en la cocina

Nach diesem großartigen Wochenende in Donostia ist klar wohin die kulinarische Richtung im Foodlab geht und von wem die Gerichte inspiriert sein könnten. Ein Marktbesuch an diesem Wochenende gibt ebenfalls die Marschroute vor. Mit einem lockeren Backen geht das ganze los. Richtig, gelesen - Backen! In dem Fall Schwarzkümmel-Buns die variabel einsetzbar sind. Es bietet sich ein einige Knoblauchzehen mit reinzuwerfen. Gibt einen schönen Geschmack und Grundlage für eine Komponente.
 
Der Markt schreibt übrigens seine eigenen Gesetze. Beim Backen denk ich so bei mir was ich wohl brauche, schreib das auf um mit etwas anderem heimzukommen. Auch das ist ein Weg des Foodlab. Wenn jedoch Erbsen und Erdbeeren gut aussehen dann ist das quasi schon gekauft.
 
Am Freitag starte ich ganz unkompliziert, denn ich hab noch Käs-Leberkäs eingefroren. Da ich die Buns auch habe mach ich HEUTE FAHR MA POLIZEI. Das ist auch so ziemlich das einzige was mich an Donosti stört... es gibt keinen Leberkäs. Das ist wirklich Jammern auf ganz hohem Niveau. Dieses "bocadillo" würd ich gern ebenfalls in Donosti meinen Freunden servieren:
 
 
Käs-Leberkäs-Semmel mit Blitz-Essiggurkerl & Biersenf
 
Einfach runterscrollen... da steht wie es geht.
 
Da das wenig Aufwand ist mach ich mise en place fürs Wochenende. Es ist ja genug Material da. Damit kann es Samstag weitergehen. Ich mach einen Start und ein Ende für ein Pintxo Menü. Prädistiniert ist dafür QUIEN MANDA AQUI und eine neue Version des Entrees:
 
 
Lieblingstartar mit Senf-Espuma und Zwiebelstroh
Tartar de Favorito con Mostaza-Espuma y Paja de Cebolla
 
Mein Lieblingstartar besteht aus Rinderfilet mit bestem Olivenöl, Anana-Salz mit Tomate, Pfeffer, Marillen-Essig und Berbere. In der Reihenfolge unters Fleisch gezogen find ich das mehr als gelungen. Der Espuma besteht aus Joghurt, süßem und Estragon Senf sowie Sahne. Die Zwiebel wird mit Paprika und etwas Mehl ausgebacken.
 
Das Ende des Menüs ist brandneu und inspiriert von EN EL BARRIO DE LATON. Adios mi hogar, mi dulce hogar... für mich eine Zeile über Fernweh und bei den Wörtern adios und dulce entstand die Idee zu einem Dessert Pintxo. Die ersten Erdbeeren im Jahr sind immer was Besonderes und werden so gewürdigt:
 
 
Erdbeere, Rhabarber, Zitrone, Mandel & Almdudler
 
Erdbeeren und Rhabarber werden mit Almdudler zu einer Masse gekocht, passiert und daraus entsteht ein Gelee und ein Granite. Zitronensirup wird mit Joghurt und Sahne zu einem Mousse welches aufdressiert wird. Frische Erdbeeren kommen mit gebranntem Mandel-Pulver dazu, abgeschlossen wird mit Granite und frischem Thymian.
 
Die nächste Session folgt drauf. Schwarzkümmel-Buns sind noch da. Ich setz zwei Fonds an für Fisch und Huhn. Nebenher mix ich andere Dinge zusammen und stell meine nächsten beiden Ideen fertig.
 
Ein brandneues Gericht zu Ehren von The Guilty Brigade ist EXPLOSIVO. Damit bilde ich den schönen Besuch bei Belotti ab. Das Reisgericht war quasi Bomba um mir das Wortspiel mit der Reissorte zu erlauben. Die Orejas mit Curry ebenfalls ein schönes Gericht. Beides wie ich es mag, einfach löffeln und die Geschmacksexplosion genießen. Im Supermarkt hab ich mir Madras-Curry geholt, stand nebem Anana-Salz. Damit geht das Gericht so:


Bomba-Reis mit Gambas, Madras-Curry und Knoblauch-Joghurt

Erst mach ich einen Krustentierfond in dem anschließend der Reis wie eine Paella gegart wird. Den gerösteten Knoblauch mix ich mit Thymian, Olivenöl und Joghurt. Die Gambas brate ich kurz an, abgeschmeckt wird das Gericht mit Madras-Curry.

Noch ein neues Gericht ist inspiriert von VOLANDO BAJO. Das heißt tief fliegen und zu den ersten beiden Textzeilen fiel mir meine Nahrungssuche aufm Flughafen ein. Das endet meistens bei bekannten Burger-Ketten und Huhn. Das Fraitxiken ist die Antwort vom AFN auf das Backhendl. Alles zusammen mit Levante-Küche ergibt einen Burger von mir:


Fraitxiken Hamburguesa
 
Das Huhn wird mit Joghurt und Baharat mariniert. Paniert wird es ausgebacken. Auf den Burger kommt ein Apfel-Rhabarber-Amba. Dazu mix ich ein Püree aus Rhabarber und Apfelsaft mit Tahina. Ein Zwiebelgsälz mit Sidra-Essig und Paprika ist das Topping auf den Belag.
 
Ich hab noch etwas von dem Krustentier-Fond und dank meiner Maßlosigkeit Eismeer-Forelle daheim. Etwas Kaffeeöl ist noch da welches man mit KEEP IT REAL vollends würden und plattmachen kann.
 
 
Forelle mit Carbonara & Kaffee
 
Die Carbonara koche ich mit Risoni, Canellini-Bohnen, frischen Erbsen, dem Fond, Paprikapulver und Sahne. Also komplett falsch, aber so wie ich es in Donosti gesehen hab. Da ich eher dorthin als nach Italien reise also richtig. In dem Gericht geht es eh eher um Produkte. Wie bspw. frische Erbsen, tollen Fisch, Kaffeöl und -brösel. Das alles macht einen einfachen, schönen Gang.
 
Sonntag und ich mach mal was veganes mit Levante. GUTTERFRIENDS von den guten Blackyz steht Pate für diesen Gang:
 
 
Falafel mit Bohnen, BBQ-Erbsen, Tomate & Rhabarber-Amba
 
Ich hab noch was von dem Amba und Kichererbsen. Mit sautierter Zwiebel und Kreuzkümmel wird ein Falafel-Teig draus. Leider ist kein Wetter zum Grillen, dennoch benutze ich die Technik die Erbsen in ihrer Schote zu garen. Mit Canellini-Bohnen wird mit Biersenf und -essig einen Salat draus. Frischer Thymian und Tomate bildet mit dem Amba einen schönen Sockel für die knusprige Falafel.
 
Auch als Pintxo erhältlich...
 
 
Zum Abschluß des Wochenendes gibt es ein Gericht zu einem ganz besonderen Song für mich. PRESA... cena de idiotas, comida de polla oder  die Line interpretiere ich völlig frei und stumpf. Ich weiß daß es was anderes heißt, ist aber eine Remminiszenz an meine sprachlichen Differenzen. Live war das wieder so schön daß ich gern wieder ein Txiken-Gericht deswegen koche. Gemäß der Szene im Video beim Essen wird das Huhn etwas asiatisch angehaucht.

 

Basque Txiken India mit Erbsen-Fregola Sarda & weißem Rettich

Basque Txiken ist bei mir Hühnerbrust rückwärts gegart mit Anana-Salz, Paprika und Piment d' Espellete. Aus einem Hühnerfond zieh ich mir eine Sauce mit Tikka Masala und Hot India. Die Fregola Sarda wird mit Erbsen, etwas Fond und Butter versetzt und zur Beilage. Zum Rettich hab ich mir mal was anderes ausgedacht. Mit Milch, Sahne und Thymian mach ich eine Creme. Dünne Streifen salz ich ein, press sie aus und leg sie über Nacht mit schwarzem Senf und Bier-Essig ein. Am nächsten Tag mit Olivenöl und Pfeffer wird ein schönes encurtido draus.
 
 
Darauf noch ein Grinsen und ein EN EL BARRIO DE LATON!
 
 
 
 

Donosti Trilogie, pt. III

 
Sonntag in Donosti, es ist etwas beschaulicher. So wie die da feiern auch kein Wunder, ich wäre da auch nur schwer auf;-) Am Paseo Nuevo beginnt der Tag mit anschließendem Besuch im Txuleta bei Maddi auf Croquetas de Txuleta. Ein Meeresfrüchte-Reis ist das heutige Amuse. Dort wirt stets eine Kleinigkeit angereicht die Sonntags groß ausfällt.
 
 
Es geht Richtung Gros, erstmal an den Zurriola. Badewetter ist keines aber den Blick dort aufs Meer genieße ich sehr.
 
 
 
Da gehts lang, zu meinem guten Freund Belotti. Er hat das Casa 887 eröffnet. Für mich eine Herzensangelegenheit hinzugehen. Ein toller Laden ist das geworden, ich freu mich über diesen Besuch. Sehr chic und lässig, so präsentiert sich auch die Karte. Er liebt kochen und scheut sich nicht vor Crossover. Find ich toll, wie dieses Gericht:
 
 
Reis mit Carbinero, Sauce von dem Getier und Aioli aus geröstetem Knoblauch. Ein super Teller und bei diesem dachte ich er war beim Petz auch schonmal essen:
 
 
Geschmorte Schweinsohren mit rotem Curry und Haselnuss. Könnte von mir sein. Danke für diesen schönen Nachmittag!
 
 
Nochmal die Faszination Zurriola, ein Kaffee im AFN und es geht ins Stadion zu Erreala. Bei neuen Locations bin ich gern früh da und das sollte kein Fehler sein. Heute klappts mit dem Bus und ich geh zum Eingang. Dort soll ich mein Online-Ticket gegen ein richtiges an der Kasse eintauschen. Es geht nix voran, das System streikt. Das erklärt ein freundlicher Herr und mir gern nochmal auf Englisch. Also mit dem originären Ticket wieder zum Eingang. Dort auch ein freundlicher Herr der mich reinlässt und erklärt wo ich hin soll.
 
 
Leider schickt er mich auf den falschen Rang. Die Nummer dieses Sitzes gibt es dort nicht. Aber die Leute sind ja nett dort und helfen mir. Mit dem Aufzug (!) geht es rauf zum richtigen Rang und dort ist mein Platz. Vom Erstversuch des Eintritts bis dorthin vergeht knapp eine Stunde und ich schaff es gerade so zum Anpfiff meinen Sitz zu bevölkern.
 
 
Das tut dieser hervorragenden Stimmung hier keinen Abbruch. Schon beim ersten Blick ins Stadion bei der Platzsuche hat mich das in seinen Bann gezogen. Nach dem Aufwärmen werfen die Real Sociedad Spieler ihre Pre-Match-Trikots in den Block. Irgendwie ist es übrigens komisch wenn eine Kurve fehlt und man in die Stadt reinschaut. Was beim Einlauf und beim Match abgeht ist ganz großes Kino. Erst geht Real Madrid zwar in Führung, doch Erreala dreht das Match. Szenenapplaus wird groß geschrieben. Das ist Baskenland, ich mag diese Begeisterungsfähigkeit der Leute hier. Wie die Tore gefeiert werden ist einfach nur schön. Es ist ein sehr kurzweiliges Erlebnis im Anoeta. Wenn das Stadion fertig ist wird es vermutlich ein richtig geiler Kessel. Ist es an dem frühen Abend eh schon.
 
Gut organisiert ist auch der Transport. Nach dem Spiel steht da eine Armade Busse und flugs bin ich im AFN. Nochmal reinschaufeln was geht bevor es früh schlafen geht.
 
 
Der Flieger geht früh in Bilbao. So habe ich Montag morgen ein Bild von Donosti welches ich eher vom Heimkommen nach einer Feierei kenne.
 
 
Rückflug in die Heimat welcher nach einem Besuch im Pans am Flughafen ansteht. Alles läuft pünktlich, nur das Gepäck lässt auf sich warten. Der heutige Taxifahrer hoff wie der am Freitag  mit mir daß mein Auto noch dasteht. Ich hab Glück, so wie ich es verlassen hatte. Vermutlich hätte der Abschleppdienst Hochkunjunktur gehabt. Man muß ja auch mal Schwein haben.
 
An der Stelle MIL ESKER an meine lieben Leute für diese tollen Erlebnisse:
 
Kaotiko
The Guilty Brigade
Restaurante Casa 887
A Fuego Negro
 
Ihr und noch einige andere machen solche Aufenthalte zu etwas ganz Besonderem!!!
 

Donosti Trilogie, pt. II

 
Samstag morgen, ähm... sagen wir eher später Vormittag. Den Plan des Morgenprogramms hab ich am Vorabend eh irgendwann verworfen. Ein Spaziergang wirds trotzdem, ins Txuleta. Die dortigen Patatas Bravas sind stets das richtige nach so einer Nacht. Super Jürgen geht in den Supermarkt um sich mit einigen Dingen zu versorgen. Bspw. das was man daheim vergessen hat, schwarze Bohnen, Anana Salz und Lixone Pflegeprodukte. Schwer beladen geht es ins Zazpi zur Oxtail-Ravioli. Die ist immer wieder toll.
 
 
Um das Pintxo-Hopping am Nachmittag zu vollenden noch ins AFN zur Caldo. Es ist heute erfreulich trocken und so halte ich meine Nase in die baskische Meeresbrise. Es wird sehr schnell abend. Ich bin aufgeregt vorm Konzert. Schließlich sehe ich Kaotiko nicht alle Tage. Ich warte am Boulevard auf den Bus. Und warte... und warte. Da biegt nicht der Bus ums Eck sondern eine Gruppe Demonstranten. Da alle Wartenden die Haltestelle verlassen ist mir klar daß ich einen weiteren Spaziergang um die Kontxa mache.
 
 
 
Da gehts lang zum Doka...
 
 
Es gibt wirklich schlimmere Wege und so komm ich am Venue an. Zu früh, aber bei meinen Sprachkenntnissen weiß man halt nicht ob 19.30 Uhr Einlass oder Beginn ist. Ums Eck biegen Mortx, Aguayo und Iko, es ist ein großes Hola! Ich denke das ist sichtbar:
 
 
Es ist mir eine riesige freude die Jungs zu sehen. Die sind so sympathisch und nehmen mich gleich mit rein.
 
 
Xabi zeigt mir wo der Kühlschrank mitm Bier ist, Iko schenkt Rum aus. Ich halte mich etwas zurück, schließlich will ich das Konzert mitkriegen anstatt am nächsten Tag auf der Setlist zu sehen was ging. Zum Trinken komm ich vor Unterhaltung eh fast nicht. The Guilty Brigade sind ebenfalls sehr gute Typen.
 
 
Die fangen an und was da kommt ist einfach ne geile Rockshow. Ich bezeichne das als "musica con cojones". Es ist etwas surreal mit Xabi bei COMO EL HIERRO mitzusingen, aber schee. Ich find es super daß die Band ein langes Set spielen kann. Das wird mit NINOS DINAMITA beendet. Das schau ich mir gern wieder an.
 
 
 
Jhony kommt rein, Kaotiko ist komplett und legen mit Violencia los. Was für ein Brett! Die ersten acht Songs des Sets kommen von Aprende Violencia, anschließend die Klassiker. Beim dritten Song ist Augenwasser bei mir. AMOR MUERTO ist einer meiner absoluten Lieblingssongs. Der Refrain wird intoniert und bei dem Lied hat der Putenparka bei mir Dauerbetrieb. Auch VOLANDO BAJO ist live Bombe. Eigentlich funktionieren alle Songs von der neuen CD.
 
 
Der Part der Klassiker geht mit RICO DEPRIMIDO los. Das Doka tobt, ich auch, Ivan schaut sich das auch aus der Nähe an:
 
 
PRESA oder der erste Song den ich mir daheim nachm Kennenlernen angehört habe. Ich sing mit was ich halt so kann. JUERGA ist auch nicht kaputtzukriegen. Das macht richtig Laune hier.
 
 
Der Encore mit OH, CAROLINE, SU FALSO MUNDO und dem obligatorischen OTRA NOCHE hat es nochmal in sich. Vor allem beim letzten Song brechen alle Dämme. Unglaublich gut! Mit Superlativen soll man vorsichtig sein, aber das ist einer der besten Konzertabende ever. Beide Bands machen gute und ehrliche Musik. Beim Feierabendbier sind wir uns alle einig über eine gelungene Veranstaltung. Danke dafür!
 
Die Bands gehen früh heim, es ist quasi mitten am Abend. Den lasse ich noch in der Altstadt "etwas" ausklingen. Un brutal noche!
 

Donosti Trilogie, pt. I

Ich konnte ja mein Glück kaum fassen! Die Bekanntgabe der Tour zu APRENDE VIOLENCIA von KAOTIKO wurde früh gepostet, per Video. Noch besser ist daß Donosti erst im Mai ist und ich das im Januar erfahre. Also die übliche Unterkunft buchen und lustiges Flug spekulieren. Das heißt ich check wann es günstig sein könnte. Ist das ein Luxus. Das ist lange Vorfreude die sich mit dem Support von THE GUILTY BRIGADE noch steigert. Ein langes Wochenende in Donosti! Fußball-Dates werden auch noch gecheckt. Es könnte ja schwierig sein da beim Anoeta eine Tribüne fehlt (Umbau). Und weil der Spieltag in Spanien von Freitag bis Montag geht (Bundesliga ist auch nicht besser). Und weil Erreala gegen Real Madrid spielt (Top-Begegnung, geht wohl für beide um nix mehr). Anstoßzeit ist günstig, das Ticket weniger, trotzdem gebucht. Als ob Donosti allein noch nicht reicht. Auf meine ganzen Freunde freu ich mich natürlich auch. Die Jahreszeiten vervollständige ich mit dieser Reise ebenso. Sommer ist ja klar, im Herbst war ich auch mal und im Winter, im Januar 2017, ebenfalls bei Kaotiko. Primavera, ya voy!
 
 
Eurowings ist die bevorzugte Airline, da die als einzige direkt nach Bilbao fliegt. Mittlerweile auch bekannt als die Deutsche Bahn der Lüfte. Ob es mit der Pünktlichkeit so hinhaut werden wir im Lauf der Reise erfahren. Hauptsache erstmal hin und mir kann es da bekanntlich nicht schnell genug gehen. Vor allem wenn der Flug erst nachmittags stattfindet. Anreise, ich fahr bestens gelaunt nach Stuttgart. Dabei verschluck ich mich beim Mitsingen an einem Tic Tac. In Filderstadt ist das Parkhaus voll. So beginnt ein Abenteuerurlaub. Mit einer Parkplatzsuche die vor einem grossen Einkaufscenter ohne vertrauenserdrückende Schilder endet. Der Taxifahrer und ich hoffen das beste. Filderstadt war schon mal freundlicher.

Aufm Flughafen treff ich meine besten Schorlewei Kundinnen die ich mit 'schau an, die Easter Cross Saufnasen' begrüsse. Eine weitere Unterhaltung findet nicht statt. Ein Einkauf ist ebenfalls nicht notwendig. Denke ich mir bis ich halt den Kulturbeutel in Donosti aufmachen werde. Der Anflug verläuft recht ruhig, sogar ein Mittagsschläfle ist drin. Ich komm also fit und voller Tatendrang in Bilbao an.
 
 
Genau, das ist die Culinary Nation. Schön daß sich meine Affinität für Kulinarik dieses Wochenende mit Rock und Fußball verbindet. Eine Stunde mit dem Bus und Donosti hat mich am frühen Abend wieder.
 
 
In der Pension begrüßt mich Lander sehr herzlich. Eine Renovierung hat die Pension erfahren, es wird immer heimiger dort. Ich richte mich kurz ein und starte am Paseo Nuevo.
 
 
Diese Luft in Donosti, es ist ein einzigarter Duft nach Meer. Sehr jodig, ich komme augenblicklich an. Es ist ein tolles Feeling hierzusein. Der Weg führt unweigerlich ins AFN, pünktlich zum Küchenbeginn auf einen Makobe (immer das erste) und Merluza.
 
 
Ich werde wieder super aufgenommen, das ist einfach mein Wohnzimmer und mit den neuen Leuten komm ich gleich auf Anhieb klar. Vielleicht spielen gewisse Vorschuß-Lorbeeren auch eine Rolle. Bevor der Abend richtig startet hab ich Glück mit einem Platz im La Cuchara de San Telmo. Eine Stunde in der Altstadt und jeweils ein Quartett von Pintxo und Bier intus! Kurz abendfein machen und auf zu meiner Ruta zwischen Txuleta und AFN. Ein neues Pintxo mit Brühe, Kichererbsen-Espuma, Kartoffel und Pilzen wird probiert:
 
 
Tolles Gericht! Überhaupt futter ich was geht. Morgen bin ich ja aufm Konzert, also wird das abendliche Pensum hier etwas erweitert.
 
 
Estrella Galacia, Pintxos und Patxaran sowie Unterhaltung mit meinen Freunden macht richtig Laune. Zu der Zeit ist die Stadt nicht gerade von viel Tourismus geprägt. Beim Fortgehen trifft man eher Einheimische. Bspw. in meiner Cuba Libre-Bar, klar der muß auch noch rein. Von der allgemeinen Feierlaune lass ich mich gerne anstecken und lande in der Sariketa Bar. Irgendwie verschlägt es mich auch ins Friends. Dass da keine Warnzeichen sind... der geübte Leser weiß wenn man da reingeht ist eigentlich alles zu spät. Vor allem wenn man nicht gerade lang bleibt. Trotz dieses Abschlusses ein starker Abend in meiner Lieblingsstadt!
 
 
 
 
 

foodlab galore

Die Levante-Küche zeichnet sich durch mehrere Dinge aus. Einfach und eine Freude an Gewürzen und Farben. Gut, einfach fällt bei der Herstellung von Hummus erstmal weg wenn man das richtig macht. Für dieses Wochenende beginne ich am Mittwoch (!) mit Tahina. Dazu wird Sesam geröstet und mit Zitronensaft, Sesamöl und Olivenöl cremig gemixt. Dann weichen wir die Kichererbsen ein und kochen diese am Donnerstag. Mit Tahina, Bieressig & -senf, Olivenöl, Salz, Pfeffer und Olivenöl wird eine knalligere Version draus. Dann hat man Freitag schonmal was fertig und schaut aufm Markt was damit wohl geht.
 
Van Holzen kenn ich schon ewig, denen kann man beim Heranwachsen zuschauen. Noch unter dem Namen Rockfish hab ich die das erste Mal bei der Ulmer Kulturnacht gesehen. Die Ziehsöhne von meinem guten Freund Bobbes haben seither eine erstaunliche Entwicklung hingelegt, mal ganz abgesehen von der Namensänderung. Wir laufen uns immer wieder über den Weg. Die Jungs hatten wir schon mehrfach am Tisch und in Ulm sind die genauso zu Gast bei Konzerten wie wir.

REGEN vom gleichnamigen Album gefällt mir richtig gut. Ich hör normal nicht viel Musik mit deutschen Texten und logischerweise gibt es daher seltener Liedgut in kulinarischer Form. Der Song berührt mich jedoch sehr. Als guter Teilzeit-Donostiarra ist man nicht nur Sonne, Strand, Meer und Stadt gewöhnt sondern auch gern mal einen Wetterumschwung. Das gehört zu meiner Lieblingsstadt einfach dazu. Meine Gastgeberin meinte daß die Basken es ja auch gern grün haben. Wie oft ich schon Regenpausen in Pintxo-Bars überbrückt habe und in wievielen... ganz zu schweigen wieviel Pintxos ich mir da schon reingezogen habe.

Der erste Besuch im Mugaritz fand an einem regnerischen Sonntag statt. Eine ganz besondere Atmosphäre und der Beginn einer besonderen Beziehung. Das Restaurant steht für mich außer Konkurrenz. Andernorts ist die Kulinarik oftmals nachvollziehbar, hier ist es anders. Das kann man nicht erreichen, es ist einfach einzigartig. Ich mag auch die dortig Philosophie des Fingerfoods. Das möchte ich mit einem kleinen Gericht einfangen.


"Seeviche" mit Brot, schwarzem Senf & Hummus

Da ich nicht am Meer wohne mach ich Seeviche mit den Fischen die regional sind. In dem Fall würfle ich einen Lachs und mariniere diesen mit Zitrone. Apfelwürfel und etwas Chili vollenden dieses regionale Ceviche. Schwarzes Gold aus Lustenau kommt mit gehackter Petersilie aufs Kartoffelbrot und das wird im Ofen knusprig. Etwas Hummus als cremiges Element und fertig ist ein Pintxo zwischen Südamerika und Israel.
 
 
Ein sehr schönes Entree für das nächste Gericht welches ich sehr gern koche. Seit letztem Sommer gibt es NOBODY. Immer nur echt mit dem Chakalaka-Bär. In diesem Gericht gehts mir einfach drum warum ich koche wie ich koche. Ich fühl mich einfach mit solchen spielerischen Momenten gut dargestellt. Diese Version ist gewürzbetont und sehr Levante:


Lachs mit Vadouvan Spargel Royal, Hummus & Chakalaka-Polenta

Für den Spargel nehm ich meine bevorzugte Garmethode. Ich pack die Stangen halbiert mit Vadouvan, Olivenöl und Salz in Papier. Das wird im Ofen bei 160 Grad 20 Minuten gegart. Für die Royal hab ich Knoblauch in der Schale im Ofen geröstet. Das Innere wird rausgedrückt und mit Milch, Sahne und Eigelb zu einer Emulsion. Die Polenta wird mit Milch und Chakalaka angesetzt. Wenn eine Art Brandteig entsteht lass ich es abkühlen, presse es und stech den Bären aus. Serviert wird dieser Teller mit Hummus und Bisque.
 
Wisst ihr übrigens wie Blitz-Essiggurken gehen? Gurke schälen, Kerngehäuse raus, gefällig schneiden, einsalzen, ausdrücken und im Gefrierbeutel luftdicht mit Essig einlegen. Oder gleich vakuumieren. Nach zwei Stunden (Minimum) hat man eine schön eingelegte Essiggurke. Variabel einsetzbar, wie bspw. mein Gericht über eine gscheite Feierei und was ich dazu servieren würde - HEUTE FAHR MA POLIZEI. Inspiriert vom Video und einhergehendem Bierkonsum war eine Leberkäs-Semmel sehr naheliegend:


Käs-Leberkäs-Semmel

Es war klar daß ich die Assoziation zum Würstlstand und Käsekrainer herstellen möchte, deshalb Käs-Leberkäs. Dafür nehm ich Vorarlberger Bergkäse mit Paprikapulver und Petersilie ins Brät. Im Schwarzkümmel-Bun mit Biersenf und Essiggurke ideal für die eine freie Hand nebem Bier.
 
 
Hier das step-by-step zu dem Gericht:
 
Boden mit Biersenf
 
Käs-Leberkäs mit Paprika und Petersilie
 
Blitz-Essiggurke
 
Deckel drauf
 
BELIEVERS UNDER GRACE von Tenside oder kulinarisch Salsiccia in eine andere Welt geschubst:
 
 
Pasta e Salsiccia mit Zwiebel, Senf & Tikka Masala
 
Hier lass ich Pasta e Salsiccia mit Indien kollidieren. Die Pasta besteht aus Fregola Sarda mit Tomatensauce, abgeschmeckt mit Hot India und Tikka Masala. Darunter ist eine Tropea aus dem Ofen, bestrichen mit Tomatensauce. Das Topping der Beilage sind semigetrocknete Tomaten mit Kräutersalz. Die Knoblauchemulsion wird um Estragonsenf ergänzt. Abgeschlossen mit einer Salsiccia ist das ein Teller mit dem ich wohl in Italien Einreiseverbot erhalte.
 
Dank den Emil Bulls bilde ich Songs ab die ich wohl im Original niemals freiwillig anhören würde. Obwohl ich Eminem talentiert und halbwegs gut finde, wenn er nicht gerade schauspielert. All my sins need holy water, feel it washing over me... die Textzeile aus RIVER inspiriert mich zu einem Dessert welches den Schlußpunkt in diesem Eintrag und in einem Menü von mir setzt.
 
I've been a liar, been a thief
Been a lover, been a cheat
 
Die meisten meiner Pintxos im Glas sind von EINEM Dessert ausm AFN adaptiert. Erdbeeren mit einem Espuma aus Joghurt und weißer Schokolade mit Fruchtcrumbles (weiß heut noch nicht was) gehört zu meinen persönlichen Hits dort. Wie Jordi Roca bedien ich mich oft gleicher Techniken in unterschiedlicher Aromatik. Anyway, hier mein Petit Fours:
 
 
Rhabarber mit dunkler Schokolade & Vanille
 
Der Rhabarber wird mit etwas Fond, Mandeln und Gelierzucker zu einem Kompott. Mit dem wird das Glas zur Hälfte gefüllt. Mousse aus dunkler Schokolade mit Vanille läuft darüber und wird kalt gestellt. Abgeschlossen wird das Dessert mit lila gebrannter Mandel und Zartbitter Blättle.
 
Und weil wir gerade dabei sind noch das aktuelle BEAUTIFUL MOURNING.
 
Sonntag morgen und unter der Woche mal wieder SON OF THE MORNING von den Bulls gehört. Das ist quasi Inspiration für ein Frühstück im Levante Style:
 
 
Senfei vs Shakshuka mit Hummus und Zatar-Brot
 
Zu dem wachsweichen Ei kommt als Sockel etwas von der Senfemulsion. Den Shakshuka-Gedanken verfolge ich mit einem Gsälz aus Tomate, Chili und Weißwein-Essig. Etwas Senf-Hummus vollendet das Schälchen. Dazu gibt es ein Brot mit Zatar.
 
So beschwingt startet das Duo der Albernheit nach Hohenheim, richtig gelesen! Ein Novum mit einem Praktikum am Sonntag. Wir wollen morgens starten und viel kochen. U.a. machen wir Probe-Gerichte die evtl. auf dem Stuttgartert Weindorf präsentiert werden. Das ist eine Riesen-Ehre für uns. Natürlich haben wir was besonderes im Gepäck. Darauf aufbauend machen wir auch das Family Meal. Flo hat die Aufgabe den Leberkäs zu machen.
 
 
Wir kommen sehr gut gelaunt in der Speisemeisterei an und legen los. Bretter aufbauen, Zeugs zusammen suchen, schnibbeln und kochen. Aufm Programm stehen Paprika-Leberkäs von Flo, Kaspressknödel, Senfjoghurt, Kohlrabisalat, Spinat-Salat mit Johannisbeeren und Dessert. Dafür entscheiden wir uns auch für Johannisbeeren als Kompott und Vanille-Pudding.
 
Uns macht das riesig Spaß hier! Ich glaub man merkt uns diese Freude an hier kochen zu dürfen. Für die Probe-Gerichte beize ich eine Forelle mit Salz, Kräutersalz, Zucker, Chili und Kardamom. Dazu kommt Kohlrabisalat mit Zitrone, Sherryessig, Pfeffer und Olivenöl. Kartoffel-Chips mit Paprika geräuchert und Ajada sorgen für die baskische Note. Ein Signature mit Senfjoghurt vollenden diesen Teller:
 
 
PITTSBURGH in der Speisemeisterei von mir am Pass! Ich bin zufrieden und happy wie gut es angenommen wird. Weiter gehts mit unseren Kaspressknödeln. Dazu gibt es jungen Spinat und eine Vinaigrette mit Johannisbeere, Jalapeno, Apfel-Balsam und Olivenöl. Ein sehr schönes vegetarisches Gericht:
 
 
Mit dem gehen wir in Massenproduktion. Wie wir als Team funktionieren ist herrlich. Flo macht einen Leberkäs... den ersten in seiner Laufbahn. Schalotte, Paprika mit geräuchertem Paprika angezogen, ein Haufen Kräuter rein und ab mit dem guten Stück in den Ofen. Was da rauskommt dafür erhält er fast blaue Flecken auf der Schulter. Da fällt auch mal ein Spruch a la "ich rasier hier kulinarisch alles ab"!
 
 
 
Was wir an Pass stellen kann sich sehen und vor allem schmecken lassen. Uns taugt es einfach, dafür kochen wir. Miteinander eine gute Zeit haben weil so ein Essen verbindet.
 
 
Danach gibt es noch ein paar Handgriffe am Garde von uns. Und jetzt mal in großen Lettern:
 
WAR DAS EIN TOLLER TAG! VIELEN DANK VON UNS BEIDEN IHR LIEBEN!!!
 
Damit geht ein tolles kulinarisches Wochenende zu Ende!
 
 

 

EASTER CROSS

Meine Hasen - erstmal frohe Ostern an euch! Lasst es euch gutgehen!
 
 
Easter Cross steht aufm Plan! Der Kenner weiß daß es erst abends losgeht. Wenn man also morgens die Augen aufmacht und das Zeiteisen noch eine recht frühe Zeit anzeigt dann hat man Zeit noch etwas zu futtern.
 
Ein neue Version zu I'M MADE OF WAX, LARRY - WHAT ARE MADE YOU OF eignet sich als spätes Frühstück. Ganz im Stil vom Txuleta und huevos rotos:
 
 
Wachsweiches Ei mit Pilzen & Kartoffeln
 
Das Ei wird wachsweich gegart. Die Pilze sind Rahmschwammerl mit etwas getrockneter Tomate und Piment d' Espellete. Die Kartoffeln kommen aus dem Ofen. Zu dem Gang kommen noch Senfjoghurt, Ajada, knuspriger Schinken und Kresse.
 
Wo The King ist ist die QUEEN nicht weit. Zu Ostern fällt mir zu den gestrigen Beilagen was ein. Eine süße Version eines Klassikers aus OÖ:
 
 
Mohnknödel mit Apfel & Vanille
 
Für die Füllung mach ich Mohn mit Butter und Honig. Das kommt in einen Kartoffelteig, etwas süßer abgeschmeckt. Nach dem Garen wird der Knödel noch in Mohn gewälzt. Mir gefällt diese Texttur auf der Zunge enorm. Apfel & Vanille wie ein Aquarell, Topping ist ein lila Schnee.
 
Danach gehts ab nach Oberndorf zum Easter Cross. Auch bekannt als das gute Pferd für geschmackvolle Konzerte. Weniger bekannt ist daß an Ostern auch mal gutes Wetter in warm ist. Deswegen bin ich gern früher dort und mach eine Runde. Die Bulls sind auch schon da, großes Hallo mit allen! Der Mittag plätschert so schön vor sich hin wie der Neckar und bald beginnt meine Aufgabe für dieses Wochenende.
 
Die OMI hat gefragt ob ich eine Schicht an der Getränkeausgabe übernehme. Das macht irre Spaß! Jürgen the Bartender macht das glaub gar nicht so übel. Wenn ich nicht so geil kochen könnte würde ich es glatt lassen und das wär mein neues Hobby. Die Show findet da nicht nur auf der Bühne statt, denn die verbale Inkontinenz ist ja auch mit am Start. Zwei Beispiele:
"Haltet ihr die Theke fest oder wollt ihr was trinken?"
"Schorlewei goht immer nei!" (bei entsprechendem Absatz)
 
Von wegen Show...
 
 
City Kids Feel The Beat machen wieder Laune, ein ganz starker Auftritt. Meine Bros sind mittlerweile auch da. Schön daß alle Zeit hatten, freut mich sehr. Mit mehr Publikum gibts auch mehr zu tun und so wird es sehr kurzweilig. Zu den Bulls hab ich Feierabend...
 
 
The Ninth Wave macht den Anfang einer formidablen Show. Mir taugt es einfach die Jungs immer wieder anzuschauen. Der Encore beginnend mit Winterblood ist ein grandioses Finale. Danach unterhalten wir uns auf der Aftershow Party. Ein krass guter Tag eins aufm Festival!
 
Danke an Susi fürs Buchen meiner Unterkunft, ich schlaf dort wie ein Engele. Am frühen Nachmittag beginne ich Tag zwei... Stick To Your Guns. Ich bin etwas aufgeregt. So eine Band siehst und triffst du nicht alle Tage. Honeymoon Lecter sind auch schon da, dem Anton läuft man einfach immer wieder über den Weg. Bei abermals schönem Wetter ein cooler Mittags-Kaffee.
 
Dann kommen die Fan-Momente. Ums Eck biegt Jesse, er ist gern für ein Foto bereit. Ich erkläre ihm daß dieses Treffen für mich mit dem Hintergrund meiner Songdishes ganz besonders ist. Schließlich basieren die auf den Lyrics.
 
 
Er gibt mir noch die Hand, ich bin euphorisiert! Weiter mit Zitronensprudel und Konversation mit dem Drummer der Deez Nuts:
 
 
STYG machen gerade Soundcheck, da schau ich gern rein. Als sie fertig sind...
 
 
... sind die Rhythmus-Sektionen der Band und der Soulfood Brothers bildhaft verewigt. Chris läuft mir auch über den Weg:
 
 
Das ist ein toller Nachmittag, ich bin richtig happy! Frey und Peter treffen ein mit denen ich den Konzertabend verbringe. Wie auch mit Matze und Chrissy. Es wird immer launiger und familiärer hier. Get The Shot gefallen uns richtig gut. Ansonsten muß ich sagen daß die Konzerte an mir etwas vorbeigehen und ich mich mehr den Unterhaltungen widme.
 
Bei STYG bin ich allerdings voll da und voll im Fieber. Die legen mit What Choice Did You Give Us? fängt es an, geht mit We Still Believe weiter und der dritte Song ist Married To The Noise. Bei dem Song hab ich kein Temperaturempfingen mehr von wegen heiß oder kalt. So kann man Verhältnisse gerade rücken.
 
 
Against Them All schaue ich mich von der Bühne aus an. Wie auch den Schlußpunkt des Sets mit Nobody. Mit Superlativen kann ich nur so um mich werfen. Darauf hab ich mich lang gefreut und das zurecht.
 
Danach wieder Aftershow Party mit einem Schlückle von Holgers Mexikaner. An dieser Stelle vielen Dank daß ich das erleben durfte liebe OMI-Leute! Das ist nicht selbstverständlich und war mir ein ganz besonderes Ostern!
 
Wieder daheim geht es an den Herd und an den Ofen. BYOB von System Of A Down ist so ein Song der immer wieder im U4 oder auf einer Aftershow-Party läuft. So auch gestern... an beiden Abenden hab ich den Pizza-Stand beehrt und mir die Salami-Pizza mit Chili-Sauce veredelt. Grund genug für das hier:
 
 
Pizza mit Serrano & Chorizo in scharf
 
Die Tomatensauce setze ich mit Chili und Räucher-Paprika an. Chorizo und Serrano kommt drauf, dann Bergkäse, Pfeffer und Ajada.
 
 
 

Karwoche

Karwoche und logischerweise damit die Woche vor Ostern. Ich kann mir vorstellen daß einige auf Samstag hinfiebern. Da wird dann der Kühlschrank aufgerissen und das Fasten davor gleich wieder ad absurdum geführt. Bei mir könnte man meinen ich fress erst recht so richtig rein. Ich freu mich auf Samstag weil Easter Cross mit Emil Bulls ist. Und vielleicht noch einen kleinen Tacken mehr auf Sonntag weil Easter Cross mit Stick To Your Guns ist. Hier ein fortschreibender Eintrag der kulinarischen Woche.

Wenn ich schon ein geschmortes Lamm habe dann koch ich mal wieder einen Gang unter dem Motto "das macht man eigentlich nicht". AGAINST THEM ALL steht für mich für Kochen ohne Trends. Deswegen mach ich aus dem geschmorten Fleisch eine Praline:


Lamm mit Tarhonya

Das Lamm wird mit Tempura-Teig sowie Semmelbrösel und Mandel paniert und ausgebacken. Wenn man schon dran ist kann man auch Petersilie reinwerfen. Die Sauce aus dem Eintopf passiert und etwas einreduziert. Für den Senf gibt es eine Emulsion aus Lustenauer Senf, Eigelb und Sahne. Tarhonya als Beilage, Kresseöl als Deko und fertig ist dieser Teller.
 
Ein Überbleibsel aus dem Wochenende, hält sich allerdings hervorragend. Das "Majii-Leave" THE WHEIGHT OF THE WATER ist so hübsch geworden:
 
 
Ein chilliges Dessert bei dem der neue Hoodie von Younger Us kuschlig warm hält...
 
 
Dienstag abend oder das Mittagessen für Mittwoch vorbereiten. Da es schon lang keine Gnocchi mehr gab, mach ich mich mal daran. Weil das so lustig ist mach ich noch Salzstangerl fürs Vesper, Hummus weil noch Tahina und Zitrone da ist. Weil ich nur Eigelb für die Gnocchi brauche mach ich Baiser. Langweilig ist mir nach Feierabend eher selten.
 
Wisst ihr übrigens was übervorsichtig ist? Wenn man beim Jubiläum in der Krone seine AFN-Schürze extra auf die Seite legt, dann später des Fehlen feststellt, den ganzen Haushalt auf den Kopf stellt, die Bros kirre macht und dann der Gastgeber nach vorsichtigem Anfragen das Ding wieder findet.
 
 
Oli Kahn hätte laut "da ist das Ding" geschrien. Bin ich happy daß ich es wieder habe, es hängen etliche Erinnerungen und Symbolik dran.
 
MARRIED TO THE NOISE - ein Lieblingsgericht für einen Lieblingssong! Der Song ist so herausstechend und eines der spontansten Gerichte. Eben quasi noch aufm Southside live gesehen, jetzt aufm Teller. Da ich letztes Jahr am Tag nachm Southside Geburtstag hatte wollte ich für die Jungs einfach einen schönen Teller machen. Natürlich ging es mit mir durch... durch den Naschmarkt quasi. Fleischküchle mit Kartoffel und geiler Sauce ist für mich so unkaputtbar wie der Song.


Chakalaka-Butterschnitzel
mit Schwarzkümmel-Gnocchi, Gurke, Hummus & Chorizo

Das Butterschnitzel wird in einer Chakalaka-Sauce serviert. Wie erwähnt hab ich Gnocchi gemacht. Für das Gericht gehört Schwarzkümmel hinein. Die Gurke mach ich als Tartar mit Estragon-Senf, Bieressig und Kernöl. Hummus und knusprige Chorizo finalisieren diesen Teller. So schaut auch ohne Kresse oder sonstwas moderne Bistronomie für mich aus!
 
Ein weiteres Dessert mach ich zu Ehren der Emil Bulls. THE RECKONING... goodbye my concubine! Wer meine Menüfolge kennt weiß daß ich mich meistens mit Schokolade verabschiede. So schaut das süße Pintxo im Frühling 2019 aus:
 
 
Schokolade mit Rhabarber, Mohn & Beere
 
Der Sockel ist eine Melange aus Johannisbeer-Gsälz, Rhabarberfond und Mohn. Darauf kommt eine Ganache mit Zartbitter. Der Baiser ist mit Puderzucker und Johannisbeer-Pulver hergestellt. Darauf schwebt ein Kinderschokoladen-Espuma.
 
 
Soviel zum Lunch, weiter gehts nach Feierabend. Heut nicht so geschäftig wie gestern. Ajada setz ich an. Das ist so ne Art Paprikaöl was ich bei Pepe Solla gesehen hab. Knoblauch andrücken, mit Olivenöl und Paprikapulver erwärmen und ich hau das in ein Glas mit Petersilienstängel. Schauen wir mal was da morgen rauskommt dabei.
 
Wo wir gerade bei Pintxos sind mach ich ein Entree für The Void. Der Song davor ist auf dem Album und war in Wien CEMETARY BLOOM und ich hab mir ne Weile Gedanken gemacht was dazu wohl passt. Da das Gericht für The Void ein Txiken Tikka Masala ist war es naheliegend die Geschichte von der Henne und dem Ei aufzugreifen, ebenso das Thema Reis. My unnatural disaster:
 
 
Baharat-Carbonara mit Risoni
 
Für die Carbonara reduziere ich erst Sahne mit ordentlich Baharat. Nebenher brat ich Serrano in etwas Olivenöl aus. So hat man einen Knusper und ein Serrano-Öl. Dieses Öl ziehe ich unter die Risoni, Baharat-Sahne und Eigelb. Auf das Gericht kommt der Knusper sowie etwas Petersilie.
 
Gründonnerstag und mittags frei. Da Markt ist ist das ein Garant dafür daß ich mich auf dem Heimweg wohl fast einen Bruch lupfe. Auch wenn man die Feiertage zur Hälfte gar nicht daheim ist. Dort angekommen wundere ich mich was ich damit anfangen soll. Entweder geh ich mit einem Plan aus dem Haus oder eben nicht. Bei letzerem verdient der Begriff foodlab seine Berechtigung. Also erstmal souverän einen Kaffee in die Hand:
 
 
Wenn schon Markt ist dann auch mal mit Marktwurst. Nur leider gibt es keinen Bosna-Stand. Da ich aber noch Salzstangerl habe mach ich das halt selbst. Geht auch ganz ohne Song:
 
 
Bosna
 
Alleine für diese Errungenschaft hat sich ein Aufenthalt in Salzburg schon gelohnt. Die Zwiebel gibt es mit Tomatenstreifen in Purple Curry und Sidra-Essig. Englischer Senf, eine Chili-Wurst und geröstete Stangerl kommen dem Original in der Getreidegasse sehr nahe. Nur anders.
 
 
Aufm Markt hab ich mich auch zu Spargel hinreißen lassen. Soviel zum Thema planlos. Manche Ideen entwickeln sich jedoch im Laufe des Kochens. In meinem Fall also nach Kaffee, Bosna und mit Punkrock und Hardcore. Weil sich BETWEEN THE DEVIL AND THE DEEP BLUE SEA so schön variieren lässt gibt es diese Version:
 
 
Saltimbocca vom Zander mit Spargel & Harissa-Bohnengemüse
 
Der Zander wird mit Cafe de Paris wie ein Sandwich in Serrano eingeschlagen. So einen gefüllten Fisch wollte ich schon lang mal machen. Der Spargel wird mit Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl in Folie im Ofen gegart. Das Bohnengemüse kommt mit semigetrockneter Tomate, Harissa-Paste und Petersilie dazu. Kresse und Kresseöl bringen etwas Grün am Gründonnerstag.
 
Weil ich schon Bohnen hab und Bock auf Backhendl ist der nächste Gang BEAT IT. Inspirierend ist mehr Annisokay als Michael Jackson, eine meiner Lieblingscoverversionen.
 
 
Backhendl mit Bohnensalat & Senfjoghurt
 
Der Senfjoghurt wird mit Joghurt, Estragonsenf und Salzburger Salz gemixt. Der Bohnensalat erfährt eine Vinaigrette aus Bieressig, Biersenf und Kernöl, ebenfalls mit Salzburger Salz und Pfeffer. Mit Kresse wird es noch grüner. Das Hendl wird klassisch paniert und ausgebacken. Sonst hieße es ja auch kaum Backhendl.
 
Karfreitag und es kommt kein Fleisch auf den Tisch. Dafür ein Sabich aka PRAYER OF THE REFUGEE:
 
 
Spargel-Sabich
 
Das praktische an Ostern ist daß du quasi hartgekochte Eier hinterher geworfen kriegst. Also wir haben das, Salzstangerl, Spargel, Hummus und Gurkensalat. Für mich die Zusammenstellung für so ein Sandwich. Der Spargel wird dabei nur gebraten. Die Zeiten in denen man Spargel kocht sind durch.
 
Zu Mittag besucht mich meine Mum und wünscht sich Kaiserschmarrn. Dieses alljährliche Ritual find ich super, zumal dieses Gericht zu meinem Faves gehört. Inspiriert von der kuk-Monarchie, dem Franz-Josef und den Blackyz hier THE KING:
 
 
Kaiserschmarrn mit Apfel & Vanille
 
Keine großen Worte... klassischer Schmarrn mit Apfelkompott und Johannisbeere und Vanillesauce.
 
Ich schau danach ins Glas... mit dem Ajada-Ansatz. Mit dem was da rauskommt bin ich mehr als zufrieden. Dafür gibt es ein brandneues Gericht!
 
For I am lost right now as the ocean deep... dank Spotify kommt man auf solche Songs wie PITTSBURGH von The Amity Affliction. Zum Karfreitag ist die Songzeile und das Video inspirierend für einen frischen Teller in dem ich mich gern verliere. Dem Tag zu Ehren gibt es Fisch als ein Entree:

 
gebeizter Saibling mit Kohlrabi, Ajada & Senfjoghurt

Der Saibling wird mit Kräutersalz, Zucker und eingeschlagen mit Petersilie mehrere Stunden gebeizt. Für den Kohlrabi gibt es ein zweierlei. Einmal grob gerieben als Salat und einmal als Chips. Der Salat wird durch Marillen-Essig richtig gut. Senfjoghurt und Ajada vollenden diesen Gang... please tell me I am not undone.
 
Den Abschluß macht der Käseteller;-) Der dürfte zu meinem besten vegetarischen Pasta-Gerichten zählen. Burn through the witches:
 
 
DRAGULA... Schlutzkrapfen mit Fenchel, Spinat & Kren
 
Das war die Kulinarik der Karwoche, ich freu mich jetzt auf die beiden Tage beim Easter Cross!
 
 
 
 
 
 
 
 

fin de semana cocinero

Wochenende und das heißt bei mir meistens es hat was mit Kochen zu tun. Mit Essen sowieso, man hat ja Zeit dafür. Ich war dieses Woche geschäftlich in Karlsruhe und hab da einen super Hot Dog-Laden entdeckt. The Black Hot Dogs und das ist eine Empfehlung von mir! Schöne, kreative Hot Dogs, tolle Beilagen, Saucen passen. On top gibt es noch ein Süppchen als Shot und hausgemachten Eistee.
 
Ihr könnt euch denken daß ich mich zur Feier des Freitags an einen Hot Dog macht. VICE GRIP ist das Thema - give it all you got:
 
 
Käsekrainer Hot Dog
 
Für das Bun backe ich mal wieder. Dieses Mal kommt Mohn auf den Standard-Teig. Hinein kommen Estragon-Senf, Käsekrainer, Kartoffel-Chips, frisch geriebener Kren und eigene Blitz-Essig-Gurken. Die werden gesalzen, nach einer Weile ausgedrückt und mit Kräutersalz, Jalapeno und Bieressig im Glas durchgeschüttelt. Über Nacht durchgezogen hat man ein geiles Topping.
 
Am Freitag Abend bin ich auf eine Thermomix-Vorführung eingeladen. Öfter mal was neues, ist sehr interessant. Ich find das Gerät schon gut, nur der für den Preis ist es für das was ich beim Kochen mag überdimensioniert. An der Stelle vielen Dank für die Einladung und die Vorführung. An dem Abend starten übrigens zwei spannende Restaurants. Einmal der Sören in Wien mit seinem Herzig und mein Kumpel Belotti in Donostia mit Casa 887. Der Latz ist quasi schon umgebunden.
 
Samstag ist Matchday - Soulfood Brothers on the road! Wir kochen für Younger Us im JuHa West. Der Tag beginnt wie so oft mit Frühstück, Kaffee und Kaffeebrösel. Damit dürfte klar sein was es geben wird. An Bord das Duo der Albernheit welches diesem Beinamen an diesem Tag alle Ehre macht.
 
Erstmal jedoch ein seriöser Stopp in der Speisemeisterei. Warum wir da halten vielleicht an anderer Stelle mehr. Auf jeden Fall wird es wenn es was wird groß! Danach weiter in den wilden Westen von Stuttgart und Flo empfängt uns wieder sehr herzlich. Bei Tenside hat es uns im JuHa West so gut gefallen daß wir das für Younger Us hier nochmal sehr gern machen.
 
 
So sieht unser Gastgeber aus welcher uns das Leben sehr leicht macht. Wir kochen gemütlich zusammen Arroz A Fuego Negro und einen Marktsalat. Der besteht aus grünem Salat, Ruccola, Gurke und Mairübchen mit einer Vinaigrette aus Sidra-Essig, Senf, Kräutersalz, Pfeffer und Olivenöl. Es ist sehr baskisch reduziert und mir eine wahre Freude.
 
Younger Us freuen sich ob unserer Anwesenheit sehr. Der Tag lässt sich mit dem beschreiben was diese Kocherei für mich ausmacht. Wir haben gemeinsam eine gute Zeite was diese Bilder wohl am besten darstellen:
 
 
 
Es ist ein sehr familiärer Tag mit dem JuHa, Spraytan, Borni und Younger Us, das freut uns sehr, das macht einfach Laune! Wir unterhalten uns gut mit den Angehörigen des Hauses. Die Show von Spraytan ist sehr amüsant, ein Hybrid aus Musik und Comedy. Ähnlich wie bei uns wenn man es mal genau nimmt. Borni legt einen schönen Hip Hop Act hin.
 
Wie in Ulm bügeln Younger Us fachgerecht drüber und spielen ihr Album mit Leidenschaft in voller Länge. Das ist einfach gute und ehrliche Musik! Ein toller Tag geht damit zu Ende und wir sagen DANKE!!!
 
Danach schläft man wie ein Engele und auch länger, ist ja auch Sonntag. Der dazugehörige Braten ist mein diesjähriges Oster-Lamm. Beide Male im Mast gab es geschmortes Lamm und diese Gerichte waren nur toll. Daher wollte ich das für AMOR MUERTO adaptieren:
 
 
Berbere-Lamm/Topinambur/scharfer Hase
 
Das Lamm wird wie ein Gulasch mit Zwiebel und Knoblauch angesetzt. Abgelöscht mit Sidra-Essig wird der Schmortopf mit ordentlich Berbere gekocht. Ein Topping aus Petersilien-Mandel vollendet das Lamm. Scharfer Hase ist die weitere Anspielung auf Ostern. Polenta mit frischem Kren und Topfen wird gepresst und entsprechend ausgestochen. Topinambur gab es auf dem Markt, draus mach ich Püree. Dekoriert wird der Teller mit eingelegter Karotte, rote Bete Pulver und Kresseöl.
 
Dieses Wochenende ist wieder der Rhabarber mit am Start. Das bedeutet daß auch immer Rhabarbersaft daheim ist um erstmal einen Fond anzusetzen. Dieses Mal mit Johannisbeer-Gelee und der Rhabarber wird vorm Verarbeiten erstmal über Nacht da eingelegt.
 
Wir präsentieren Wien... Wiener Blut und die Stadt allgemein sind Inspiration für dieses typische Dessert. Falco hätte es mit Sicherheit toll gefunden, die einen haben das absolute Gehör - die anderen den absoluten Geschmack;-)
 
 
Topfenknödel mit Rhabarber & Beere
 
Den Topfenknödel mach ich logischerweise mit Topfen, mit im Teig noch Eier, Grieß, Mehl und Zucker. Der Rhabarber wird zu einem Kompott aus den eingelegten Stangen und dem Fond. Eine Mohnschmelze als Topping mit Beeren-Pulver vollendet dieses Dessert.
 
Und damit ich der einzige bin der Itchy und Falco auf ein Foto kriegt gibt es noch ein THE WHEIGHT OF THE WATER.
 
Meine Welt der Hardcore Cuisine at its best an diesem Wochenende!
 
 

Soulfood Brothers Heimspiel

30.3.2019, wir Soulfood Brothers feiern unser 5-jähriges in der Krone! Wie konnte es nur dazu kommen? Rückblende an einen Abend bei dem ich auf mindestens ein Bier in den Laden rein bin. Tobi kam auf mich zu und erzählte mir von der Idee von ihm und CP eine Veranstaltung mit uns zu machen. Das sind die Momente an denen ich an Schicksal glaube. Wir hatten uns eh überlegt was wir zu Ehren von uns selber machen könnten. Wir waren uns gleich einig daß wir da die Küche für den Abend bespielen. Im Januar ein Meeting beim Inder was wir da so machen wollen. Was ich an uns so liebe - unsere Planungen gedeihen schnell und unkompliziert. Das zeigte auch das Meeting in der Woche davor von wegen Kalkulation, Einkaufsliste usw.. Die Reservierungen mehrten sich in dieser Zeit sodass wir ein volles Haus erwarten.
 
Genug der Vorrede, was passiert am Tag X? Ich kann das selbst nicht so richtig einordnen ehrlich gesagt. In den Wochen davor Planung, Werbung und mehrfach zur "Akquise" in die Stammkneipe. Die Vorfreude steigt mit jeder Zusage. Soulfood Brothers ist irgendwie mein Baby, 2014 sind Dani und ich unbedarft nach Ulm gefahren um aufm Musikmarathon zu kochen. Das hatten wir in der Bierlaune zugesagt. Ich hätte nie gedacht daß dieses Baby so ein Langläufer wird, ich mit so tollen Freunden so viel erlebe und auch nicht daß wir fünf Jahre später zusammen in der Krone ein eigenes Event veranstalten.
 
 
Am Vorabend gehen Frank und Flo einkaufen, ich mach Brot-Croutons und Bierbrösel. Alle Zeichen stehen auf einen kulinarischen Sturm am Samstag. Der Tag beginnt beim Metzger und grobes Schneiden der Fleischwurst. Rustikal ist das Motto. Vor meinem Haus hält die Karawane des guten Geschmacks und frohen Mutes geht es in die Krone.
 
Gefühlt werden wir echt immer professioneller. Jetzt machen wir sogar ein ausführliches Briefing bevor wir kochen. Die Küche in der Krone ist nicht sehr groß aber für uns trotzdem mehr als ausreichend. Für dieses besonderen Tag ein schönes, gemütliches Zuhause. Mise en place läuft sehr geschmeidig. Dreierlei Spätzle, Sauce, sonstige Kleinigkeiten und als Leberkäs-Jürgen mache ich wohl was? Richtig, Leberkäs! Die Karte schaut wie folgt aus:
 
Leberkäs-Chakalaka-Style mit Paprika, Kartoffelspätzle und Senf
 
Bierkässspätzle mit Bierzwiebel und Bierbrösel
 
Spätzle-Wurst-Salat
 
Insgesamt ist das ein schöner Querschnitt unseres Schaffens.
 
 
Um sieben geht es los. Cafe und Keller sind bumsvoll. Das ist so unfassbar geil wieviel Leute wegen uns kommen. Unter anderem sind Denise und Tobi aus Stuttgart angereist, Rebellious Spirit in voller Stärke da und das Publikum an sich besteht aus vielen Freunden. Es macht total Laune hier den Leuten unser Essen zu Servieren. Eine Weile brennt die Luft, denn es kommt gefühlt alles auf einmal. Wir richten eins nach dem anderen an, in aller Ruhe. Da möcht ich gern unsere Teamarbeit betonen, die sich hier wieder auszahlt. Gegen zehn klingt es aus und wir haben Gelegenheit uns zu unterhalten.
 
 
Die Resonanz fällt überwältigend toll aus. Da krieg ich Gänsehaut, ein schönes Gefühl. Als ich vor Jahren das erste Mal was in den Topf geworfen hab hätte ich so etwas nicht gedacht. Unser Publikum ist wirklich super, an der Bar gefällt es mir gut bei Tobis Zapfkurs und musikalisch läuft was uns all die Jahre begleitet und geprägt hat. Das Feierabendbier schmeckt nochmal so gut. Was für ein Tag, Abend und Nacht!
 
 
EY WAR DAS GEIL - VIELEN VIELEN DANK!!!
 
 
 
 
 

Madsen, Cooking, Ulm

Start your day right... ganz im Wiener Stil mit Käs-Leberkäs-Weckle und Cafe con Leche:
 
 
So beginnt ein mit Sicherheit schöner Tag. Kochen mit Sibbi und Bobbes in Ulm steht aufm Programm. Anschließend besuchen wir Madsen. Die haben immerhin ein Lied für mich geschrieben... "du schreibst Geschichte":-))
 
Letzte Woche Wien, diese Woche Ulm und wieder aktiv am Herd. Das ist immer lustig das dabei rauskommt wenn man die Ideen zusammen wirft. Die Kocherei ist zum Glück fix einmal im Jahr.
 
 
In Ulm angekommen gehts zum Würstlstand an der es u.a. die beste Currywurst gibt. Die schreibt sich wirklich von und zu. Dann geht es in die Casa Bobbes wo sich auch bald Sibbi einfindet. Auf dem Speiseplan stehen:
 
Käsesuppe
Spareribs mit Guacamole
Rinderfilet, geile Sauce und Ravioli
Crema Catalana
 
Wir legen los mit den Spareribs und einem Gemüsefond. Das macht wieder so Laune mit den beiden. Wir habens lustig. Ich versuch mich mal wieder an Crema Catalan. Was auf dem Herd eigentlich gut emulgiert wird ums Verrecken nicht mal im Gefrierfach fest. Soviel dazu, hab ich eindeutig vergeigt. Gut, mit Halbgott am Herd kann ich auch leben.
 
 
Dafür wird die Käsesuppe super... mit der hab ich eigentlich nichts zu tun. Dafür mit den Ravioli. Das wird ein dreierlei. Geschmorte Paprika von mir, mit Käse und das Fondgemüse mixen wir u.a. mir Rosmarinöl. Einen Salat wollten wir übrigens auch noch machen, glatt vergessen. Trotzdem ein herrlicher Abend.
 
Der setzt sich mit Madsen fort im Roxy, ausverkauftes Haus. Max und die van Holzen Jungs sind auch da. Spricht gleich für einen guten Abend. Die Band ist wirklich unterhaltsam, vor allem die Darbietung von Sirenen gefällt mir sehr gut. Bei dem bereits erwähnten Song johle ich tatsächlich daß der wohl für mich geschrieben worden ist. Erst kein Standard-Dessert können, nach ein paar Bier dann wieder sowas...
 
Ein weiteres musikalisches Highlight setzt Sibbi mit seinem DJ-Set. Ich hatte es gar nicht vor, aber ich bin bis zum Schluß da. Ein knallerguter Tag, vielen Dank an alle! Vor allem an Bobbes!
 

ANNIVERSARY

DAS hätte ich 2014 nicht gedacht als Dani und ich nach Ulm aufgebrochen sind. Da dachten wir uns für den Abend wäre es ganz lustig uns Soulfood Brothers zu nennen und bei völliger Planlosigkeit souverän zu wirken.
 
Mittlerweile sind wir 5 Jahre unterwegs und durften tolle Dinge erleben. Das ist ein Grund zum Feiern und das machen wir am 30.3. ab 19 Uhr in der Krone!!! Kommt zahlreich!

Wien, Parkway Drive

Diesen Februar kann ich mich nicht über mangelnde musikalische Highlights beklagen. Erst You Me At Six, dann Release der neuen Kaotiko und jetzt geht es nach Wien. Parkway Drive spielen im Gasometer. Band und Location liegen bei mir sehr hoch im Kurs. Wie Wien eben auch, es ist ja ne Weile her. Ein Tour-Deppenzettel schadet nicht. Es geht in ein neues Hotel und an so einem langen Wochenende steht einiges zum Futtern an. Was nicht drauf steht wann ich zum Konzert gehe, das weiß ich auch so.
 
Das letzte Mal Wien ist ja eine Weile her und ohne Parkway Drive würd ich wohl kaum im Februar anreisen. Das fehlende Petz im Gußhaus machte sich auch in der Motivation mal woanders hinzugehen bemerkbar. Die Meldung daß der Christian zu dieser Woche als Gastkoch im Dstrikt startet lässt mich auch weiterhin an Schicksal glauben. Zwischen dieser News und der Reservierung lag ca. eine halbe Stunde. So läuft das manchmal und die Grundlage ist an der freitäglichen Anreise im doppelten Sinn gelegt.


Untypisch verläuft der Hinflug, als Novum nicht mit der Austrian. Was da mittlerweile für Gepäck aufgerufen wird... das kann man sich das eigentlich vorab mit Kurier schicken und ist billiger dran. Die Abflugzeit ist eher später als mitten am Tag, kommt man ausnahmsweise mal ausgeschlafen am Flughafen an. Den ganzen Flug nach Wien hab ich noch nie wach verbracht. Heute könnte das also klappen.
 
Verbale Inkontinenz mit veritabler Höflichkeit ergibt dass ich beim Check In meinem Gegenüber ebenfalls eine gute Reise wünsche. Bei der Sicherheitskontrolle ohne Halt durchkommen erwidere ich dem "geht doch" ein jubelndes hundert Punkte. Vor Abflug Kauf einer Gesichtscreme, das anti aging wird mit "brauchen wir nicht" abgelehnt. Ich bin gern aufm Flughafen.
 
Der Hinflug verläuft doch mit Powernapping und früh am Abend bin ich in Wien. Buchungen im Februar zeichnen sich durch Schnäppchen Hotels aus. Oft war ich in so einem Laden noch nicht. Lang bin ich auch nicht dort denn der erste City Walk ruft. Und das erste Mal geh ich erfolgreich zum scharfen Rene. Wenn Mälzer meint die Bude macht Spaß dann hat er recht.
 
Zur Blue Hour durch Wien laufen hat was. Richtig winterlich ist es nicht. Entlang dem Ring und in der Stadt ist es sehr beschaulich. Jeder Gang macht schlank. Bevor es zur ersten Reservierung und damit Christian Petz geht.

Schick ist es im Dstrikt, hoher Wohlfühl Faktor. Bei der Karte kann ich mich wieder nicht so richtig entscheiden. Dreimal Kalb in den Vorspeisen (Vitello Dorschato, Kalbskopf und Beuscherl), Secreto mit Szegediner Kraut und Grammelpogatscherl zum Hauptgang und Gin Fizz Sorbet danach wird es. Die Küche ist für mich sehr emotional, toll gekocht, hart am Salz gesegelt und alle Regler voll aufgedreht.

 
Schön ist es Christian wieder zu sehen und zu hören dass es ihm gut geht. Ein Gruss von ihm mit Beuscherl Ravioli im Flusskrebs Fond ist so typisch für ihn. Das sind die Momente... einfach wunderschön. Schokolade als Abschluss und weiteren Gruss ist der Schluss unter einen tollen Abend, DANKE mein Freund!

 
Freitag Nacht, U4, ATR und einige Biere. Man könnte auch sagen hart am Bier gesegelt. Musikalisch ist es sehr gelungen, da bleibt man gerne länger. Super Auftakt in Wien, sollte man öfter mache da auf Freitag abend hinzufliegen.
 
 
 
Samstag, etwas später am Morgen, Frühstück ohne meine Teilnahme. Ist für alle besser so. Die Vernichtungsmaschine für Käsekrainer und Sachertorte setzt sich in Gang. Ein schöner Morgen mit Sonnenschein führt zu einem Spaziergang über das Belvedere zum Bitzinger und Landtmann. Ausgedehnt in Wien spaziere ich durch die Gegend. Etwas besonderes passiert nicht, dennoch wird's schnell Abend. Ich halt mich ne Weile am Naschmarkt auf. Bei dem Vorfrühling ist die Hölle los. Man ist deswegen schon länger dort weil das Durchkommen dauert.


Damit kulinarische Genüsse und MAST Weinbistro. Das fand ich letztes Jahr schon geil. Ist es immer noch. Ein stimmiges Konzept mit tollem Essen gepaart mit gutem Wein. Hinreißende Gerichte und der Teller mit Grammelknödel, Klachlfond, Spinat und Herzmuscheln ist ein Kandidat für Gericht des Jahres.


Die Frage was ich sonst noch veranstalte beantwortet sich mit Barbesuch und Platzhirsch. Dort ist musikalisch das nicht meins, das visuelle entschädigt das jedoch.
 
 
Am Sonntag der Grund für meine Anwesenheit in Wien, PARKWAY DRIVE! Freudig aufgeregt heute mit Frühstück. Wieder ist schönes Wetter und ich kehr bei Demel ein. Dort gibt es die beste Sachertorte die ich hatte.


Wieder unterwegs denk ich mir wie lustig es wäre ein Restaurant bietet einen Würstlteller an. Lugeck macht das und ich sitz in der nächsten Minute dort zum dreierlei Würstl. So wird der Tag noch schöner.
 
Weiter laufen und nach einer kurzen Siesta ein weiteres ToDo erledigen. Im Meissl & Schadn wird das Schnitzel zelebriert. Nach zwei Assietten verleibe ich mir dieses Kulturgut ein, die helle Freude. Ich bezahle mit Karte und die Frage nach dem Autogramm beantworte ich "mit Widmung?"... das Gesicht war's wert:-))
 
Vollgefressen auf zum Gasometer, pünktlich zum Einlass. Timing ist schon ne Stärke von mir. Bei Thy Art Is Murder hätte ich ruhig auch später erscheinen können. Das braucht kein Mensch, gefällt mir so gar nicht. Besser sind Killswitch Engage, die Show ist sehenswert.
 
 
 
 
 
Parkway Drive entern die Halle durchs Publikum im Fackelzug, episches Intro. 90 Minuten Show beginnen mit Wishing Wells. Feuer, Lightshow, Streichquartett und eine Band in Hochform. Cemetary Bloom und im Anschluß The Void wie aufm Album ist ein Highlight. Der Sound ist großartig und für mich ist Winston ein Top Frontmann. Den bei The Colour Of Leaving aus der Nähe zu sehen macht Laune. Die Setlist ist sehr ausgewogen und macht irre Bock. Encore mit Molotov Cocktail, Feuer, Crushed und mit Bottom Feeder fällt der Vorhang. Sehr beeindruckend, die Leute sind danach beim Bier happy.
 
Montag in gut, ausgeschlafen geht's zum letzten Spaziergang. Wieder nach einer Teilnahme am Frühstück, mein Schnitt wird besser. Da ich Wien verlasse mal keine Wiener Küche. Dafür ein Hamshuka im Neni. Das ist wieder sooo gut. Manchmal ist's gar nicht verkehrt wenn der Bitzinger noch zu hat.


Wien, tolle Tage waren das bei dir! Ich bin froh den Trip gemacht zu haben, mehr als lohnend!
 
 

Meine Bros & FROM THIS DAY

Gestern war Donots in Stuttgart mit Soulfood Brothers... leider ohne mich. Mein recht großen Mandeln in Kombination mit Rüsselpest zwangen mich zum Konsum von Tee anstatt eines tollen Tages mit den Jungs. Auf die bin ich irre stolz und das zeigt was wir für ein tolles Team sind, einfach toll gemacht!!! Auch wenn ich nicht dabei war war es irgendwie unterhaltsam. Dank moderner Medien bin ich aufm Laufenden und happy für die Bros!
 
Das erste Date von uns ohne meine Anwesenheit und es gab auch noch Pasta A Fuego Negro. Normalerweise danke ich an der Stelle allen Beteiligten. Dieses Mal umso mehr, es macht einfach Freude zu sehen wie bei uns alles so gedeiht. Grüße an unseren Frank Eisele der auch mit dabei war. Dani wird noch ein paar Zeilen schreiben, seine Erzählungen von dem Tag gestern machen richtig Laune.
 
Als ich mal wieder schlucken konnte und Appetit hatte, hab ich mich auch an den Herd gestellt. Inspiriert von FROM THIS DAY hab ich mich an ein Gericht aus Wiener Küche mit Jerusalem gemacht. Der Song ist eine Erinnerung an die Besuche im Tel Aviv und im Neni am Naschmarkt. Der Wow-Effekt hat Gewürzen eine größere Rolle in meinen Gerichten eingeräumt.
 
 
Reh/Kartoffel-Schmarrn/Kohlröschen
 
Das Reh setze ich mit Hot India an und schmecke es mit Zatar ab (zugegeben war noch eingefroren). Für den Schmarrn stelle ich einen Teig ähnlich wie für Gnocchi her, nur weniger Mehl, etwas Milch und hebe steif geschlagenes Eiweiß drunter. Fertig gestellt wird es wie ein Kaiserschmarrn. Joghurt mit Kohlesenf und Sahnekren bilden den Sockel für Kohlröschen. Die werden in Butter und Bieressig mit Salz sautiert. Bestäubt wird der Schmarrn mit Erdnuß-Pulver.

es geht um die Wurst

Hi Folks,
 
Silvio hat mir empfohlen meine Einträge so zu beginnen. Er meint die Leserschaft würde sich vermehren dadurch. Wie passend daß heut Konzertbeginn 2019 ist. Noch passender mit Rebellious Spirit, unplugged im Sonnenkeller. Schee so mit den Homies at home. Wobei sich gestern das erste Halbjahr anders entwickelt hat wie gedacht. Für Parkway Drive in Wien gab es wieder Karten. Warum auch nicht die Band in einer meiner Lieblings-Locations anschauen? Im Gasometer hats mir schon gefallen als letztes Jahr Machine Head drei Stunden lang den eigenen Backkatalog zelebriert haben. Ihr könnt euch denken daß es wohl auch das große Fressen wird.
 
Dann kommt man abends heim und ein lustiges Kaotiko Video mit den Tourdates zu "Aprende Violencia" flimmert über den Monitor. Bei der Aufzählung kommt am Schluß tatsächlich Donosti! Also wird das neue Genussfestival im Mai eher eins für die Ohren. Freu mich Bombe drauf! Die nächsten Tage ist dann eher Flugradar um einen günstigen Flug zu buchen.
 
Wenn es schon um die Wurst geht... aufmerksamen Lesern dürfte meine Affinität zur Wurst nicht entgangen sein. Ob der erste Gang in einer österreichischen Stadt zum Würstlstand ist oder ob es Würstl-Teller der kreativen Art sind oder ob wir mal ein Würstl bei Soulfood Brothers servieren. Mit Sicherheit komm ich an (k)einem Würstlstand in Wien vorbei. Genausowenig am Txulta auf eine Txistorra.
 
Ich bin ja froh daß ich einen Fleischwolf hab mit dem man selber wursten kann. Vor allem weil man seine Txistorra selber machen kann denn die gibt es ja hier nicht. Dank meines Jubiläums-Geschenks ziehe ich also mal wieder los zum Metzger. Raus laufe ich mit 2,5 kg Schweinenacken und Wurst-Darm. Als Dreingabe gibt es ein Paar Würstle. Vielleicht als Maßgabe wie es richtig geht, wir wissen es nicht.
 
Daheim geht es also los mit mise en place. In dem Fall das Fleisch so zerkleinern daß es gewolft werden kann. Das macht man für Würste zweimal durch die feine Scheibe. Dann entscheidet man so langsam was man denn haben will. Ein kleiner Teil wird zur Cajun Wurst. Wenn man nicht alleine wäre würde man sich zwischendurch dafür feiern wie geil man den Wurstdarm aufgefädelt hat. Der größere Teil des Materials wird zur Chakalaka Txistorra. Vom Naschmarkt hab ich exakt soviel von Majoran, scharfem Paprika und Chakalaka da daß man da alles reinkippt. Eigentlich könnte man es auch Naschmarkt-Txistorra nennen.
 
Elementar wichtig ist die Bratprobe. Praktisch daß man gleich ein kleines Fleischküchle hat. Echte Meister grinsen zufrieden nach der Verkostung;-) Ich wähne mich auf dem richtigen Weg und abfüllen. Das ist alleine etwas weniger geschickt, wird aber auch. Mit dem fertigen Produkt macht man dann ein Selfie:
 
 
Ich bin ziemlich happy damit, eine kommt gleich in die Pfanne. Nebenher mach ich mir noch frische Weckle, das wird zelebriert. Mit Estragon-Senf ist das ein Genuß daß ich kurz über die Gründung eines Würstl-Imperiums nachdenke. Bevor ich ausprobiere wie sich die Txistorra brühe lässt weil das Gefrierfach nicht alles fasst. Unfassbar so etwas. Das alles im Vorfeld zum Wochenende.
 
Wie gesagt es beginnt mit Rebellious Spirit und einem neuen Wurstweckle. ETERNAL DESIRE steht dafür Pate. Mit der Einleitung dürfte die Inspiration klar sein.
 
 
Cajun-Txistorra mit Steirer Wirsing
 
Die Wurst mach ich mit Anana-Salz, Cajun Spice und Rauchpaprika. Die wird gebrüht und vorm Servieren schön gebraten. Den Wirsing setzte ich als Juliennes mit Knoblauch und Chili an. Abgelöscht mit Weißwein und eingekocht mit Sahne kommen süßer Senf und Sahne-Kren dazu. Das selbst gebackene Weckle wird auf den Schnittflächen angeröstet und somit zum Crunch. Drei Komponenten - bumm-bumm-bumm!
 
 
Danach geht es nach Balingen. Ergebensten Dank an Frank fürs Hin- und an Mo fürs Heimfahren. Bewahrt mich u.a. vor Winter-Tourette. Schön daß es im Sonnenkeller Augustiner gibt. In so einer lauschigen Atmosphäre trinkt es sich besonders gut. Nach allgemeinem Hallo und Vorband geben sich die Jungs die Ehre eines Real Acoustic Konzertes in zwei Akten.
 
 
Da ist selbst der Hardcore-Jürgen beeindruckt was die Band da schönes einstudiert hat. Die eigenen Songs sind gut arrangiert und der Abend macht richtig Laune. Ein toller Auftakt ins musikalische Jahr!
 
Da ich in der Hauptsache Txistorra gemacht habe liegt es nahe ein ADRENALINA zu servieren.
 
Esto empieza a subir
Esto empieza a vibrar
 
Es startet, damit interpretiere ich ein Frühstück. Auf gut baskisch, Txistorra mit Kartoffel und Ei. La ruta... ein Teller zwischen Txuleta und A Fuego Negro:
 
 
Txistorra/Patata/Huevo/Piperrada
 
Nach so etwas kann man im Sommer entweder erstmal am Strand ausgiebig spazieren oder ausgiebig schwimmen gehen. Um es etwas leichter und kreativ zu gestalten mach ich erstmal einen kleinen Gang draus. Die Kartoffel mach ich als Küchle aus gestampften Kartoffeln, Ei, Stärke, Mehl, Salz, Pfeffer sowie Kartoffelbrot-Croutons. Das Ei mach ich als Eigelb-Emulsion mit Milch, Sahne, zweierlei Senf und Brunnenkresse-Öl. Das kommt noch als Deko mit frischer Kresse dazu. Die Piperrada kommt als Ketchup mit Oliven und als Pulver. Die idealen Begleiter für meine Chakalaka-Txistorra!
 
 
Die Wurst kann man ruhig nochmal feiern, am besten mit POSSER. Insistir, resistir... bei dem Gericht geht es um Talo con Txistorra anders gedacht, especial sozusagen. Bei der Semana Grande ist der entsprechende Stand ums Eck udn wird von mir öfters frenquentiert. Bei der Version ist die Idee das traditionelle Gericht nach Lateinamerika zu schubses, mit etwas Tel Aviv...
 
 
Talo con Txistorra especial
 
Für mich sind solch Küchen wie in Mexiko, Südamerika doer auch Israel bunt und sehr aromatisch. Mit dem Teller treib ich das auf die Spitze. Würstle mit Kraut und Kartoffeln stell ich dabei mal anders dar. Für Talo mach ich Pfannkuchen mit Bier und Petersilie im Teig. Die Füllung besteht aus Wirsing, Knoblauch, Zwiebel, Chili, Biersenf und Bieressig. Das wird eingekocht mit etwas Sahne. Zur weiteren Beindung kommt eine Kartoffel und Eigelb dazu. Ergänzt wird die Beilage um eine Causa. Dafür wird Kartoffel mit Kalbsfond und Zitrone zu einem Stampf. Vor dem Anrichten kommt frische Chili dazu. Eine Sauce aus Gulaschsaft und Zatar ergänzt die Chakalaka-Txistorra und fertig ist ein besonderes Würstl-Gericht.
 
 
 
 

2018 review

 
Im Bild da oben die Versinnbildlichung des Jahres - voller Einsatz beim Kochen! Für Soulfood Brothers war es ein spannendes und facettenreiches Jahr. Vom Fixstern Musikmarathon und dem gewohnten Jahresende lagen zwei Küchenpartys in der Speisemeisterei dazwischen. Wir kochen in der Sternegastronomie Leberkäs.
 
Mein persönliches Küchenjahr zeichnet sich durch eine gewisse Einfachheit aus. Solche Besuche im MAST und im Narru unterstreichen das. Drei, vier Komponenten, gut gekocht machen tolle Gerichte aus. Da ich kaum mal aufm Naschmarkt am Gewürzstand ohne Kauf vorbei gekommen bin wurde es wieder gewürzlastiger.
 
So am Jahresende kann man sich vor Rückblicken gar nicht retten. Ich seh das auch immer als ein Kapitel an. Jeder Sommer birgt in Donosti Überraschungen, dass ich zweimal nach Salzburg fahre war auch so nicht geplant. Da Musik immer eine große Rolle spielt fand ich den Rückblick in der Form letztes Jahr gar nicht übel. Ich spar mir eine Platzierung im übrigen:

Top-Alben 2018:
Blackout Problems - KAOS
Grizzly - Polaroids
Machine Head - Catharsis
Farmer Boys - Born Again

Top-Songs 2018:
Blackout Problems - Rome & Queen
Farmer Boys - Mountains/Stars
Machine Head - Catharsis
Grizzly - Parents Nightmare
The Guilty Brigade - Como El Hierro

Top-Konzerte 2018:
Metallica - beide Shows mit Halo On Fire, leichter Vorteil für Show Nr. 2
Machine Head in Wien
Stick To Your Guns aufm Southside
natürlich alle Shows unsere Freunde der Emil Bulls, Itchy, Grizzly und Blackout Problems

Top-Festivals 2018:
Southside
Man merkt so ganz leicht daß ich nicht oft auf Festivals bin, aber der Tag war Bombe!

Musikalische Überraschung des Jahres:
Des-Kontrol bei der Semana Grande, ich dachte noch die ganze Zeit den Bassist kennst doch - war Hodei von Arkada Social

Musikalische Enttäuschung des Jahres:
Glücklicherweise kann ich hier ein Blank setzen;-)

Persönliche Neuentdeckung des Jahres:
The Guilty Brigade

Meist erwartetes Album 2019:
Kaotiko - ganz klar, 8.2.19 wird ein Festtag!
 
 
Ich möcht allen Beteilgten an der Stelle für die tollen Erlebnisse danken, als da wären:
 
Musikmarathon & Roxy Ulm, LKA Stuttgart & MusicCircus, jeder der unser oder mein Essen gut fand, Speisemeisterei, A Fuego Negro und meinen Bros sowie unseren Aushilfen

x-mas cooking

Frohe Festtage - ich hoff ihr lasst es euch gutgehen. Bei mir wird das Fest chillig und ich mach es mir recht einfach. Wobei sich meine Küche 2018 durch Einfachheit auszeichnet. Nach dem Tag in Ulm gibt es daheim ein recht schnelles Gericht mit LA LLAVE O LA VIDA:
 
 
Kässpätzle mit knuspriger Zwiebel
 
Am heiligen Morgen geht es geradewegs weiter mit Kaotiko und HOY ES MI DIA:
 
 
Croissant Jamon y Queso, Cafe con Leche
 
Das Zeiteisen schreitet Richtung Mittagessen und als Remminiszenz an den Samstag gib es ein Itchy-Songdish mit KEEP IT REAL:
 
 
Eismeer-Forelle poeliert/Carbonara/Brunnenkresse
 
Erstmal setz ich mir aus Abschnitten und Suppengrün mit Tomatenmark und Paprika einen Fond an. In dem gare ich mit Sahne die Risoni zu Ende und poeliere den Fisch. Für mehr Carbonara gibt es knusprigen Speck. Die Brunnenkresse kommt frisch und als Öl auf den Teller.
 
Zum neuen Brett von Kaotiko VIOLENCIA kam mir beim Text und Video die Idee einer Schlachtplatte. Sarteneko ist die baskische Antwort drauf mit verschiedenen Würsten wie Morcilla, Chorizo mit Ei und Kartoffeln. Das wollte ich kreativer darstellen:
 
 
Sarteneko VIOLENCIA
 
Als bekennender Fan der Txistorra hab ich mich dem Thema angenähert indem ich Cevapcici so abschmecke. Paprika, Piment d' Espellete, Knoblauch, Zwiebel, Petersilie und Estragon-Senf. Mir fiel auch wieder Carne con Tomate ein, also mach ich erst einen Tomatenfond. Der wird mit Röstzwiebel und Sahne mit Cafe de Paris und Cidre-Essig abgeschmeckt und eingekocht. Die Morcilla und Kartoffel thront als Blunzn-Knödel auf dem Ei. Das stelle ich mit Speck, Spinat etwas Sahne und Kren-Senf als eine Art Carbonara dar. Brunnenkresse als Öl und frisch gezupft sind die Deko.
 
Wenn ich schon so eine tolle Masse habe mach ich Fleischküchle. Inspiriert von MT. MADNESS der Emil Bulls und der weihnachtlichen Gewürzbomben mach ich einen Burger. Als ob ich mich mit Gewürzen seit Naschmarkt-Besuchen zurückhalten würde. Es ist so eine Art "Salzburger" geworden, eine Art Zusammenstellung wie in der Pommes Boutique.
 
 
Txili-Txeese-Salzburger
 
Für das Bun mach ich einen Teig mit dem Salz aus Salzburg, ordentlich Zucker, Milch, Wasser und Hefe. Die Burger-Sauce ist eine Emulsion aus Milch, Sahne, Eigelb, Estragon-Senf, Kren-Senf und Kürbiskern-Öl. Semigetrocknete Tomate, Brunnenkresse, Speck und Heidi-Käse vollenden den Burger. Dazu mach ich Pommes mit Petersilie und Bergkäse. Dazu kommt eine BBQ-Sauce aus Tomate, Cidre-Essig, Worcestershire-Sauce und Cajun Spice.
 
Da wir es gerade von Kartoffeln und Käse haben... RAUSCHEN von den Donots ist der Pate des nächsten Tellers. Wenn die Herzen lauter als Bomben schlagen möcht ich mit einem vegetarischen Gericht durch Österreich festhalten.
 
 
Kaspressknödel/Tomate/Brunnenkresse
 
Auf jeder Frequenz... das Gericht fängt mit dem Knödel in Tirol an der dort aus Kartoffeln hergestellt wird. Die Sauce besteht aus Tomate, etwas Sahne und Baharat und steht für Wien und den Naschmarkt. Ein Salat mit Brunnenkresse, Estragon-Senf, Bieressig und Kürbiskernöl macht den Gang frischer.
 
Wie immer bei so einem Artikel ein süßer Abschluss mit einem Dessert inspiriert von POLVORA LEGAL. Bei dem Song von Kaotiko dachte ich an baskische Weihnachten.
 
 
Also an Intxaursaltsa was ein eigentlich einfaches Dessert ist. Nüsse, Zimt sind tonangebend. Äpfel fand ich passend und Polvoron, ein Gebäck mit Nüssen. Mein Markenzeichen mit einem Crossover, vorzugsweise Österreich, verpacke ich mit Topfen.
 
 
Intxaursaltsa, Polvoron, Schmarrn!
 
Ein Biskuit mit Beeren-Gsälz und Topfen bildet den Schmarrn. Der wird ausgestochen und mit Kompott aus Äpfeln, Lemon-Curd und Lebkuchen-Gewürz gefüllt. Panna Cotta aus Topfen mit Vanillezucker kriegt eine lustige Form. Lila Schnee ist der Abschluß zum Abschluß.
 
 
 
 
 

Soulfood Brothers @ Farmer Boys, LKA Stuttgart

Soulfood Brothers back on track! Es geht wieder los mit dem was wir so anrichten und das findet nicht nur auf dem Teller statt. Den Winter über haben wir einige Dates und den Anfang machen die Farmer Boys. Das ist für mich ganz speziell und ich hätte vor zwanzig Jahren nicht gedacht daß ich mal für die Jungs koche. Dafür bereite ich auch am freien Tag was vor und fang das Backen an.
 
Für das Get-In bereite ich zwei vegane Dinge vor. Einmal gibt es ein Gurkentartar mit Biernoten und ein Aufstrich aus roten Linsen. Die koche ich mit Tomate und Petersilie. Abgeschmeckt wird das mit Curry Goa und Cidre-Essig. Gelbe Bete wird eingelegt und so kann man vor der Show ruhig schlafen. Am Morgen des Matchdays geht es zum Metzger denn Leberkäs steht aufm Programm und das Gebäck. Ich mach Schwarzkümmel Baguette. So geht es weiter als Trio mit Frank und Flo nach Stuttgart.
 
 
Das erste Mal haben wir unser neues Banner mit und nach Ankunft ist das erste was wir machen das Ding aufzustellen. Dann machen wir diverse Fotos bevor wir dran denken daß wir eigentlich zum Kochen da sind. Ab in die Küche und alles läuft sehr harmonisch und effizient ab. Wir haben zweierlei Leberkäs auf dem Programm. Einen als Käsekrainer-Käs und der andere mit Knoblauch, Oregano und Cajun Spice. Die vegane Paella feiert auch Premiere und Damnidei machen wir auch.
 
Man merkt daß gerade Kitchen Impossble läuft, verbal jedenfalls. "Ich spiele gekonnt auf der Klaviatur der Aromen" ist noch einer der harmloseren Sprüche. Es macht riesig Spaß hier zu kochen und zu sehen wie eins nach dem anderen gelingt. Frank macht Krautsalat, Flo stellt die Paella fertig und so tragen wir alles eine Stunde vor Dinner hoch in den Backstage-Bereich. Das gabe s gefühlt auch noch nie.
 
Nach dem Soundcheck geht das Dinner los und den Boys merkt man an daß die Spaß mit unserem Essen haben. Mit Lob geizen Band und Entourage jedenfalls nicht und das macht uns sehr happy. Wir genießen die Atmosphäre, für mich ist das was ganz Besonderes. Klar geht ein weinendes Auge Richtung München zum Bash mit den Bulls und Tenside. Hier dürfen wir aber kochen, das lieben wir!
 
Es geht straight Richtung Show und wer braucht das alte Intro wenn er eins auf dem Album hat mit dem ein tolles Konzert los geht.
 
 
Faint Lines und Fiery Skies, oben an der Treppe stehen und ein Farmer Boys Bier in der Hand... dann You and Me, ich mein was soll ich sagen?! Der Puten-Parka ist bei mir auf Dauer-Betrieb, es ist einfach nur schön die Jungs zu sehen. Die Setlist ist sehr ausgewogen mit neu und alt. Die Band ist in Top Form und vermittelt Bock auf Musik. Das geht viel zu schnell vorbei und mündet in eine Aftershow mit guter Unterhaltung. Viele bekannte Gesichter und mich mal wieder mit Till zu unterhalten ist mir eine Freude.
 
 
Danke für einen pfeilstarken Tag, das Konzert und einen tollen Abend, mil esker!!!

Blackout Problems KAOS München

Wenn ich am Samstag früh aufstehe steht immer was besonderes aufm Programm. Diesen Samstag Blackout Problems in München. Ich hab die Jungs noch nie in ihrer Heimatstadt gesehen. Bei dieser großartigen Tour Ehrensache der Einladung zu folgen. Da wir am Tag des Bash in Stuttgart für die Farmer Boys kochen vorgezogene Weihnachten in München.
 
Bei der Anreise höre ich u.a. Arkada Social. Und hier eine andere Präsentation eines neuen Songdishes:
 
 
VEN CONMIGO heißt soviel wie "komm mit" und passt für ein Vesper to go. Buttermilch-Weckle mit Baharat, Serrano, Kürbis, Gurke, Schnittlauch pfeife ich mir rein. Ich mag die Blicke der Mitreisenden. Die Inspiration liegt in unseren Anfängen bei Soulfood Brothers. Damals hab eigentlich nur ich gekocht und immer auf die Konzerte das Vesper mitgebracht.
 
Vorerst bin ich noch alleine unterwegs und summe fröhlich "enladrillo" vor mich hin. Richtig, es läuft The Guilty Brigade. Die Rückfahrt gestaltet sich übrigens mit You Me At Six, die nächste Band die ich mir im Technikum anschauen will.
 
 
Entgegen meiner Erwartung empfängt München mich in weiß-blau. Das ist förderlich für Outdoor-Aktivitäten. Also ich geh auf Viktualien- und Weihnachts-Markt. Open-Air-Kulinarik. Zielsicher steuere ich erst den Fleisch-Dealer unseres Vertrauens für die obligatorische Leberkäs-Semmel an:
 
 
Immer wieder schön. Obwohl ich jetzt kein großer Weihnachtsmann bin kommt doch etwas Stimmung bei mir auf. Vornehmlich wegen der Gerüche der ganzen Stände, das mag ich sehr. Ich finde auch wieder den Mehlspeisen-Stand auf einen Milli-Rahm-Strudel. Den kann ich nicht und so fällt der Genuß noch größer aus. Schee ist es in der Stadt, etwas spazieren und es wird schnell Abend.
 
Da das Technikum im Osten liegt besuche ich die Hamburgerei 2. Burger der Saison ist der Spanier. Bis ich das lese hatte ich mich schon auf den Bayer eingestellt. Man muss ja auch mal flexibel sein. Ein eigenes Bier hat der Laden mittlerweile auch. So kann der Abend starten.
 
Aufs Konzert begleitet mich die Lisa und wir stellen fest daß die Location wirklich schön ist. Es gefällt uns gut wie auch Apologies, I have none. Die legen ein sehr schönes Anheizer-Set hin und ich kann verstehen warum die Blackyz die für den Abend dabei haben wollten.
 
 
Um neun Uhr Auftritt Blackout Problems und ich weiß nicht so richtig was ich über diese zwei Stunden schreiben soll. Meine Fresse - so eine krasse Show! Ob das jetzt die längere Spielzeit ist, garniert mit drei Songs mit Orchester und von dem noch "Gutterfriends" mit Josie-Claire... die Band schafft es daß ich mehrfach etwas Augenwasser habe. Mit Superlativen könnte ich nur so um mich werfen, aber ich halte es mit Michi. Der hatte nach der Show nicht so richtig Worte dafür. Trotzdem unterhalten wir uns noch gut. Den Jungs gönne ich so einen geilen Abend von Herzen und danke für dieses Erlebnis!
 
 
 
Da das Zeiteisen im Technikum voran geschritten ist nehme ich die letzte S-Bahn Richtung Hotel. Da auf dem Weg das Backstage liegt schaue ich da noch auf einen kurzen Absacker rein. Logisch daß es da auch Bier gibt, zu den Klängen von Parkway Drive und Machine Head...
 
Das war ein starker Ausflug nach München - vielen Dank dafür!
 
 

my basque summer, semana grande

Die besondere Stimmung ist wirklich greifbar. Samstag mit Beginn der Semana Grande ist die Stadt im Ausnahmezustand, positiv gemeint. Überall Bandanas, Piraten oder sonstige Vereine. Ich kenn mich da nicht so genau aus, weiß aber daß um sieben der Kanonenschlag ist. Und ich weiß daß vorher schönes Wetter ist. Mittlerweile ist die Routine was essen im Txuleta und dann den neu gewonnenen Schwerpunkt im Meer versenken.
 
 
Dann also auf zum Rathaus wo nach der Donosti-Hymne (glaub ich zumindest) die Kanone gezündet wird. Es ist so eine Art Startschuß in eine Feierei ohne Gleichen. Was da abends in der Altstadt abgeht, ist unfassbar. Ich treff zufällig erst die Küche, dann den Service vom AFN. So wird es schnell mal sieben in der Früh und jetzt weiß ich wie ein Sonnenaufgang ausschaut. Dass von der Kanone bis zum Heimgehen einiges an Bier fließt dürfte klar sein.
 
Es dürfte auch klar sein daß der Sonntag etwas später beginnt. Aber in ähnlichem Stil. Lander meint ob wir nicht miteinander fortgehen wollen. Feuerwerk und danach Des-Kontrol Konzert wären mein Plan den wir miteinander umsetzen. Zwischendurch geh ich ins AFN und merk wie ich doch langsam etwas verblöde... "it's good, gell?" ist schon ein Anzeichen dafür.
 
 
Auf dem Konzert fallen mir bei der Vorband schon fast die Löffel ab. Wir reden hier von nach zwölf am Hafen und anscheinend ohne Dezibel-Limit. Des-Kontrol machen richtig Spaß, eines der besten Konzerte die ich an der Flamenka bis jetzt gesehen hab. Danach noch in die Altstadt und schauen ob es noch Bier gibt. Gibt es noch und schnell wird es wieder etwas später, aber noch dunkel.
 
Am Piraten-Montag ist das Wetter nicht so strandfreundlich, es regnet und ich hoff es ist wenigstens zum Boarding trocken.
 
 
Ist es und mir macht das Laune da zuzuschauen. Alle rein und zur Kontxa mit improvisierten Flossen oder sonstigen Gefährten schippern.
 
 
Abends ist für mich Tasting-Menü im AFN, das mach ich einmal pro Urlaub. Erst recht wenn ich sehe daß es noch andere Dinge gibt als an der Bar.
 
 
Das Txitxarro-Gericht mit Schafsmilch, Minze und Kirschtoast ist so alt, daß ich es noch nicht kannte. Und wie gut das ist. Mit dabei auch eines der ersten Gerichte "meiner" Zeit, der Mini-Kebap. Ich könnte heulen vor Glück, es ist ein tolles Menü aus aktuellem, diesen Überraschungen und einer charmanten Eli. Danach stellt sich für mich die Frage ob ich mir noch einen letzten Party-Abend gebe. Gut, die Frage ist eher so rhetorisch. Morgen ist der letzte Tag und ich geh nochmal richtig auf die Piste. Claro:-)
 
Der letzte volle Tag in Donosti und natürlich bin ich da etwas sentimental. Den Tag gestalte ich mit TOPA, Spaziergängen, Txuleta und AFN. Im TOPA begegne ich noch Joserra der lang im Mugaritz bedient hat, deutsch spricht und ein Spitzentyp ist. Im AFN bleib ich bis weit nach Feierabend und ein Foto muss noch sein:
 
 
Ihr lieben Freunde - mil esker, vielen Dank daß ihr so ein großer Teil einer für mich sehr besonderen Zeit seid. Dieses Mal noch ein bissle mehr.
 
Es war wieder toll in Donosti! Nicht nur dass die Stadt einfach schön ist, es sind diese Begegnungen und das Miteinander was es für mich ausmacht.
 
 
 

my basque summer, semana dos

Sonntag gegen Abend nach Mugaritz, ich bin immer noch tief beeindruckt, so ein Menü lässt einen nicht los. Darüber sinniere ich gern am Strand und im AFN. Ist mir am Montag morgen noch so. Der heisseste Tag des Urlaubs, den beginne ich mit einem Spaziergang entlang der Kontxa...
 
 
... zum Peine del Viento...
 
 
... und auf den Igeldo.
 
 
Das mach ich immer wieder gerne, auch wenn ich mir heute den Turm in schwäbischer Manier spare. Das Geld geht dafür für die Aufstockung meines Shirt-Bestandes drauf. Nach zwei Stunden Ausflug kann ich das aktuelle auswenden und ich pack ja für wechselhaftes Wetter. Also schnell ins Meer. Gut, das mit dem wechselhaften Wetter kann schnell passieren, es lässt sich erahnen dass es nicht immer so bleibt. Also am besten bis zum Abend ausnutzen. Den Abend verbring ich mit Irati im AFN bevor wir mit Gaizka Geburtstag feiern. Das wieder mit Darts, Bier und anschließendem Besuch im Be Bop... jessas, Montag um sechs heimkommen ist auch irgendwie speziell. Ich sag das deswegen weil am Dienstag das nächste Highlight für mich ansteht:
 
Ich koche das Family Meal im A Fuego Negro!
 
Auf den Verdacht hab ich mir mein AFN-Shirt mit eingepackt. Mit Santi hab ich es in der Vorwoche geplant, eine Einkaufsliste geschrieben und freu mich auf den Tag. Einkaufen geh ich noch Salz mit Tomatenflocken sowie Guindillas. Es soll heute sehr baskisch werden. Um 16 Uhr zwischen den Servicezeiten mise en place.
 
 
Traditionell und die Maßgabe waren drei Gänge. Das läuft so harmonisch und freundschafltich mit Santi ab. Wir kochen miteinander, tauschen uns aus und so entsteht ein schönes Menü. Es gibt Talo con Txistorra y Queso, Arroz A Fuego Negro sowie Pfirsich in Txakoli, Schoko-Espuma und Mandel-Streusel. Nebeneinander schneiden wir, quatschen, machen ein Kompott, eine Tomatensauce, Pfannkuchen mit Bier als Talo. Ich kann es nicht fassen, daß ich hier koche und das einem der besten und nettesten Köche.
 
 
 
 
Zwischendurch begeb ich mich an die Bar und nach zwölf geht es dann los, gedeckter Tisch, gut gelaunte Menschen und wir machen unsere drei Gänge fertig. Es macht irre Spaß das zu servieren was mir taugt in dem Laden der mich so lange beeinflusst für Leute die ich einfach liebgewonnen habe. Auch wenn es mitten in der Nacht ist:-) Den Applaus genieße ich und noch mehr die Zeit miteinander. Eine unglaublich schöne Erfahrung und eine Umarmung für dich, Santi - DANKE!
 
 
Am Mittwoch ist das Wetter eher nicht so strahlend wie ich, aber ein Ausflug nach Pasaia gibt es her. Das Casa Camara gibt jedoch keinen Platz her, ist halt gut gebucht. Fisch oder Meeresfrüchte sich jedoch immer zu finden, manchmal ist es auch nur schön dazusein.
 
 
Ansonsten passiert auch mal nicht viel besonders, wie auch am Donnerstag tagsüber. Auch hier eher so Spaziergang-und-Siesta-Wetter. Oder auch einfach nur aufs Meer schauen, kann ich stundenlag.
 
 
 
Sehr entspannt schlender ich dem Dinner im Restaurant Narru entgegen. Dort koch Antonio Beloti (früher AFN) und ist ein super Typ. Er stellt mir ein Tasting-Menü in Aussicht was ich sehr gerne annehme. Er serviert mir tolle Gänge, es macht richtig Spaß.
 
 
Bspw. dieses Bonito-Tiratido, es ist großartig. Oder die Kokotxas:
 
 
Vielen Dank, mein Lieber - das war großartig!
 
So, Donnerstag, wer den Bericht über die letzte Woche gelesen hat und hofft daß Vernunft einkehrt den muß ich leider enttäuschen. Nach Narru Bier im AFN, ein/zwei Cocktails und dann folge ich dem Ruf der Mädels in der Altstadt nach dem Bataplan. Immer wieder erstaunlich was man für Routinen entwickeln kann. Noch besser daß man am nächsten Tag den Abend im Meer auskurieren kann. Es ist der Freitag vor der Semana Grande, man merkt den Leuten die Vorfreude an und morgen bricht hier der Wahnsinn aus.  Daher lassen wir es heut mal ruhig und beschaulich, besuchen Beni im Kai auf ein Bier und kommen trotzdem wieder später heim.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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