienkartoffel drauf. Ein Paprikahendl grill ich auch noch nebenher. Das ganze etwas schneller wie gedacht. Ein kleiner Einblick wie das so aussieht, erst sieht es mal nicht danach aus was es dann wird.
 
 
 
Crepes und Sauce sind vorbereitet, mein BBQ Material verarbeite ich dazu und es entsteht ein neues PRESA. Der Teller um Guhler und baskische Küche.
 
Chakalaka-Txiken/gerollter Paprika-Stampf/Spinat/Hanföl
 
Die Sauce besteht aus Zwiebel, Zwiegelt, Hühnerfond und natürlich Chakalaka. Das schön eingekocht wird zum Glasieren meines BBQ-Txiken verwendet. Die Kartoffel und gehäutete Paprika zerkleinert wird mit etwas Cheddar zu einem Stampf der in Crepes gewickelt wird. Spinat mit Olivenöl, Knoblauch und Butter kommt als Grün dazu. Alles wird zum Schluß mit Hanföl beträufelt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

KAOS, QUEEN

Wenn man mich fragt was Blackout Problems für Musik machen kann ich nur aufs Anhören verweisen oder noch besser auf ein Konzert. So geht es mir mit KAOS auch, was für ein Album! In welchem Genre sich das bewegt kann ich nur mit ehrlicher Gitarrenmusik beschreiben. Dabei sind mir Genres egal. Das würde dem ganzen nicht gerecht werden, es ist so viel mehr. Ich eigne mich auch nicht dafür um objektiv jetzt über Sound und Vergleiche zu schreiben. Die Band schafft es bei mir immer wieder mitten ins Herz zu treffen was hier bei jedem Song passiert. Man merkt einfach die Leidenschaft die in der Band steckt. Thematisch kann man erahnen was hinter den sehr persönlichen Texten steckt. Und auch interpretieren sowie sich selbst darin wiederfinden.

Für mich ist Kochen so ein Ventil wie für die Blackyz Musik. Daher ist das zweite Gericht zum Album meine Aufarbeitung jüngerer Erlebnisse und inspiriert von QUEEN. Ein emotionales Gericht für die Seele:

 
Haschee-Knödel Chakalaka & Grün

Ich mach hier einen Klassiker aus Oberösterreich mit einem Haschee-Knödel, Wurstbrät im Kartoffelteig mit Schwarzkümmel. Als Sauce fungiert ein Mix aus Frühlauch, Hühnerfond, Tomate und Chakalaka. Viel Grün mit Frühlauch, Erbse und Spinat mit etwas Butter. Ein kaotischer Teller wie er in Österreich vielleicht eher weniger serviert werden würde.

the last couple of days

Die letzten paar Tage, ist ja schon ne Weil her. Technical difficulties weil mein altes Notebook dank Gewitter die Biege gemacht hat. Deswegen wird es mal wieder ein längerer Artikel. Nicht soviel am PC zu hängen beschert mehr Zeit für andere Dinge. Die letzten beiden Wochenende hab ich viel gekocht und einiges an Lieblingsgerichten im modernen Wirtshausmodus ist entstanden...
 
LA LLAVE O LA VIDA, der Schlüssel des Lebens und bei mir Kässpätzle. Eigentlich eine Schande dass ich das nicht auch in Salzburg probiert hab. Das hat einfach nicht mehr reingepasst. Daher gibt es das daheim mit ein wenig modernem Twist.
 

Kässpätzle/Mandel-Schmelze/PX-Zwiebel

Meine Kässpätzle gibt es mit zwei Drittel jungem Bergkäse und einem Drittel Manchego, ein Spritzer Milch oder Sahne und nicht damit ersäufen. Das ist meine Faustregel. Schmelze kommt in dem Fall mit Mandelpulver und die Zwiebel ebenfalls geschmort mit etwas Butter und PX-Essig.
 
Das nächste Gericht ist eines meiner derzeitigen Favoriten mit KEEP IT REAL. Die Fischpasta schaut dieses Mal so aus:
 
 
Forelle, Bisque Arrabiata, Erdnuss, Basilikum, Leindotteröl

Die Bisque koch ich ein und mit Erbsen und Sahne kommen Kontxas dazu. Eismeerforelle und Öl von Georg sowie Erdnüsse machen einen schönen Gang.
 
SAVIOR und die rettende Wirkung vom Würstlstand. Letzten Freitag hab ich noch nach einer Kneipentour das Salzburger Kulturgut Bosna getestet. War das gut...
 
 
Bosna & Ras El Hanout, Käferbohne & Stadtpark-Dressing

Für meine Version mach ich ein Milchbun, da kommen rein Nürnbergerle, Chili-Ketchup, Zwiebel mit Knoblauch, Zweigelt und Ras El Hanout geschmort und Senfjoghurt. Ergänzt von meinem Lieblingssalat. Auch tagsüber weltklasse!

HERE COMES THE FIRE von den Emil Bulls oder mexikanische Trilogie. Die Karte letztes Wochenende im Escobar war vielversprechend, hat aber nicht mehr reingepasst. Deshalb koch ich mir selber mal was. Österreich, Naschmarkt, Mexiko und A Fuego Negro sind die Maßgabe.
 
 
Austria, Mexico, A Fuego Negro

Ein Teig aus Buchweizenmehl, Bier, Wasser, Salz und Öl wird zum Taco mit Chakalaka Kalb. Für das mach ich eine Art Geschnetzeltes mit Gulasch Jus, Sauerrahm und dem Gewürz vom Naschmarkt. Mangold als Topping.

Grüner Spargel mit Käsecreme ist eine kleine Begleitung und Auflockerung zum Chili. Klassisch abgesetzt kommen Wachtel- und Käferbohnen dazu, ebenso Erbsen und Linsen. Sauerrahm, Tomate, Dirndlessig und Hanföl toppt das Gericht mit Erdnuss und Basilikum.

Ein neues Dessert ist inspiriert von Machine Head. BEAUTIFUL MOURNING oder last goodbye. Es geht nochmal aufs Maul:
 
 
Schokolade, Zimt, Erdbeere

Milch und Sahne ziehen über Nacht mit Zimtblüten und wird danach zur Panna Cotta. Erdbeere mariniert mit Zimt und Kokosblüten Zucker als Salat sowie Zartbitterschokolade als Granite, Crumble und Späne vollenden das Pintxo.
 
Weil es an dem Wochenende so gut läuft, mach ich noch zwei Desserts die neulich absolut gelungen sind:
 
 
BEHIND THE SUN
 
 
LIFE CHANGES
 
Soviel zum ersten Wochenende was ein starkes foodlab war. Unter der Woche beim Einkaufen sehe ich einen Seeteufel, auch Lotte genannt. THE NINTH WAVE und das Gericht über den sinnlichen Gang von Fisch-Saltimbocca. Ein echter Lady-Teller...
 
 
Lotte Saltimbocca, Perlgraupen, Zwiebel, Spinat

Lotte oder Seeteufel wird mit Petersilie und Baharat in Serrano eingeschlagen. Mit den Abschnitten, Zwiebel, Knoblauch und Weißwein mach ich eine Reduktion die mit Butter und Eigelb emulgiert wird.

Die Graupen kommen mit Zwiebel und Spinat sowie Tximitxurri Öl auf den Teller. Abschließend wird junger Spinat mit Stadtpark-Dressing und einer Antxoa zum Salat und sehr frischen Komponente.
 
Da wir gerade bei Fisch sind und es wieder Freitag ist... Freitage Fave, zum Wochenende gibt es immer ein Lieblingsgericht. Ganz oben steht derzeit KEEP IT REAL, die Fischpasta für Fortgeschrittene. Ein echtes Novum dass zwei Versionen eines songdishes in einem Artikel von mir stehen.
 
 
Lachs, Carbonara, Erdnuss, Hanföl

Dieses Mal Bio Lachs mit Risoni und Frühlingszwiebel. Die wird quasi mit Weißwein poeliert und mir etwas Spinat zur Carbonara mit Chili. Gehackte Erdnuss und Hanföl runden das Gericht ab.
 
Danach gibt es noch ein Dessert und eine neue Version von ENDBOSS. Das Pintxo zu Ehren von Marteria und dem Marillenpalatschinken:
 
 
Aus einem Rhabarberkompott mach ich eine Panna Cotta. Darauf kommt ein Marillen-Crepe. Simpel und ein tolles fruchtiges Dessert. Auch mal wieder Crepe geübt, denn am Samstag steht das in mehrfacher Ausfertigung an.
 
Speisemeisterei calling, Mixtape Mobil auf Tour. Zielsicher steuere ich zum Schloss um wieder im Auftrag des Leberkäs tätig zu sein. Einmal Probe mit meinem be quiet and drive und Family Meal.
 

Das macht einfach Bock. Ich leg los mit Weckle, Leberkäs und geschmorter Paprika. Die Idee heut ist eine Art mediterranes Buffet zu machen. Blumenkohl kommt noch dazu, der eher polnisch und kleine Champignons kommen auch gerade recht. Mit hellem Balsamico und Butter. Heut erfährt "bumm bumm bumm" neue Dimensionen. Auch die Crepes werden schnell. Herrlich ist es mal wieder...
 

Mir taugt das genau so zu kochen und ich bin dankbar für die Spielwiese. Danach am Pass geht's heiss her beim Anrichten, alles geht glatt.

Ey, mil esker für den tollen Tag meine Lieben!!! Soviel zum Thema hardcorecuisine aus den letzten zwei Wochen...

Salzburg

A new ride könnte man auch sagen. Erstmal ein neues Ziel vor Augen und das weil ich ein neues Auto hab. Danke an meinen alten treuen Gefährten für 10 Jahre. Die neue Lady hat schnittige Kurven und einen dunklen Teint, macht irre Spaß. Mir wäre eine längere Autofahrt in den Urlaub jetzt nicht als erstes in den Sinn gekommen, manchmal kommt es doch anders. Bei einem Ausflug am Feiertag nach Stuttgart schau ich bei der Wartezeit auf die Pizza im Valle nochmal was denn in Salzburg so in Frage kommt. Ich wollte schon lang mal das restliche Österreich kennenlernen und fang jetzt mal in der Mozartstadt an. Ich war schonmal einen halben Tag dort, viel zu kurz. Die Erinnnerung ist stark verblasst.
 
Gutes Feature im neuen Auto - USB-Anschluß! Wahllos einen Haufen Songs auf den Stick ziehen und los fährt das Mixtape Mobil durch Bayern um an der Raststätte Lechwiesen anzuhalten. Irgendwie ist das bei den Fahrten in die Richtung Usus und ein Garant für einen lustigen Halt. Der Verkäufer wollte mir was Süßes verkaufen. Meine Antwort daß ich süß genug sei hat er mit Humor genommen. Die Fahrt ist recht kurzweilig, am Chiemsee vorbei und bei Siegdorf kommt mir der Gedanke eine Leberkässemmel zu holen. Durchfahren und feststellen daß der Ort eher eine Bäckerhochburg ist, flugs weiter ans Ziel. Mein Gasthof liegt etwas außerhalb, idyllisch zwischen Kuhstall und Flughafen. Trinke ich lieber abends ein Bier mehr bevor der Flugverkerhr mir den Schlaf raubt:-)
 
 
Im Gasthof sehr freundliches Personal, überhaupt zieht sich das die ganze Zeit hier durch. Egal wo man hinkommt. Mit dem Bus geht es in die Stadt und das fürs erste ziemlich exklusiv, siehe Bild. Bald zeigt die Salzburger Innenstadt ihre Silhouette. Ist das schön! Mit dem Wetter hab ich auch Glück.
 
 
 
Ich flaniere durch die Altstadt mit all ihren schönen Gassen, allen voran die Getreidegasse und einen Würstlstand finde ich auch beim Markt vor dem beeindruckenden Dom. Mit Puszta-Krainer, die die Bezeichnung "scharf" verdient. Weiter am Dom entlang bis zum Mozartplatz. Über eine der Brücken über die Salzach entlang der Promenade kommt ein Lokal in dem man gut das erste Stiegl zischen kann.
 
 
Die Neustadt und das Schloss Mirabell liegen sehr nahe, überhaupt sind die ganzen Sehenswürdigkeiten sehr nah beeinander. Auf die Festung führt ein Aufzug, jedoch für etwas arg viel Geld. Zumindest für mein Empfinden, schau ich es mir halt von unten an. Es gibt genug zu sehen.
 
 
 
 
Zu essen gibt es auch genug. An der Pommes Boutique startet die Mission trächtiger Biber so richtig mit einem Lammburger, dabei richtig gute Pommes.
 
 
Es wird Zeit für die erste Reservierung im Carpe Diem. Das hat einen Stern und bietet ein Fingerfood und Kleinigkeiten Menü an. Das klingt alles toll und ich mach mich schick, trink einen gespritzten Marillensaft und geh pünktlich dahin. Ein sehr tolles Konzept mit Restaurant im ersten Stock, Bar mit der Terrasse im Erdgeschoss. Treppe hoch, Platz nehmen und los geht es. Die Amuses machen wirklich Lust auf mehr, da erscheint ein Pfeffercornet mit Kartoffel-Espuma und Rindertartar:
 
 
Der Kellner empfiehlt Riesling und schenkt sehr gute Tropfen davon ein. Von der Rebsorte bin ich nicht der große Fan, aber die Weine begleiten das Menü sehr gut. Wie auch u.a. diesen Black Cod mit Dim Sum, Koriander und Daikon-Rettich:
 
 
Die Teller sind alle schön und stilsicher angerichtet. Die Geschmäcker sind sehr ausgewogen, ein sehr genußvoller Abend. Das ist schon sehr fein, da kann man schonmal schwelgen. Es fängt zu regnen an. Mir werden auf Nachfrage verschiedene Bars für den Absacker genannt, alle sehr nah.
 
Doch ich komm erstmal nicht weit. Den Gin Tonic nach dem Menü erledige ich gleich im Erdgeschoss. Das macht nachm Essen munter bevor es ins Mentor's geht. Es hat fast was von San Sebastian hier. Eine Bar an der anderen und überall gut gelaunte Menschen. Überhaupt sind die Salzburger sehr offen. Mir gefällt es hier immer besser. Die etwas ausgedehnte Kneipentour schließe ich mit einer Bosna ab. Was für ein Abend.
 
Am Samstag Frühstück und ich freu mich einfach dazusein. Entgegen der Vorhersage hält das Wetter den ganzen Tag mit überwiegend Sonnenschein.
 
 
In der Stadt scheint eine Junggesell/innen-Abschied-Konvention zu sein. So viel davon hab ich noch selten an einem Tag gesehen. Was ich auch noch nie gesehen hab ist das Kaiviertel-Fest, das verspricht einen launigen Abend. Die Neustadt schau ich mir genauer an und überleg nebenher im Cafe Bazar was ich mir wo heut reinpfeife. Salzburger Nockerl wäre ja ein Muß, gäbe es die Dinger auch für eine Person. Ich muss mir wohl jemand aufreissen bevor ich da das nächste Mal hinfahre. Ich erfreu mich an einer Melange, die Tasse weckt Kindheitserinnerungen.
 
 
Also wieder Würstl, schenkt Energie für einen kleinen Aufstieg unterhalb Hohensalzburg mit tollem Ausblick. Alpensalz kauf ich auf dem Weg auch.
 
 
 
Für den zweiten Abend hab ich keine Reservierung, aber langsam Hunger. In der blauen Gans gibt es Kalbsbries. Hab ich sonst auf keiner Karte gesehen. Die Wahl in Salzburg fällt wirklich schwer, die Stadt hat einige gute Restaurants. Manche übertreiben es m.E. allerdings im Preis etwas. Man merkt schon die Festspielstadt.
 
Wie gesagt, blaue Gans, Preis passt, vier Gänge und das Bries...
 
 
Nach Spargel mit Schinken im eigenen Sund, Tafelspitzsuppe ist das ein toller Gang. Schlicht, schnörkellös, sooo gut! Ambiente passt ebenso wie auch das Dessert mit Rhabarber und Topfen. Mit vielen meiner Lieblingsdinge vollgestopft geht es in Richtung Kaiviertel.
 
 
Ich mag solche Straßenfester und das hier find ich besonders gelungen. An verschiedenen Ecken Darbietungen, Bühnen mit Bands unterschiedlicher Stile. Das Publikum in Feierlaune macht einen unterhaltsamen Abend. So viele tolle Menschen die einer Unterhaltung nicht abgeneigt sind, wirklich witzig. Die Unterhaltungen gehen noch eine Runde weiter in den Bars. Im Soda Club ist das Licht diffus, es hat was von dinner in the dark, da sieht man evtl. die Wahrheit später.
 
Am nächsten Tag heimfahren heißt auch daß ich es nicht übertreibe. Fit trete ich die Fahrt am Sonntag an. Der Fahrspaß dauert etwas länger, wenn man dann mal fahren kann. Inmitten einer schönen Alpenlandschaft ist der Stau jedoch halb so schlimm.
 
Salzburg, es war mir eine Ehre bei dir!!! Das machen wir mal wieder!
 

Pasta AFN

... oder die Melange. Das Gericht überdauert jetzt schon die Jahre meiner Untaten und hat schon einige Versionen mitgemacht. Der Spirit bleibt jedoch, feurige Tomatensauce mit Kaffee.
 
 
Kontxas A Fuego Negro a la Melange
 
Melange deswegen weil die Grundsauce mit Milch und Tomatenfrischkäse montiert wird, natürlich scharf abgeschmeckt. Muschelpasta für la kontxa, Kaffeebrösel mit Mandel und Kaffeeöl sowie Manchego und frische Tomate machen mein kleines, feines Pintxo.
 
 
Mit dem signature dish ist es jetzt auch für eine Weile der letzte Eintrag hier. Wisst ihr, manchmal läuft es im Leben nicht so wie man sich es vorstellt. Mich zu etwas zwingen und etwas darzustellen wonach ich mich derzeit einfach nicht fühle, das war noch nie ich. Geil kochen wenn man selber nicht so happy ist, das geht bei mir nicht. Und ein Muß war es für mich eh noch nie, das möchte ich so beibehalten.
 
Ich hab zwar nach wie vor Bock auf Kochen, darf dadurch viele schöne Dinge erleben und bin sehr dankbar dafür. Es gibt leider auch Erlebnisse die lassen mich an mir selbst zweifeln und das wird mit einem Teller Pasta auch nicht besser, sondern es braucht Zeit. Manchmal muß man aus dem Wald raus um die Bäume wieder zu sehen. Mal nicht kreativ unter Starkstrom zu stehen und eventuell ist es auch ein guter Zeitpunkt um eben das eine Weile nicht zu sein. Vielleicht ist es damit auch früher vorbei, wer weiß...
 

 

Wien, Genuss-Festival pt. IV

Es ist Samstag und der zweite Festival Tag. Heute esse ich ausschliesslich hier. Keine Restaurant Reservierung und die braucht es bei dem Angebot nicht. Das schaff ich allein gar nicht alles. Gehen wir halt so vernünftig wie möglich vor. Als ob das vernünftig wird heute. Überall tolles Essen mit gutem Wein und schöne Produkte. Man könnte meinen ich hätte das erfunden hier;-)
 
 
 
Das Wetter ist top und wertet das ganze natürlich auf. Das hat einfach Flair und mir taugt es gut gelaunte Leute in dem Ambiente zu sehen. Essen und Genuss bildet Kommunikation, bspw. über den Genuss von Schnecken (top!!!). Es ist fast wie beim Pintxo Hopping, nur nicht in San Sebastian, sondern im schönen Stadtpark. Schweinsbackerl gibt es auch, fast schon baskische Anmutung hier. Der Samstag läuft hier so schön vor sich hin, es ist mir ein inneres Festival.
 

Abends geh ich ins Adria auf ein Bier und schau zufrieden auf die Donau. Bevor mich Umstände in den Club Camera führen. Dort macht mir eine obenrum mit Bodypainting bekleidete Dame ein Kompliment wegen meiner Schuhe. Ich kann nichts erwidern (was denn auch... schönes Oberteil???) und drinnen bin ich auch sprachlos so skurril ist das. Mir ist das alles zu abgedreht und als es noch Glitzer auf mich regnet geh ich heim.
 

Daran muss ich Sonntag auch noch kurz staunend denken bevor es nach Melange zu einer letzten Runde in den Park geht. Dort gibt es noch u.a. Kaspressknödel, mit Salat und steirischem Zaziki, das macht nochmal Laune.
 

Wien, es war super bei dir... ob MAST, Petz, Festival und mit all den tollen Menschen - DANKE! Warum das immer "Mission trächtiger Biber" heißt, liegt auf der Hand. Aber das war es wert!

Wien, Genuss-Festival pt. III

Freitag früh, genau früh und ich geh strahlend zum Naschmarkt und dort zu NENI auf ein Shakshuka. Der Hans Neuner Gedächtnisteller ist ein guter Start in den Tag. Das Festival beginnt heute, ich hab einen Rucksack dabei und dreh meine erste Runde. Mit Ausflügen nach Pannonien und Kärnten. Ich finds einfach toll daß hier alle Bundesländer vertreten sind.
 
 
 

Die Veranstaltung ist wirklich toll und Georg ist auch wieder da. Er hat super, ehrliche Öle und ist so ein guter Typ. Macht echt Spass seinen Ausführungen zuzuhören. Natürlich nehm ich Öl und viel anderes mit. Unter anderem zig Kalorien, heute muss ich mich zurückhalten denn abends ist Petz Besuch.
 

Mein Highlight ist das Lamm-Laksa mit Nudeln. Zu Christian geh ich einfach gern. Das weiss der geneigte Leser. Von seiner Küche genug zu kriegen ist schwer. Dennoch gut gesättigt geh ich im Anschluss zu AtR. Dort ist jetzt nicht soviel los, aber im kleinen Raum läuft gute Musik wenn auch Rammstein lastig. Allerdings geht's heut nicht lang was in Anbetracht des heute konsumierten Wein und Bier nicht weiter tragisch ist.

Wien, Genuss-Festival pt. II

Tag 2, Feiertag und da ist es in Wien beschaulicher. Kaiserwetter und das nutze ich für einen Ausflug nach Schönbrunn. Nach einem Käsekrainer beim Bitzinger am Prater, Frühstücks-Kulisse Riesenrad.
 
 
Das ist immer wieder schön am Schloss und an der Gloriette und ich teste den Apfelstrudel im Cafe Residenz. Der Kellner fragt mich ob ich der Kaiser bin weil ich seinen Platz gewählt habe. Endlich erkennt jemand mein Potenzial!
 
 
 
 

Danach geh ich an den Donaukanal und hoppe den Bars entlang. Eigentlich wollte ich eine Schifffahrt machen aber bei den Preisen entscheide ich mich für Bier und das Tel Aviv und probier Hamshuka, echt der Hammer. Das bildet die Vorspeise, denn Schnitzel Tasting ist heute im Gasthaus Pöschl mit anschliessendem Othello im Hemd. Ein schönes Wiener Wirtshaus in dem sehr gut essen gehen kann.
 

Danach zieht es zu, wie wenn einer das Licht ausgeknipst hat. Ich wollte eh früh schlafen, so halt noch früher.

Wien, Genuss-Festival pt. I

Wien, Mai, Genuss Festival! Ich fand's letztes Jahr super und schon lang plane ich ein langes Wochenende in Wien. Das fängt Mittwoch an, ganz ungewohnt mit Abflug mittags. Kommt man auch mal ausgeschlafen an und startet quasi sein eigenes Genuss-Festival in extended version.

Am Check In "Wien, kein Weiterflug?"; meine Antwort BLOSS NICHT. Was ich mir dabei denke, wohl eher nichts. Auf dem Kopfhörer Man Or Mouse, manche können mit hands up, hands up, everybody sing weniger was anfangen. Aber ich bin gut gelaunt. Am Gate treffe ich einen Schauspieler und mir fällt der Name erst später ein. Ich bin so ein schlechter Cineast. Mark Keller - guter Typ und fotogen:
 

In Wien angekommen ist Kaiserzeit gefolgt von Wiener Eiskaffee im Landtmann (super). Gefolgt vom Marchfelder Tag am Hof und Bier gibt es hier auch. Zwei Stunden unterwegs und schon das Glas in der Hand. Es ist wieder ein schönes Flanieren durch die City mit ein bissle Shopping bevor der Abend schnell naht.
 
 

Der steht im Zeichen von Essen im MAST Weinbistro. Ein toller, detailverliebter Laden, das Essen ist super, mein Highlight ist das Ceviche und das geschmorte Lamm. Das Chefs Choice hat sich gelohnt, kann ich echt empfehlen. Das ist so gut da mit einem coolen Service.
 
 

Danach geh ich das erste Mal ins Loos auf einen Gin Tonic mit Gurke und Pfeffer. Der ist so gut, ich nehm einen zweiten und Pfeffer ist auch auf der Rechnung. Woanders schwanke ich für den Preis lallend aus der Bar. Am U4 ist die Schlange so enorm, also Rückwärtsgang in die City und ich lande im Platzhirsch. Sehr gute Wahl, denn bei 80ern und guter Gesellschaft werd ich zum Tanzbär bis in die frühen Morgenstunden.
 

Sonntag

Sonntag schönes Wetter, da kann man mal was ausserhalb der Küche unternehmen. Bux und Samu von Grizzly beehren den Tailfinger Bikepark. Also führt mein Spaziergang ins Schalkental. Cool mit den Jungs da Sonntag mittag ein Bier zu trinken, Zoller Zwickl ist gar nicht so übel. Grasweckle gibt's auch, hab mir erklären lassen weil da Ruccola drauf ist. Lustig war's!

Wer hätte es gedacht?

Was für eine Woche, es ist schon Mai in den wir kulinarisch reingetanzt sind. Und wär hätte es gedacht? Dann erreicht LFC tatsächlich das Champions League Finale und es erscheint die neue Parkway Drive. Aber mal eines nach dem anderen.

Nach der Küchenparty bin ich immens happy und stolz über das was wir da gemacht haben. Wir sind ansonsten eher in den Rockclubs unterwegs und da "konkurrenzlos". Es war eine tolle Erfahrung auf einer Veranstaltung mit lauter Könnern dabei zu sein - mit eigenem Gericht. Das ist in Kooperation mit der Speisemeisterei entstanden und bei der Einladung hätte ich nicht gedacht wie der Teller am Schluß jetzt ausgesehen hat.

Was ich auch nicht gedacht hätte daß mein Lieblingsverein es tatsächlich nach Kiev geschafft hat. Lads, das war eine tolle Leistung, auch wenn ihr es immer wieder spannend macht. Aber das geht wohl nicht anders wenn man großes erreichen will. Ich freu mich auf den 26. Mai gegen Real. Das könnte was werden!

Den Wochenendauftakt bildet auch etwas, was man so nicht erwartet hat mit Reverence von Parkway Drive. Dem Metalcore entwachsen, das hat Winston recht treffend beschrieben. An den melodiösen Gesang muss man sich mal erst gewöhnen. Mehr nach genauem Hinhören, vielleicht auch kulinarisch...

Heavy Metal Vienna, Addicted To Rock

Früh ins Bett heißt nicht immer früh aufstehen. Ob die im Hotel irgendwo Schlafmohn in der Matratze deponiert haben? Am späteren Morgen bin ich wach und das nächste Ziel ist der scharfe Rene. Das ist doch immer wieder "Würstl Impossible", denn egal wann ich da hingehe, der hat immer zu. Hungrig bleibe ich nicht weil der Naschmarkt ansteht. Dort neu eröffnet hat eine Filiale vom Rinderwahn.
 
 
 
Den Burger find ich gut, Getränke kann man sich nachschenken, sehr schick. Auf solchen Märkten könnte ich mich ja stundenlang aufhalten. Das mach ich auch! Beispielsweise an meinem Lieblings-Gewürzstand. Das wird ein Balanceakt:
 
 
Ich glaub ich kauf Gewürze wie Frauen Schuhe, beim Gegenbauer beherrsche ich ich ausnahmsweise mal. Am Karlsplatz vorbei geh ich ins Cafe Mozart. Heut bin ich mal abenteuerlustig und mach mal was anders. Ich bestell einen großen Braunen, einfach so. Irgendwann muss man sich mit den Kaffezubereitungen ja mal auskennen. Über den Graben geht es wieder an die Donau. Gegenüber vom Flex liegt der Würstlstand hier:
 
 
 
Das nächste Experiment, heut kein Käsekrainer, sondern eine Kaiserwurst - getrüffelt und formidabel. Die Bude macht richtig Spaß, tolle Auswahl und avanciert zum Lieblings-Würstlstand. Das nächste Mal bestimmt mehr davon. Ein super Tipp vom Achim, danke dafür! Am Kanal wieder ein Aufenthalt vorm Adria, es ist Freitag und man merkt das am launigen Ambiente.
 
Was auch immer ein Fixstern in Wien ist, zumindest bei mir, Petz im Gußhaus. Das ist immer wieder eine Freude dort einzulaufen.
 
 
Was ich an Christians Küche immer wieder schätze ist die Einfachheit und er schmeckt einfach so mutig ab, immer hart an der Grenze, aber geil. Das ist immer wieder so berückend. Heute bildet eine Sommerolle den Auftakt. Praktisch, spart man sich den Gang ins Mochi.
 
 
 
 
Saibling mit Spinatspätzle und Fisolen und Marchfelder Spargel mit Kartoffeln, Lachsschinken und Bärlauch-Holli, so einfach und sooo gut. Richtig witzig ist der Gang hier:
 
 
Fiaker-Kutteln, noch mehr Wien geht eigentlich nicht. Kutteln wie ein Gulasch abgeschmeckt und einen schönen, kleinen Gang draus gemacht. Dann noch ein Entrecote mit grünem Spargel, Morcheln und Kartoffelgratin. Das ist so klassisch und ein echtes Lieblingsgericht. Die Unterhaltung kommt nicht zu kurz. Ob mit dem Service, einem Gast die mir den finsteren Stern empfiehlt oder mit Christian welcher mich zum "riesengeilen" Brunnenmarkt schickt. Fürs nächste Mal merken...
 
So und jetzt folgt der zweite rockige Abend. Ich freu mich schon lang auf ein weiteres Mal Addicted To Rock. Warum ich da nicht schon bei meinen früheren Besuchen hin bin... egal, Hauptsache ich bin jetzt da, schnapp mir ein Ottakringer und los gehts.
 
 
Michael aus Zell am See, derzeit in Wien wohnhaft, ist auch allein da. Ein guter Typ mit dem man den Abend hier gestalten kann und gemeinsam lernen wir einen Haufen toller Leute kennen. Mir taugt es wieder hier, gute Musik und die Frauenwelt ist sehr hübsch anzusehen. Zu coolen Tracks wird getanzt, getrunken, sich unterhalten, bis in die frühen Morgenstunden. Ein sauguter Abend!
 
Die Nacht wird zwar kurz, aber das wars wert. Vor dem Heimflug eine kleine Runde durch die Stadt, natürlich incl. Käsekrainer. Die Reise war wirklich sehr bereichernd, gaulstark! Danke an alle Beteiligten!
 
 

Heavy Metal Vienna, Machine Head

Wien steht wieder auf dem Reiseplan, dieses Mal wird es sehr Heavy Metal! Zwei Abende voller Rock, Punk und Metal warten darauf von mir besucht zu werden. Dazwischen warten diverse Fresstempel ebenfalls auf meinen Besuch. Gut, ob die jetzt alle auf mich warten ist vielleicht nicht so, ich geh trotzdem hin.
 
Los gehts sinnigerweise mit der Anreise. Dafür steh ich sehr früh auf, da unter der Woche auf der Strecke zum Flughafen mehr los ist. Läuft dennoch geschmeidig und überpünktlich steh ich beim Check-In. Dieses Mal ohne blöden Spruch, ich bin mir sicher auf der Reise erledige ich den auch noch.
 
 
Also, hinfliegen, Flughafen-Selfie und ab in die City. Das Ticket fürs Konzert gilt auch für öffentliche Verkehrsmittel, für wie lang und wie genau - naja, darüber informiere ich mich mal nicht und im Notfall spiel ich den Bonus des doofen Touristen aus. Dieses Mal geht es an den Praterstern für mein Domizil. Der nächste Weg führt erstmal mit der Bahn Richtung Salzburg in die Stadt. Sehr bequeme Sitze hat der Zug, ich muss aufpassen nicht einzupennen, sonst wach ich in Salzburg erst wieder auf. Irgendwann verfasse ich noch den Guide "die 100 schönsten Wege vom Flughafen in die Stadt", weil es gefühlt jedesmal anders verläuft.
 
 
Regelmässige Leser wissen dass es erstmal um die Wurst geht, also den Käsekrainer. Die Stiegl-Dose passt hervorragend dazu und lässt sich mit auf den Weg nehmen. Donnerstag mittag in Wien mit der Hüsn durch die Stadt flanieren. Herrliches Wetter hab ich übrigens, die ganze Zeit über sommerliche Temperaturen. So gefällt mir Wien noch besser. Wien-Marathon ist auch wieder, das erschwert etwas den City-Walk, dieses Mal bin ich wenigstens nicht so mittendrin wie letztes Mal.
 
 
Irgendwann ist die Dose leer, genau in dem Moment, in dem ich am Cafe Landtmann vorbeikomme. Vorbei ist relativ, natürlich gibt es eine Melange und eine Sachertorte. Und die ist um Längen besser als im gleichnamigen Hotel.
 
 
 
Die Runde führt an den Donaukanal, an dem ich irre gern bin bei solchem Wetter. Am liebsten im Adria oder der Strandbar Herrmann. Heute Adria mit einem weiteren Bier. Nach dem muss ich aufpassen dass ich nicht in den Kanal latsche. Kurzes Frischmachen im Hotel und mein Progamm des heutigen Tages geht weiter. Und zwar hiermit:
 
 
 
Meissl & Schadn find ich einen tollen Laden. Richtig klasse mit den Assieten, die man vorab wählen kann. Das Sasak ist toll, ebenso der gesulzte Tafelspitz als kleiner Gugelhupf, witzige Idee. Dort wird auch Schnitzel Love proklamiert und es ist wirklich super:
 
 
Es gibt so drei Dinge, was pro Reise sein muss... Käsekrainer, Melange und Schnitzel. Alles erledigt mit dem heutigen Nachmittag der jetzt in den Abend mit Machine Head mündet. Ich mach mich auf ins Gasometer. Das ist ein riesiges Gelände, ich find erstmal die Halle nicht. Dafür das Einkaufszentrum und einen Spar mit günstigem Ottakringer. So lässt es sich hervorragend auf den Einlass warten.
 
Drin find ich das Venue sehr schön. Es gibt eine Lounge mit Sofas und die Konzerthalle selbst ist sehr breit. Nach und nach findet sich das Publikum ein und um halb neun dann Machine Head, welche mit Imperium anfangen, mit Volatile weitermachen und dann Now We Die nachlegen. Die ersten drei Songs also ein prächtiger Einstieg. Beautiful Mouring ist so unfassbar gut vorgetragen. Hier werden echt keine Gefangenen gemacht.
 
 
Robb Flynn hat jetzt keinen riesigen Aktionsradius, dafür jedoch Charisma, der Typ hat alles im Griff. Sorry wenn ich damit die gut spielenden Bandmitglieder jetzt etwas aussen vor lasse. Robb ist allerdings so cheffig, den find ich legendär. Er macht eine Ansage wie sie am Vortag in Wien rumgelaufen sind und Bier getrunken haben. Die pflegen den gleichen lifestyle wie ich! Die Ansage geht weiter mit einer Ausführungen über die Liebe zur Musik und er hat sowas von recht. Das anschließende Darkness Within ist einer Gänsehaut würdig. Wie auch das folgende Catharsis. Was die hier in den knapp drei Stunden abreissen, das ist unglaublich. Locust, Davidian, Exhale The Vile (!), Game Over (!!) und das abschließende Halo sind Highlights eines tollen Abends mit den Kaliforniern, die hinterlassen ein erfreutes Publikum. Das geht die ganze Zeit übrigens hervorragend mit. Ich bin froh dass ich mir die Show hier anschaue, ich bin absolut happy!
 
 
Danach führt der Weg noch ins Loco, was man sich eigentlich immer mehr sparen kann. Das liegt u.a. daran, daß der Cuba Libre schonmal besser war. Kommt man schon früher und nüchterner ins Bett als zu den guten Zeiten, guts Nächtle.

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